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    A.2 - Servicezentrum Forschung und Technologietransfer (SFT)

    Im Porträt: die Finalisten 2020

    Lerne die Finalisten der Social Innovators Challenge 2020 kennen. Auf dieser Seite stellen wir euch in regelmäßigen Abständen ein neues Team vor. Zu den vergangenen Interviews gelangst du weiter unten auf der Seite.

    Kurzprofile unserer Teams gibt es auch auf unseren Social Media Kanälen der Gründungsförderung. Folgt uns gerne auf Instagram, Twitter oder Facebook.

    Bitte stell dich kurz vor.

    Ich bin Pascal, studiere im dritten Semester im Masterstudiengang Informatik. Mein Fokus liegt auf Deep Learning, einem Teilbereich der Künstlichen Intelligenz. Hier arbeiten wir mit Neuronalen Netzen, die in vielen Bereichen Anwendung finden: Texte übersetzen, Bilder einordnen, Sprache analysieren. Und all das nach dem Training selbstständig.

    Wofür setzt du dich ein?

    Mein Projekt nennt sich PublicSolar. Im Kern geht es bisher darum, dass sich viele Bürger zusammenschließen und gemeinsam Photovoltaikanlagen finanzieren. Jeder verdient - basierend auf seinem Anteil an den Kosten - mit dem verkauften Strom Geld. Dadurch kann jede und jeder zur Energiewende beitragen. Der Vorteil hierbei ist, dass wir bestehende Flächen wie Hausdächer oder Fabrikhallen nutzen können, und somit kein Eingriff in die Natur notwendig ist. Bei Wasser- und vor allem Windkraft gibt es verständlicherweise oft Widerspruch in der Bevölkerung.

    Wie bist du auf die Idee gekommen?

    Bei meinen vielen Fahrten zur Uni habe ich vom Zug aus die ganzen freien Hausdächer gesehen, und mir überlegt, dass man dieses Potential nutzen kann. Wir nutzen privat schon seit fast zehn Jahren eine Photovoltaikanlage, daher habe ich mir überlegt, dieses System auf die freien Flächen zu übertragen. Dank meines Informatikstudiums konnte ich eine Plattform programmieren, PublicSolar, die freie Flächen mit Investoren verbindet.

    Was unterscheidet dein Projekt von anderen?

    PublicSolar legt den Fokus auf die Energiewende, indem gemeinsam Photovoltaikanlagen finanziert werden. Aus meiner Sicht bietet die Ausrichtung auf das Thema „Erneuerbare Energie“ einen entscheidenden Vorteil: Die Energiewende ist in vielen gesellschaftlichen Bereichen präsent, auch von Seiten des Staates bestehen Fördermöglichkeiten für etwaige Vorhaben. Damit verbinde ich mit dem Projekt ökologische, ökonomische und gesellschaftliche Aspekte.

    Was hast du durch die Social Innovators Challenge gelernt?

    Mir ist wieder einmal bewusst geworden, dass es sich lohnt, auf etwas hinzuarbeiten. Dass ich bei der Challenge unter den Gewinnern war, liegt wohl daran, dass ich zuvor schon länger an dem Projekt gearbeitet habe – ohne von dem Wettbewerb gewusst zu haben. So hat sich die zeitaufwändige Arbeit quasi erst rückwirkend gelohnt.

    Mit welchen Hindernissen hattest du bereits zu kämpfen?

    Ein Hindernis war, dass ich für den Wettbewerb einen Video-Pitch produzieren musste, etwas das ich zuvor noch nie gemacht hatte. Von daher war ich mir anfangs unsicher, ob mir die kurze Zeit ausreicht, um mich in das Thema einzuarbeiten. Letztlich ging es dann mit iMovie recht einfach, und ich weiß nun, wie man Projekte konzipiert und grundlegende Aufgaben des Videoschnitts ausführt. Bereits hier hatte sich die Challenge also schon gelohnt!

    Was ist deiner Meinung nach für den Erfolg deines Projektes entscheidend?

