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    A.2 - Servicezentrum Forschung und Technologietransfer (SFT)

    JMU Start-up Stories

    Auf dieser Seite erfährst du, wie Studierende und Wisschenschafler:innen der JMU ihren Traum vom eigenen Start-up verwirklicht haben. Wir stellen euch hier regelmäßg  Teams vor, welche wir im Gründungsprozess begleiten. 

    Kurzprofile unserer Start-ups findest du auch auf unseren Social Media Kanälen der Gründungsförderung. Folgt uns gerne auf Instagram, Twitter oder Facebook.

    1. Bitte stellt euch kurz vor.

    Moritz Beck:
    - Mathematiker aus Würzburg
    - Algo- und AI-Experte
    - Trifft nur rationale Entscheidungen

    Michael Schach:
    - Energieökonom aus Aachen
    - Macht alles außer das Mathe und IT Zeug bei uns
    - Vertraut auf sein Bauchgefühl und eine Prise Glück

    Eugen Tereschenko:
    - Mathematiker aus Regensburg
    - Programmierass und Hardware Fetischist
    - Frauenschwarm

    2. Wie kam es zur Gründung von Calypso Commodities?

    Eugen und Michael kannten sich privat und haben im Herbst 2019 über die Anwendung von Algorithmen und verschiedener OR-Modelle in verschiedenen Wirtschaftsbereichen gebrainstormt. Michael hatte durch seinen energiewirtschaftlichen Hintergrund die Idee ein bestehendes Problem im Rohstoffhandel zu lösen, dann hat Eugen noch seinen Co-Stipendiaten Moritz mit ins Boot geholt.

    3. Woher wisst ihr, dass ihr euch selbst auf „der optimalen Route“ befindet?

    Ich glaube, dass es keine unausgesprochenen Dinge zwischen uns. Alle sind als ehemalige MINT-Studenten sehr direkt und sprechen Probleme ohne Hand vor dem Mund an. Das ist ein wesentlicher Faktor in unserem Zusammenspiel als Team.

    Auf der inhaltlichen Ebene war es enorm wichtig von Anfang an potenzielle Kunden in unseren Entwicklungsprozess einzubeziehen um nicht etwas am Markt vorbei zu entwickeln.

    4. Hand aufs Herz: Habt ihr schon mal daran gedacht, aufzugeben?

    Nein, ehrlich gesagt noch nicht. Vielleicht hätten wir daran gedacht, wenn nach der vierten Revisionsrunde mit Tanja, der Projektträger unseren EXIST Antrag doch abgelehnt hätte.

    5. Bei der Social Innovators Challenge 2020 habt ihr euch zum ersten Mal vor einem breiteren Publikum präsentiert, was habt ihr von der Erfahrung mitgenommen?

    Es war zwar ein digitales Event, dennoch war es für die meisten im Team die erste Präsentation vor einem so großen Publikum. 50% des Erfolgs ist am Ende nicht das Produkt, sondern die Präsentation von diesem. Daher sollte man jede Gelegenheit nutzen – auch die Social Innovators Challenge – um zu präsentieren und Feedback zu erhalten.

    6. Eure Tipps für angehende Gründer:innen?

    • Produkt entwickeln welches ein reales Problem löst.
    • Kunden von Tag 1 in Entwicklungsprozess einbeziehen – je mehr desto besser.
    • Offen kommunizieren und feste Arbeitsroutinen etablieren

    7. Angenommen ihr hättet drei Wünsche frei, wie würden diese lauten?

    1. Dass man sofort nach Einreichen die Entscheidung über einen EXIST Antrag erhält.

    2. Dass wir mal auf einem LNG Tanker mitfahren könnten, für welchen wir die Optimierung durchführen.

    3. Dass es unsere Firma auch noch in 10 Jahren gibt

    8. Was können wir in Zukunft von euch erwarten?

    Mehr Optimierung, mehr Rohstoffe, mehr Industriezweige, mehr Mitarbeiter, mehr Niederlassungen!

    Bitte stellt euch kurz vor.

    Unser Team besteht aus Jan, Fabian und Franz. Während Jan bei der BäckerAI an den Algorithmen für unsere Software feilt, um aus dem Datensatz unserer Kunden die bestmöglichen Entscheidungen rauszuholen, entwickelt Fabian neue Features der BäckerAI. Franz ist für den Vertrieb und die Geschäftsentwicklung zuständig.

