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    Uni will Beziehungen Würzburgs zu Japan fördern

    09.02.2006

    Der Senat der Universität Würzburg hat in seiner Sitzung gestern (8.2.06) Abend der Verlagerung des Lehrstuhls für Japanologie an die Universität Erlangen-Nürnberg zugestimmt. Gleichzeitig regte er eine Zusammenarbeit mit der Stadt und der Würzburger Sieboldgesellschaft an, um die besonderen Beziehungen Würzburgs zu Japan zu fördern.

    Mit dem Beschluss verbunden ist, daß die Einschreibung für das Fach Japanologie mit dem nächsten Wintersemester 2006/07 nicht mehr möglich ist. Für Japanologie derzeit eingeschriebene Studierende können aber ihr Studium bis zur nächsten Prüfung im Rahmen der Regelstudienzeit in Würzburg fortsetzen.

    Es gehe bei der Verlagerung der Japanologie nach Erlangen-Nürnberg, sagte Präsident Prof. Dr. Axel Haase, um die Umsetzung des Optimierungskonzeptes für die bayerischen Hochschulen. Das Konzept wurde von der bayerischen Staatsregierung in einem Kabinettsbeschluss den Universitäten vorgegeben. Es basiert auf entsprechenden Empfehlungen der internationalen Expertenkommission „Wissenschaftsland Bayern 2020“ („Mittelstraß-Kommission“) der Staatsregierung vom März 2005.

    „Wenn wir“, so Präsident Prof. Dr. Haase, „dieses Optimierungskonzept nicht umsetzen wollen oder können, können wir auch für die Universität Würzburg keine neuen Themen anpacken. Das sind für uns - als größere Projekte - die Schaffung eines nordbayerischen Zentrums für Musikwissenschaft oder ein neuer Studiengang zur Technologie der Funktionswerkstoffe“. Dazu komme die „Neustrukturierung der Lehramtsausbildung ebenso wie der Aufbau einer Graduiertenschule, die Würzburg im Exzellenz-Wettbewerb des Bundes voranbringt“.

    Es sei zu bedauern, sagte der Präsident weiter, dass die Japanologie in Würzburg eingestellt werden müsse, weil sie bekanntermaßen erst vor wenigen Jahren mit einigem Personalaufwand eingeführt worden sei. „Dennoch darf und wird sich die Universität Würzburg aus dem Thema Japan nicht verabschieden. Würzburg ist untrennbar mit dem Namen Siebold verbunden. Das Ansehen Würzburgs international und vor allem in Japan wird von Siebold mit geprägt.“

    Die Universität Würzburg werde, so der Präsident weiter, „alles in ihren Kräften stehende tun, die auf Japan bezogenen Kooperationen weiter auszubauen und wird auch auf die Siebold-Gesellschaft zugehen, um in der Zukunft eine wesentlich verbesserte Kooperation zu erreichen. Schließlich soll auch die Ausbildung in der japanischen Sprache nicht aufgegeben, sondern nach Möglichkeit intensiviert werden“.

    Von Robert Emmerich

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