    Wichtig ist meiner Meinung nach eine umfassende Kenntnis des Gebietes „Photovoltaikanlagen“. Weiterhin brauche ich Partner, mit denen ich mich austauschen kann, und Flexibilität in der Ausrichtung der Idee, damit ich mich nicht in einer Sackgasse festfahre. Auch Selbstdisziplin ist wichtig, um sich regelmäßig mit der Idee zu beschäftigen. Generell für wichtig halte ich die Fähigkeit, Dinge zu visualisieren, bevor sie da sind – und dann in die Realität umzusetzen.

    Was sind deine Empfehlungen für nachfolgende Wettbewerbsteams / Gründungsteams?

    Mir hat es geholfen, meine anstehenden Aufgaben auf einer To-Do-Liste zu notieren, und abzuhaken sobald sie erledigt waren. So konnte ich mir die Arbeit in kleine Einzelaufgaben aufteilen und peu à peu abarbeiten. Weiterhin empfehlen kann ich, mehrere (kleine) Projekte gleichzeitig zu verfolgen: Sollte eines mal nicht laufen, hat man immer noch ein zweites. Auch ist es wichtig, Dinge einfach mal auszuprobieren, so lernt man immer dazu.

    Wie kann man dein Vorhaben unterstützen? Was fehlt dir?

    Ich suche Mitstreiter aus dem Gebiet der BWL. Jemand mit Erfahrung im Bereich Web-Entwicklung ist auch willkommen, um meinen Prototyp professionell zu überarbeiten. Und dann noch gut vernetzte Personen, um einfacher mit Firmen und Geldgebern in Kontakt zu kommen. Meine Mail ist: public_solar@phrasenmaeher.io

    Welche Ziele strebst du langfristig an?

    Mir ist es wichtig, mit meinen IT-Kenntnissen und Projekten genug Geld zu verdienen, um später eine eigene Stiftung für benachteiligte Kinder zu gründen. Ansonsten würde ich gerne mal mit einem Segelboot die Weltmeere befahren. Ich bin gespannt, was die nächsten Jahre noch so bringen werden!

    Bitte stellt euch kurz vor.

    Wir sind Basil, Maurice und Nils. Wir haben uns im Medizinstudium kennengelernt und hier schon früh gemerkt, dass es an Praxis fehlt während gleichzeitig Ärztinnen und Ärzte mit alltäglichen Aufgaben in der Klinik überbeansprucht werden. So haben wir viele Abende diskutiert und uns irgendwann entschlossen, dass sich etwas ändern muss.

    Wofür setzt ihr euch mit eurem Projekt ein? 

    Zum einen möchten wir die medizinische Versorgung verbessern und überlastetes Klinikpersonal entlasten, indem wir das Finden und Einbinden von Assistenzkräften über eine Plattform so einfach wie noch nie machen. Gleichzeitig bringen wir damit mehr Praxis ins Medizinstudium und bieten Studierenden die Möglichkeit, in den wichtigsten ärztlichen Tätigkeiten schon während des eher theoretischen Studiums Routine zu erlangen. So steigen bessere Ärztinnen und Ärzte in den Beruf ein!

    Wie seid ihr auf die Idee gekommen?

    Im Laufe unseres Studiums haben wir selbst einige Nebenjobs gehabt und mitbekommen, wie bereichernd es sein kann, dabei auch noch fachlich etwas dazuzulernen. Leider ist uns aber auch aufgefallen, dass die Rahmenbedingungen für Nebenjobs im Krankenhaus nicht gut sind und deshalb viele Kommilitonen auf andere Jobs ausweichen und z.B. in der Gastronomie arbeiten.

    Was unterscheidet euer Projekt von anderen?

    Die bisherige Jobsuche für Studenten läuft sehr altbacken über Aushänge und Mailverteiler und häufig sind eine schriftliche Bewerbung, Vorstellungsgespräche und feste Wochenarbeitszeiten üblich. Unsere Plattform nutzt moderne, digitale Lösungen, um die gesamte Verwaltung für alle Seiten zu vereinfachen.

