piwik-script

Intern
    A.2 - Servicezentrum Forschung und Technologietransfer (SFT)

    Im Porträt: die Finalisten 2020

    Wer seid ihr? Stellt euch bitte kurz vor.

    Wir sind Tobias und Janik. Wir studieren beide aktuell an der JMU – Tobias Computational Mathematics und Janik Wirtschaftsmathematik. Zuvor haben wir bereits beide an anderen Hochschulen ein Bachelorstudium absolviert (Tobias an der FHWS und Janik an der Provadis School of International Management & Technology in Frankfurt).

    Wofür setzt ihr euch ein?

    Mit unserer Lösung HandicApp wollen wir Menschen, die an motorischen Einschränkungen leiden z.B. durch eine Krankheit, eine Behinderng oder aufgrund ihres Alters, eine höhere Lebensqualität geben. Dies unterstützen wir durch eine Technologie, welche die barrierefreie Steuerung eines Tablets ermöglicht. Betroffenen erlaubt dies, ein selbstbestimmteres Leben zu führen – in diesem Fall ohne die Hilfe einer Pflegekraft.

    Wie seid ihr auf die Idee gekommen?

    Wir beide haben in unserem privaten Umfeld pflegebedürftige Personen, die auf eine Ganztagsbetreung zuhause oder in einem Pflegeheim angewiesen sind. Wir haben uns überlegt, was wir tun können, um die Probleme – wie soziale Isolation, Entfremdung zu Verwandten und mentale Unterauslastung - der Betroffenen zu adressieren und zu lösen. Dabei ist uns die Idee zu HandicApp gekommen. Der Einsatz von HandicApp auf einem Tablet befähigt Nutzer u.a. dazu, den Kontakt zu Angehörigen und Verwandten eigenständig und flexibel aufrecht zu erhalten, indem das Tablet mittels einfacher und intuitiver Kommandos wie „Kopfdrehen“, „Nicken“ oder „Augen-Schließen“ bedient wird. Neben der (Video-)Telefonie enthält HandicApp weitere Funktionalitäten wie den Zugriff auf Musik, Bücher, Videotheken, einen Kalender oder eine Notruf-Funktion.

    Was unterscheidet euer Projekt von anderen?

    Gegenüber vergleichbaren Alternativen stellt die auf Machine Learning basierte Software einen essenziellen Fortschritt in Bezug auf den Datenschutz, die Usability und die Funktionalität dar. Bisherige Ansätze Technologie in die Pflege- und Altenbetreuung zu integrieren, scheitern vor allem an der fehlenden Bedienbarkeit und Steuerung der Endgeräte, sowie der Komplexität der einzelnen Programme und der eingeschränkten Verfügbarkeit. HandicApp ist auf jedem herrkömmlichen Tablet verfügbar. Die Software bietet eine All-in-One Lösung für Kommunikation, Unterhaltung und Bildung, die eine barrierefreie Nutzung erlaubt. Eingabe und Steuerung erfolgen parallel entweder über den gewohnten haptischen Weg, Sprachsteuerung oder die adaptive Steuerung durch Mimik und Gestik. Dabei gewährleistet ein leistungsfähiger Machine Learning Algorithmus eine detaillierte und zuverlässige Auswertung der Gesichtsmerkmale eines Nutzers und daraus resultierend eine hohe Akkuratheit der Software.

    Was habt ihr durch die Social Innovators Challenge gelernt?

    Wir haben gelernt unsere Komfortzone zu verlassen und uns und unsere Idee anderen überzeugend zu vermitteln. Insbesonderen haben wir wichtige Erfahrungen im „Pitchen“ gesammelt von denen wir auch in Zukunft mit Sicherheit profitieren werden. Daneben durften wir viele spannende Projekte und Ideen kennenlernen und konnten beobachten, wie engagiert die Community im Social Enterpreneurwesen an der Uni und der FH ist.

    Welche Kompetenzen sind eurer Meinung nach für den Erfolg eures Projektes entscheidend?

    Überzeugungskraft, Anpassungsfähigkeit, Flexibilität, Belastbarkeit, Kritikfähigkeit, Offenheit für Neues/Änderungen, fachliche Kompetenzen und eine sehr gute Kommunikationsfähigkeit.

    Was sind eure Empfehlungen für angehende Gründer*innen?

    Bleibt euch selbst treu und wenn ihr eine Idee für eine Lösung oder eine hilfreiche Anwendung habt, dann traut euch auch auf die Ansprechpartner zuzugehen! An der Uni und der FH gibt es genau hierfür Einrichtungen der Gründungsförderung, die gerne zur Seite stehen und auch mit weiteren regionalen Partnern vernetzen. Geht auf sie zu und bittet um Hilfe und Ratschläge. Bildet ein Netzwerk und am wichtigsten - vertraut eurem „Bauchgefühl“ und geht euren eigenen Weg.

    Wie kann man euer Vorhaben unterstützen? Was fehlt euch?

    Wenn ihr an unserem Projekt interessiert seid oder ihr Verbesserungsvorschläge und Anregungen habt, oder ihr ganz allgemeine Fragen zu uns und unserem Projekt habt, dann meldet euch unter handicapp@gmx.net. Auch für Kooperationsideen sind wir offen.

    Was sind die nächsten Schritte? / Welche Ziele strebt ihr langfristig an?

    Ausarbeitung eines EXIST-Gründer-Antrags und parellele Weiterentwicklung der Applikation.

     

    Links: