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    Humboldt-Professur für die Mathematik

    07.06.2018

    Die Universität war mit der Nominierung von Stefanie Petermichl für eine Alexander von Humboldt-Professur erfolgreich. In theoretischen Wissenschaften wie der Mathematik ist diese Professur mit 3,5 Millionen Euro ausgestattet und gilt als höchstdotierter internationaler Forschungspreis Deutschlands.

    Bild von Stefanie Petermichl

    Stefanie Petermichl ist eine der weltweit führenden Forscherinnen auf dem Gebiet der harmonischen Analysis, einem Teilbereich der Mathematik mit breiten Anwendungsmöglichkeiten. (Foto: Patrick Dumas / UFT)

    Stefanie Petermichl ist eine weltweit führende Mathematikerin auf dem Gebiet der harmonischen Analysis mit starken Bezügen zur stochastischen Analysis und Operatortheorie. Ihre Arbeiten zeichnen sich durch eine besondere Tiefe der mathematischen Ergebnisse sowie eine große Methodenvielfalt aus. Zudem gibt es viele Anknüpfungspunkte an die moderne mathematische Analysis, einem der Forschungsschwerpunkte des Instituts für Mathematik der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU).

    Das Forschungsgebiet der harmonischen Analysis hat vielfältige Anwendungen in der medizinischen Bildverarbeitung, der Signalverarbeitung oder in den Materialwissenschaften. „Ein weithin bekanntes Beispiel aus der klassischen harmonischen Analysis ist etwa die Fourieranalysis, die sich zu einer Standardmethode bei der mathematischen Beschreibung von Schwingungen und Wellen entwickelt hat“, erläutert Professorin Anja Schlömerkemper von der JMU. Sie war maßgeblich an der Nominierung von Stefanie Petermichl beteiligt.

    Forschungserfahrung und hohe Auszeichnungen

    Stefanie Petermichl wurde 1971 in Deutschland geboren und studierte Mathematik in Karlsruhe. 2000 promovierte sie an der Michigan State University und arbeitete als Postdoktorandin am Institute for Advanced Studies in Princeton. Sie ist seit 2009 Professorin an der Université Toulouse III – Paul Sabatier in Frankreich. Zuvor hatte sie Professuren an der Université de Bordeaux, der University of Texas in Austin und der Brown University in Providence inne.

    Professorin Petermichl wurde für ihre Forschungen mehrfach ausgezeichnet: Sie erhielt als erste Frau den Salem-Preis der Mathematischen Gesellschaft Frankreichs, einen Consolidator Grant des Europäischen Forschungsrats und den Prix Ernest Déchelle der französischen Académie des sciences. Zudem wurde sie als Mitglied in das Institut Universitaire de France, einer staatlichen Einrichtung zur Förderung der Spitzenforschung und interdisziplinären Zusammenarbeit, gewählt und ist eingeladene Sprecherin beim International Congress of Mathematicians 2018.

    Somit bringt Professorin Petermichl umfassende internationale Erfahrung in Forschung und Lehre mit, die sie am Institut für Mathematik etwa beim Ausbau des Masterstudiengangs „Mathematics International“ einbringen könnte. Sie tritt nun in Berufungsverhandlungen mit der JMU. Nimmt sie die Humboldt-Professur an, wird ihr der Preis im Mai 2019 verliehen. „Wir hoffen sehr, dass Frau Kollegin Petermichl sich für Würzburg entscheidet. Die Universität wird alles in ihren Kräften stehende tun, um ihr optimale Arbeitsbedingungen zu bieten“, betont Universitätspräsident Alfred Forchel.

    Forschungszentrum für Mathematik geplant

    Im Rahmen der Humboldt-Professur soll um Professorin Petermichl ein interdisziplinäres Forschungszentrum für Mathematik aufgebaut werden. Ziel dieser Einrichtung ist es, Kooperationen innerhalb des Instituts für Mathematik sowie mit anderen Einrichtungen der JMU zu fördern.

    Darüber hinaus soll es die internationale Sichtbarkeit des Instituts für Mathematik stärken, indem es weitere etablierte und jüngere Forscherinnen und Forscher anzieht und durch ein aktives Vortrags- und Sommerschulprogramm Diskussionen mathematischer Resultate und Fragestellungen auf hohem Niveau fördert.

    Zudem ist geplant, eine Nachwuchsforschungsgruppe in der harmonischen Analysis einzurichten, welche weitere internationale junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nach Würzburg bringen und fördern soll.

    3,5 Millionen Euro für die ersten fünf Jahre

    In theoretischen Wissenschaften wie der Mathematik ist eine Humboldt-Professur mit 3,5 Millionen Euro ausgestattet. Sie ist für einen Zeitraum von fünf Jahren angelegt und wird anschließend weiter von der JMU finanziert.

    Ziel der Humboldt-Professuren ist es, führende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nach Deutschland zu holen, die bislang im Ausland tätig waren. Die Auszeichnung wird von der Alexander-von-Humboldt-Stiftung vergeben und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert. Humboldt-Professuren sollen deutsche Hochschulen dabei unterstützen, Spitzenkräften international konkurrenzfähige Rahmenbedingungen zu bieten und ihr eigenes Profil im weltweiten Wettbewerb weiter zu schärfen.

    Bislang wurden insgesamt 68 Wissenschaftler, darunter zwölf Frauen, auf Humboldt-Professuren berufen. Gemeinsam mit Petermichl wurden 2018 eine Ökonomin, ein Kernphysiker, ein Biochemiker und ein Quantenoptiker ausgewählt.

    Weblink

    Weitere Informationen, Ansprechpersonen, Bilder und Video-Porträts der aktuellen Preisträger gibt es unter www.humboldt-professur.de

    Kontakt

    Prof. Dr. Anja Schlömerkemper, Institut für Mathematik, JMU, T +49 931 31-85255, anja.schloemerkemper@mathematik.uni-wuerzburg.de

    Von Marco Bosch

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