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    Studium Generale

    Ringvorlesung

    Monster, Chimären und andere Mischwesen in den Text- und Bildwelten der Vormoderne

    Ringvorlesung des Kollegs „Mittelalter und Frühe Neuzeit“
    Dienstags, 19:30 Uhr
    Toscanasaal der Residenz (Südflügel)
    Beginn: 15. Oktober 2019

    „Monster, Chimären und andere Mischwesen in den Text- und Bildwelten der Vormoderne“ ist das Thema der Ringvorlesung des Kollegs „Mittelalter und Frühe Neuzeit“. Ungeheuer von erschreckender Größe und Hässlichkeit, missgebildete Gestalten oder Hybride halb Mensch, halb Tier: Wesen, die vom menschlichen Normalmaß erheblich abweichen, haben von alters her die Phantasie der Menschen beflügelt. Die imaginäre Welt der Antike und des Mittelalters ist voll von solchen Wesen: Bildende Kunst und Literatur legen davon beredtes Zeugnis ab.

    So verschieden die Erscheinungsformen, so verschieden sind aber auch die Vorstellungen und symbolischen Bedeutungen, die man an das Monströs-Abweichende geheftet hat. Das zu zeigen, ist Ziel einer Ringvorlesung an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg im Wintersemester 2019/20.

    Daran beteiligt sind Altorientalisten, Theologen, klassische Archäologen, Indologen, Kunsthistoriker, Literatur- und Kulturwissenschaftler. In ihren Vorträgen beschäftigen sie sich mit Fragen wie beispielsweise: Begünstigen bestimmte Text- und Bildtypen die Erscheinungsformen des Monströsen oder Hybriden und, wenn ja, welche? Was ist das narrative und ikonische Potential solcher Figuren, und welches Erkenntnisinteresse ist an sie geknüpft? Was bringen die Phantasmagorien zum Ausdruck, wie lassen sie sich deuten?

    Dienstags jeweils 19.30 Uhr Toscanasaal der Residenz (Südflügel), Beginn 15. Oktober 2019

    • 15. Oktober 2019: Monsterschreck und Schutzgenius: Mischwesen im antiken Zweistromland (Dahlia Shehata, Würzburg)
    • 22. Oktober 2019: Seraf, Satan, Leviatan: Monster im Weltbild der Bibel (Bernhard Lang, Paderborn und Berlin)
    • 29. Oktober 2019: Monster überall! Vielgestaltige Mischwesen in der islamischen Kunst (Sara Kuehn, Wien)
    • 5. November 2019: Von Ungeheuern und Menschenfreunden, oder: Die Zwiespältigkeit der Mischwesen in der klassischen Antike (Matthias Steinhart, Würzburg)
    • 12. November 2019: „Monster studies“. Die „Wundermenschen“ in Enzyklopädien und Naturbüchern des Mittelalters (Joachim Hamm, Würzburg)
    • 19. November 2019: Erzieher, Ordnungsstörer, poetologische Chiffre: Zur funktionalen Vielseitigkeit monströser Figuren im mittelalterlichen Roman (Dorothea Klein, Würzburg)
    • 26. November 2019: Das Ungeheuer Grendel und sein Drachenhaut-Handschuh im altenglischen 'Beowulf' (Sophie Marshall, Jena)
    • 3. Dezember 2019: Monster? Monströse Figuren in den Chansons de geste (Brigitte Burrichter, Würzburg)
    • 10. Dezember 2019: Monstren in der altwestnordischen Mythologie und Heldensage (Matthias Teichert, Göttingen)
    • 17. Dezember 2019: Monströse Herrscher (Christian Buhr, Würzburg)
    • 7. Januar 2020: Yoginīs: Weibliche Mischwesen als Schutzgöttinnen im sakralen Raum (Jörg Gengnagel, Würzburg)
    • 14. Januar 2020: „Centaurus Florentinus“: Botticelli – Michelangelo – Giambologna (Damian Dombrowski, Würzburg)
    • 21. Januar 2020: „Strange bedfellows" – Mischwesen bei Shakespeare (Zeno Ackermann, Würzburg)
    • 28. Januar 2020: Zwischen Monster und Übermensch: Die Figur des Vampirs in der englischsprachigen Literatur (Miriam Wallraven, Würzburg)

    Veranstalter der Ringvorlesung ist das Kolleg „Mittelalter und Frühe Neuzeit“ in Kooperation mit der Graduiertenschule für Geisteswissenschaften, dem Studium Generale der Universität Würzburg und der Katholischen Akademie Domschule Würzburg.