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    ERC Grant für Christian Schneider

    20.04.2016

    Der Physiker Christian Schneider (34) erforscht Materialien, von denen sich die Wissenschaft neuartige Lichtquellen oder Laser erhofft. Für seine Arbeit bekommt er 1,5 Millionen Euro vom Europäischen Forschungsrat.

    Christian Schneider in einem optischen Labor der Würzburger Physik. (Foto: Robert Emmerich)

    Christian Schneider in einem optischen Labor der Würzburger Physik. (Foto: Robert Emmerich)

    Leistungsfähigere Computer, Solarzellen oder Laser entwickeln: Daran arbeiten viele Forschungsgruppen weltweit. Seit etwa fünf Jahren hat die Wissenschaftsgemeinde dabei unter anderem die Materialklasse der Übergangsmetall-Dichalkogenide im Blick. Das sind Stoffe, die zum Beispiel aus Molybdän oder Wolfram bestehen, jeweils ergänzt um die Elemente Schwefel, Selen oder Tellur.

    Diese Materialien sind gleich aus mehreren Gründen interessant. Sie sind preisgünstig und lassen sich verhältnismäßig einfach in hauchdünnen, stabilen Schichten auftragen, die nur aus einer Atomlage bestehen und die Eigenschaften von Halbleitern haben – das sind perfekte Voraussetzungen für den Einsatz in opto-elektronischen Bauteilen.

    „Wir wollen herausfinden, inwieweit sich die Materialien für die Optoelektronik und Quantenphotonik eignen, und zwar speziell für die Erforschung neuartiger laserähnlicher Lichtquellen“, sagt Dr. Christian Schneider. Der Physiker von der Julius-Maximilians-Universität Würzburg bekommt für dieses Vorhaben eine hohe finanzielle Unterstützung: Der Europäische Forschungsrat (ERC) fördert sein Projekt „unlimit2D“ mit 1,5 Millionen Euro – in Form eines ERC Starting Grants.

    Forschungsteam wird aufgestockt

    Diese Auszeichnung ist für herausragende junge Wissenschaftler gedacht. Mit ihr kann Schneider sein Team um zwei Doktoranden und einen Postdoc aufstocken. Aber auch Studierende der Physik und der Nanostrukturtechnik können in dem Projekt mitforschen und bei Schneider zum Beispiel ihre Bachelor- oder Masterarbeiten schreiben.

    Wie das Fernziel des Physiker aussieht? „Wir werden versuchen, einen laserähnlichen Prototypen zu bauen“, erklärt er. Das soll kein gewöhnlicher Laser sein, sondern ein Polariton-Laser, der weitaus weniger Energie braucht. Die Physik hat ein fundamentales Interesse an solchen Lasern, weil viele von ihnen große Gemeinsamkeiten mit Bose-Einstein-Kondensaten in ultrakalten Atomen haben.

    Einen Polariton-Laser haben die Würzburger Physiker in einer internationalen Kooperation bereits hergestellt und 2013 in „Nature“ präsentiert. Die kommenden Jahre sollen nun zeigen, ob Polariton-Laser auch auf der Basis von Übergangsmetall-Dichalkogeniden realisierbar sind.

    Werdegang von Christian Schneider

    Christian Schneider stammt aus Karlstadt im Landkreis Main-Spessart. Nach dem Abitur ging er 2001 zum Studium der Nanostrukturtechnik an die Universität Würzburg. Ein Studienjahr absolvierte er als Austauschstudent in Kanada, an der Universität Vancouver.

    2007 legte er das Diplom ab und machte in Würzburg direkt mit der Doktorarbeit weiter: In der Technischen Physik erforschte er die optischen Eigenschaften von Nanostrukturen und Halbleitern, die im Reinraumlabor der Uni hergestellt werden. Nach der Promotion 2012 übernahm Schneider die Leitung der Spektroskopie-Abteilung am Lehrstuhl für Technische Physik. Der junge Forscher ist weltweit vernetzt, sein Team kooperiert mit zahlreichen Forschungsgruppen auf vier Kontinenten.

    Kontakt

    Dr. Christian Schneider, Lehrstuhl für Technische Physik, Universität Würzburg, T (0931) 31-88021, christian.schneider@physik.uni-wuerzburg.de

    Weblinks

    Zur Website von Christian Schneider

    Die ERC-Preisträger der Universität Würzburg

    Spektrum-Artikel über Übergangsmetall-Dichalkogenide

    Weitere Bilder

    Von Robert Emmerich

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