    Was habt ihr durch die Social Innovators Challenge gelernt?

    Obwohl wir bereits vor der Challenge mit vielen Leuten über unser Projekt gesprochen haben, war es für uns eine Herausforderung, unser Projekt außerhalb des Gesundheitsbereiches vorzustellen und zu erklären. Viele Probleme, die wir in unserem Gesundheitssystem tagtäglich wahrnehmen, klingen im 21. Jahrhundert absurd und es ist erstaunlich, dass es noch keine besseren Lösungen gibt.

    Mit welchen Hindernissen hattet ihr bereits zu kämpfen?

    Alle Akteure in unserem Gesundheitssystem sind sehr auf Sicherheit bedacht, was in unserem Beruf ja auch absolut nötig ist. Eine neue Idee überzeugend zu verkaufen ist aber nicht immer einfach, da häufig Bedenken bei Datenschutz, Arbeitsrecht und Qualität der angebotenen Lösungen bestehen. Zu vermitteln, dass digitale Lösungen aber keineswegs Abstriche in diesen Bereichen bedeuten, kostet noch viel Zeit und Energie.

    Was ist eurer Meinung nach für den Erfolg eures Gründungsprojektes entscheidend?

    Besonders entscheidend wird eine erfolgreiche Pilotphase werden, in der wir gemeinsam mit ersten Partnern zeigen können, dass die Vermittlung funktioniert und die Studierenden hochmotiviert und zuverlässig sind!

    Was sind eure Empfehlungen für angehende Gründer*innen?

    Durchdenkt eure Idee aus allen möglichen Blickwinkeln. Seid ständig kritisch mit eurer Idee und diskutiert viel. So findet ihr heraus, wo Schwachstellen liegen an denen ihr arbeiten müsst.

    Wie kann man euer Vorhaben unterstützen? 

    Wir stecken aktuell in einer frühen Entwicklungsphase unserer Plattform und haben große Pläne. Um nicht nur das Studium in Würzburg, sondern unser gesamtes Gesundheitssystem zu verbessern, sind wir auf der Suche nach Mitstreitern. Melde dich, wenn du gemeinsam mit uns die Plattform für das Gesundheitswesen entwickeln willst!

    Was sind eure nächsten Steps?

    Unser nächster Schritt ist die Durchführung einer Pilotphase mit ersten Partnern. Sobald das erfolgreich war, möchten wir unsere Plattform in ganz Deutschland verfügbar machen und auch weitere Gesundheitsberufe mit einbeziehen.

    Wir entwickeln JiM, um die Arbeit in unserem Gesundheitssystem grundlegend zu verändern. Wir wollen die vielen Arbeitnehmer und -geber in diesem Bereich entlasten und für beide Seiten damit eine attraktivere Zukunft schaffen!

    Wer seid ihr? Stellt euch bitte kurz vor.

    Wir sind Tobias und Janik. Wir studieren beide aktuell an der JMU – Tobias Computational Mathematics und Janik Wirtschaftsmathematik. Zuvor haben wir bereits beide an anderen Hochschulen ein Bachelorstudium absolviert (Tobias an der FHWS und Janik an der Provadis School of International Management & Technology in Frankfurt).

    Wofür setzt ihr euch ein?

    Mit unserer Lösung HandicApp wollen wir Menschen, die an motorischen Einschränkungen leiden z.B. durch eine Krankheit, eine Behinderng oder aufgrund ihres Alters, eine höhere Lebensqualität geben. Dies unterstützen wir durch eine Technologie, welche die barrierefreie Steuerung eines Tablets ermöglicht. Betroffenen erlaubt dies, ein selbstbestimmteres Leben zu führen – in diesem Fall ohne die Hilfe einer Pflegekraft.

    Wie seid ihr auf die Idee gekommen?

