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    Das Online-Magazin der Universität Würzburg Ausgabe 19. Februar 2013

    Paten für die Stühle der Neubaukirche

    09.05.2017

    Endlich sitzt’s sich wieder bequem in der Neubaukirche: Dank des Alumnivereins der Uni konnten die alten Sitzmöglichkeiten erneuert werden. Der Verein warb Paten für 751 Stühle in der ehemaligen Universitätskirche. Nahezu 120.000 Euro kamen an Spenden zusammen.

    Stuhlpaten und die Vorsitzenden des Alumnivereins: (obere Reihe v.l.) Günther Felbinger, Dieter Salch, Adolf Bauer, Uwe Klug, Regine Toyka, Nina und Kurt Eckernkamp, Peter Motsch. Alfred Forchel, Theodor Berchem, Marion Schäfer-Blake, Klaus Toyka, Winfr
    Stuhlpaten und die Vorsitzenden des Alumnivereins: (obere Reihe v.l.) Günther Felbinger, Dieter Salch, Adolf Bauer, Uwe Klug, Regine Toyka, Nina und Kurt Eckernkamp, Peter Motsch. Alfred Forchel, Theodor Berchem, Marion Schäfer-Blake, Klaus Toyka, Winfried Bausback und Michaela Thiel.

    Da kann ein Vortrag noch so interessant, der Referent noch so bedeutend sein – sind die Stühle schlecht, fällt es bald schwer, sich zu konzentrieren. So war es bis vor kurzem auch in der Neubaukirche, der repräsentativen Festaula der Universität.

    Eine Geste der Verbundenheit

    Drei Stuhlpaten im Gespräch „Sitzen Sie gut?“ Mit diesen Worten, die normalerweise eine Hiobsbotschaft einleiten, begrüßte Theodor Berchem, Vorsitzender des zentralen Alumnivereins, die Stuhlpaten zur Dankfeier in der Neubaukirche. Der ehemalige Präsident der Julius-Maximilians-Universität hatte jedoch alles andere als eine negative „Message“ zu verkünden. Ganz im Gegenteil.

    Theodor Berchem im Gespräch mit Stuhlpaten
    – dem Ehepaar Hölldobler.

    Gefeiert werden konnte nicht nur, dass es in der historischen Neubaukirche endlich wieder bequeme Sitzgelegenheiten gibt. Die Großaktion des Alumnivereins führte nach den Worten des Romanistikprofessors auch eindrucksvoll vor Augen, wie viele Menschen sich innerlich mit der Würzburger Universität verbunden fühlen.

    Großes Interesse an Stuhlpatenschaft

    150 Euro kostete es, einen Stuhl zu erneuern. Nur drei Monate nach Start des Projekts, das unter dem Motto „Aus Alt mach Neu – Stuhlpatenschaften für die Neubaukirche“ stand, hatten bereits 90 Prozent aller Stühle einen Paten oder eine Patin gefunden. Die meisten Paten übernahmen gleich die Finanzierung mehrerer Sitzgelegenheiten.

    Zu den ersten Sponsoren gehörte Klaus Toyka, ehemaliger Direktor der neurologischen Klinik des Würzburger Universitätsklinikums. Toyka war sofort bereit, die Patenschaft für 30 Stühle zu übernehmen. Außerdem brachte er Matthias Frosch, derzeit Dekan der Medizinischen Fakultät, dazu, Pate für weitere 30 Stühle zu werden. Zusammen mit Theodor Berchem und Michaela Thiel vom Alumnibüro führte der Würzburger Seniorprofessor das Stuhlpatenschaftsprojekt innerhalb einer erstaunlich kurzen Zeit zum Erfolg.

    Neue Polster für die alten Rahmen

    Zwei Stuhlpaten im GesprächNachdem die aus massivem Holz gefertigten Rahmen der Stühle noch in Ordnung waren, entschieden sich die Organisatoren des Projekts, nur die Polsterung erneuern zu lassen. Einen Kooperationspartner fanden sie in Jakob Konstanczak aus Hannover.

    Stuhlpaten Gunther Schunk und
    Manfred Wittenstein im Gespräch
    .

    Zusammen mit zwei Mitarbeitern machte sich der gelernte Polsterer daran, alle 751 Stühle zu restaurieren. Ein Dreivierteljahr war das Trio damit beschäftigt, Sitzflächen und Rücken mit Schaumstoff neu zu polstern und mit blauem Stoff zu überziehen. „Das war eine wirklich aufwändige Sache“, so Konstanczak, der an der Dankfeier teilnahm.

    Patenaktion zeigt: Gemeinsam kann man viel erreichen

    Alle Stuhlpaten sind namentlich auf einer Ehrentafel vor dem Eingang zum Veranstaltungsraum der Neubaukirche aufgeführt. Mit der Tafel will der Alumniverein nicht nur die Sponsoren würdigen. Die Aktion soll gleichzeitig weitere ehemalige Mitglieder der Universität, seien es einstige Studierende oder Lehrende, animieren, sich dem Alumniverein anzuschließen und sich an Benefizaktionen für die Uni zu beteiligen. 750 Mitglieder hat der Alumniverein laut Berchem derzeit: „Das ist nicht schlecht, reicht uns aber noch nicht.“

    Tafel mit den Namen der Stuhlpaten Für Alfred Forchel, Präsident der Julius-Maximilians-Universität, zeigt die ambitionierte Patenaktion, was Menschen zusammen erreichen können, wenn sie sich gemeinsam ein Ziel stecken. Klaus Toyka machte deutlich, dass die Universität, um attraktiv zu bleiben, in vielerlei Hinsicht auf private Initiativen angewiesen ist. „Öffentliche Träger können heute keine Vollfinanzierung mehr leisten“, so Toyka. Dies gelte für alle Bereiche des täglichen Lebens.

    Steht mein Name auch drauf? Auf einer Tafel sind die Namen aller Stuhlpaten verewigt. (Foto: Uni Würzburg).

    Die Würzburger Universität hat nach den Worten des habilitierten Mediziners das Glück, zahlreiche Förderer, Mäzene und Stifter zu haben. Größter Unterstützer der Hochschule ist der Universitätsbund. Daneben gibt es Vereine, die die Medizinische Fakultät unterstützen, sowie eine Reihe von Organisationen und Stiftungen, die den wissenschaftlichen Nachwuchs fördern. Seit kurzem ist es schließlich möglich, sich ehrenamtlich als Seniorprofessor an der Universität zu engagieren. Dieses Ehrenamt hat auch Toyka inne.

    Bequem durch das Stiftungsfest

    Wie gut die neuen Stühle sind, wird sich spätestens beim Stiftungsfest am 11. Mai zeigen. Die Feier verlangt den Teilnehmern einiges an Sitzfleisch ab.

    Dank der neuen Polsterung sollte es jedoch möglich sein, ihr ohne Schmerzen im Steißbein oder Kreuz zu folgen. Unipräsident Alfred Forchel jedenfalls ist überzeugt, dass der Festakt diesmal in einer erheblich angenehmeren Atmosphäre als in den vergangenen Jahren ablaufen wird.

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