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    Erfolgreicher Informationsabend für Flüchtlingshelfer

    26.11.2015

    Die Infomesse zu den zahlreichen Angeboten der Helfergruppen für Geflüchtete und der Uni Würzburg stieß auf große Resonanz. Mehr als 250 Interessierte kamen am 24. November ins Z6, etwa 120 davon trugen sich noch vor Ort in die Helferdatenbank des Human-Care-Projekts ein, die weiterhin geöffnet ist.

    Diese Formulare helfen bei der Organisation des Ehrenamtes: Hier können persönliche Angaben und wünschenswerte Einsatzgebiete angegeben werden.

    Seit am Hubland rund 300 Geflüchtete in einer Notunterkunft untergebracht sind, häufen sich sowohl Hilfsangebote und -aktionen als auch Anfragen nach Möglichkeiten für ehrenamtliches Engagement von Seiten der Studierenden, Fakultäten und Dozenten. Die uniinterne Infomesse mit dem Titel "Hilfe für Geflüchtete: Uni Würzburg packt an!" hatte das Ziel, Aktive und Suchende in Sachen Ehrenamt zusammen zu bringen.

    Dem Aufruf ins Z6 war auch Psychologiestudent Joschka gefolgt: "Ich habe das Gefühl, dass wir gerade an einem Punkt sind, an dem die Stimmung in Deutschland kippen kann. Es kann alles gut weitergehen, muss aber nicht. Ich möchte einen Teil, auch wenn es nur ein ganz kleiner ist, dazu beitragen, dass es gut bleibt", sagt Joschka.

    Helferkreise und Projekte sind weiterhin offen

    Ehrenamtliche Helferkreise mit Erfahrung in der Betreuung von Geflüchteten stellten sich ebenso vor, wie einige Projekte, die bereits an der Uni laufen. Die Helferkreise benötigen personelle Unterstützung in folgenden Arbeitsgruppen: Kinderbetreuung, Religion, Sprachkurse, Dolmetscher (Arabisch, Farsi und auch Türkisch), Kommunikation, Sport und Freizeit, Mobilität, Musik und Kultur sowie Bekleidung.

    Wer Interesse an einer Mitarbeit hat, kann sich per E-Mail an die Adresse gsik-humancare@uni-wuerzburg.de wenden, gerne mit konkreten Vorstellungen. Von hier aus können dann zielgenau die genannte Projekte und Helfergruppen vermittelt werden. Dies gilt für Studierende, Dozenten und andere Angehörige der Uni Würzburg. "Das Engagement der Studierenden ist beeindruckend. Die hohe Anzahl an Interessierten stellt unser Team von HumanCare vor eine organisatorische Herausforderung und verpflichtet uns, noch mehr Energie in dieses schöne Projekt zu stecken", sagte Dominik Egger von GSiK (Globale Systeme und interkulturelle Kompetenz). Am Tag nach der Infoveranstaltung sind weitere 30 E-Mails eingegangen.

    SPIF, Integrai.de, "Drei Wochen helfen" und GSIK Human Care

    Von Seiten der Uni gab es Informationen über GSIK Human Care, SPIF (Studienvorbereitendes Programm zur Integration von Flüchtlingen an der JMU), Integrai.de und "Drei Wochen helfen".

    Dominik Egger begann mit einer Vorstellung von GSiK Human Care: "Wir wollen in erster Linie Studierende, die sich engagieren möchten, an caritative Einrichtungen und Helferkreise vermitteln, damit sie dort aktiv werden können." Zusätzlich wird GSIK HumanCare Reflexionsmöglichkeiten für die ehrenamtlich tätigen Studierenden unter professioneller Anleitung anbieten.

    Unter Bestimmten Voraussetzungen kann ein Engagement im Rahmen des Projekts auch dazu beitragen, ein GSiK-Zertifikat zu erwerben, das diese interkulturelle Aktivität für den Lebenslauf "verbrieft".

    SPIF ist für Flüchtlinge mit Hochschulreife gedacht, die keine Deutschkenntnisse haben. Sie sollen durch das Programm innerhalb von neun Monaten ein Sprachniveau erreichen, das ihnen ein späteres Studium an der Universität Würzburg ermöglicht. Unterstützt wird die Uni Würzburg dabei von den Würzburger christlichen Hochschulgemeinden. Franziska Werbe vom Sprachenzentrum sucht noch "Buddies", die im "praktischen Teil" des Sprachunterrichts am Nachmittag gemeinsam mit den Teilnehmern das Erlernte vertiefen. Im Anschluss erläuterte Professor Sascha Friesike das Projekt IntegrAi.de aus den Wirtschaftswissenschaften, Florian Krückel stellt die Aktion "Drei Wochen helfen statt Hörsaal" der beiden Pädagogik-Lehrstühle vor.

    Die Organisatoren der Info-Messe freuten sich über das große Interesse der Besucher und deren Bereitschaft zur Hilfe. "Wir danken auch den Studierendenvertretern, die uns im Vorfeld unterstützt haben, speziell der Fachschaftsinitiative Pädagogik. Ohne sie hätten wir diesen Abend nicht so gestalten können", sagte Pressesprecherin Esther Knemeyer Pereira.

    Informationen über weitere Aktivitäten erbeten

    Weiterhin gilt: Sollten an der Universität Würzburg weitere Helfergruppen aktiv oder Projekte in Planung beziehungsweise bereits am Arbeiten sein, bitten die Organisatoren um Rückmeldung an die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Uni.

    Hintergrund: Notunterkunft am Hubland

    Seit Mitte Oktober leben rund 300 Geflüchtete in einer Notunterkunft auf dem Hublandcampus Nord. Noch vor wenigen Jahren haben Schüler der US-amerikanischen Streitkräfte hier Sport getrieben, Konzerte besucht oder Theateraufführungen angesehen: Jetzt dienen die Mehrzweckhalle und die Turnhalle im Didaktik- und Sprachenzentrum auf dem Campus Nord als winterfeste Notunterkunft für Flüchtlinge - angemietet von der Regierung von Unterfranken bis voraussichtlich April 2016.

    Gefördert vom BMBF

    Das Programm GSIK der Universität Würzburg steht Studierenden aus allen Fachbereichen offen. Mit einem breit gefächerten, studienbegleitenden Lehrangebot bietet es die Möglichkeit, interkulturelle Kompetenzen zu erwerben. Wer im Lauf seines Studiums eine gewisse Anzahl von GSIK-Lehrveranstaltungen besucht, bekommt dafür ein Zertifikat, das ein wertvoller Bestandteil der Bewerbungsmappe werden kann. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert mit „GSIKplus“ das studienbegleitende Lehrprogramm im „Qualitätspakt Lehre“.

    Kontakt

    Dr. Esther Knemeyer Pereira, T: (0931) 31-89344, esther.knemeyer@uni-wuerzburg.de

    Mehr Informationen und Links

    Das Programm SPIF

    Drei Wochen helfen statt Hörsaal

    Integrai.de

    GSiK HumanCare

     

     

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