    Wir beide haben in unserem privaten Umfeld pflegebedürftige Personen, die auf eine Ganztagsbetreung zuhause oder in einem Pflegeheim angewiesen sind. Wir haben uns überlegt, was wir tun können, um die Probleme – wie soziale Isolation, Entfremdung zu Verwandten und mentale Unterauslastung - der Betroffenen zu adressieren und zu lösen. Dabei ist uns die Idee zu HandicApp gekommen. Der Einsatz von HandicApp auf einem Tablet befähigt Nutzer u.a. dazu, den Kontakt zu Angehörigen und Verwandten eigenständig und flexibel aufrecht zu erhalten, indem das Tablet mittels einfacher und intuitiver Kommandos wie „Kopfdrehen“, „Nicken“ oder „Augen-Schließen“ bedient wird. Neben der (Video-)Telefonie enthält HandicApp weitere Funktionalitäten wie den Zugriff auf Musik, Bücher, Videotheken, einen Kalender oder eine Notruf-Funktion.

    Was unterscheidet euer Projekt von anderen?

    Gegenüber vergleichbaren Alternativen stellt die auf Machine Learning basierte Software einen essenziellen Fortschritt in Bezug auf den Datenschutz, die Usability und die Funktionalität dar. Bisherige Ansätze Technologie in die Pflege- und Altenbetreuung zu integrieren, scheitern vor allem an der fehlenden Bedienbarkeit und Steuerung der Endgeräte, sowie der Komplexität der einzelnen Programme und der eingeschränkten Verfügbarkeit. HandicApp ist auf jedem herrkömmlichen Tablet verfügbar. Die Software bietet eine All-in-One Lösung für Kommunikation, Unterhaltung und Bildung, die eine barrierefreie Nutzung erlaubt. Eingabe und Steuerung erfolgen parallel entweder über den gewohnten haptischen Weg, Sprachsteuerung oder die adaptive Steuerung durch Mimik und Gestik. Dabei gewährleistet ein leistungsfähiger Machine Learning Algorithmus eine detaillierte und zuverlässige Auswertung der Gesichtsmerkmale eines Nutzers und daraus resultierend eine hohe Akkuratheit der Software.

    Was habt ihr durch die Social Innovators Challenge gelernt?

    Wir haben gelernt unsere Komfortzone zu verlassen und uns und unsere Idee anderen überzeugend zu vermitteln. Insbesonderen haben wir wichtige Erfahrungen im „Pitchen“ gesammelt von denen wir auch in Zukunft mit Sicherheit profitieren werden. Daneben durften wir viele spannende Projekte und Ideen kennenlernen und konnten beobachten, wie engagiert die Community im Social Enterpreneurwesen an der Uni und der FH ist.

    Welche Kompetenzen sind eurer Meinung nach für den Erfolg eures Projektes entscheidend?

    Überzeugungskraft, Anpassungsfähigkeit, Flexibilität, Belastbarkeit, Kritikfähigkeit, Offenheit für Neues/Änderungen, fachliche Kompetenzen und eine sehr gute Kommunikationsfähigkeit.

    Was sind eure Empfehlungen für angehende Gründer*innen?

    Bleibt euch selbst treu und wenn ihr eine Idee für eine Lösung oder eine hilfreiche Anwendung habt, dann traut euch auch auf die Ansprechpartner zuzugehen! An der Uni und der FH gibt es genau hierfür Einrichtungen der Gründungsförderung, die gerne zur Seite stehen und auch mit weiteren regionalen Partnern vernetzen. Geht auf sie zu und bittet um Hilfe und Ratschläge. Bildet ein Netzwerk und am wichtigsten - vertraut eurem „Bauchgefühl“ und geht euren eigenen Weg.

    Wie kann man euer Vorhaben unterstützen? Was fehlt euch?

    Wenn ihr an unserem Projekt interessiert seid oder ihr Verbesserungsvorschläge und Anregungen habt, oder ihr ganz allgemeine Fragen zu uns und unserem Projekt habt, dann meldet euch unter handicapp@gmx.net. Auch für Kooperationsideen sind wir offen.

    Was sind die nächsten Schritte? / Welche Ziele strebt ihr langfristig an?

    Ausarbeitung eines EXIST-Gründer-Antrags und parellele Weiterentwicklung der Applikation.