    Unsere Lieblingsbackwaren? Jan fiebert das ganze Jahr auf die Lebkuchen-Zeit hin, Fabian mag richtig gute Brezn und Franz isst am liebsten ein dunkles Roggenbrot mit möglichst viel Kruste - Schinken und Käse dürfen dazu natürlich nicht fehlen!

    Von Level3 über BäckerAI zur PlanerAI. Womit verdient ihr eure Brötchen?

    Ganz einfach gesagt, macht Level3 KI-Beratung und die PlanerAI entwickelt skalierbare Datenprodukte.

    Mit Level3 sind wir dank eines EXIST-Stipendiums gut gestartet und haben seit 2019 KI-Projekte in ganz verschiedenen Industrien umsetzen können.

    Die BäckerAI ist das erste Datenprodukt, das wir mit der PlanerAI an den Markt bringen. Die KI-Algorithmen der BäckerAI sagen den Bäckern, wie viele Backwaren für die nächsten Tage in den Filialen benötigt werden. Unsere Kunden profitieren dabei von einer höheren Warenverfügbarkeit und bis zu 30% weniger Ware, die nach Ladenschluss entsorgt werden muss.

    Aber wie funktioniert das? Unsere Software nutzt eine Kombination aus stochastischen Optimierungsansätzen aus dem klassischen Supply Chain Management und modernen Machine-Learning-Algorithmen sowie Methoden des Deep Learning, die wir in sechs Jahren Forschung an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg entwickelt haben.

    Klingt kompliziert? Mit unserer Lösung in der Praxis aber ein Kinderspiel! Unsere Lösung integriert sich nahtlos in die vorhanden IT-Systeme der Bäckereien. Es wird keine zusätzliche Hardware, Software oder Knowhow benötigt.

    Ihr wart (bzw. seid) alle drei in der Wissenschaft tätig, bevor ihr gegründet habt. Wie kam es zur Gründung?

    Jan und Fabian haben zusammen am Lehrstuhl für Logistik an der Uni Würzburg promoviert und dabei KI-Verfahren entwickelt und erforscht, mit denen die Planung in Unternehmen verbessert werden können. 2019, damals noch zusammen mit Sarah, konnten sie ein EXIST-Stipendium gewinnen, um diese Erkenntnisse und Verfahren aus der Forschung in die Praxis zu bringen. So konnte bereits 2019 die Level3 gegründet werden. Und jetzt haben wir uns entschieden gemeinsam die PlanerAI zu gründen, um uns damit ganz auf die Entwicklung hoch skalierbarer Datenprodukte konzentrieren zu können und schnell zu wachsen.

    Euer größtes Learning im Nachhinein?

    Auch wenn es zwischendurch mal stressig wird und man glaubt alles wächst einem über den Kopf, niemals aufgeben! Mit einem super Team, das sich gegenseitig unterstützt, kann man alles schaffen!

    Hand aufs Herz: Wie oft wolltet ihr schon aufgeben?

    Als es Anfang 2020 mit Corona richtig losging, hatten natürlich alle Unternehmen, mit denen wir damals als Level3 gerade zusammengearbeitet hatten, erstmal andere Prioritäten, als ein KI-Projekt mit uns weiter zu treiben, weshalb fast alles auf Eis gelegt wurde. Da kam für uns schon die Frage auf, wie gut unsere Chancen noch stehen. Wenn wir da nicht dank Franz Masterarbeit gesehen hätten, was in der (einigermaßen Corona-sicheren) Bäckereibranche für ein großes Potential durch KI-Verfahren steckt, wäre es schon sehr dunkel geworden.

    Was zeichnet euch als Team aus?

    Beim Gründen müssen ständig schwierige Entscheidungen unter großer Unsicherheit getroffen werden. Wir haben da häufig unterschiedliche Ansichten, aber das funktioniert trotzdem, weil wir die jeweils anderen respektieren, und wissen, dass alle das Beste für das Unternehmen wollen. Jeder kann immer seine Meinung sagen und wir schaffen es schnell, uns auf einen Weg zu einigen, den dann alle voll mitgehen.

    Angenommen ihr hättet drei Wünsche frei, wie würden diese lauten?

    1. Bei Höhle der Löwen einen Deal zu bekommen

    2. Mitarbeiter zu finden die genauso für das Thema brennen wie wir

    3. Jeder Bäcker kennt die BäckerAI

    Was können wir in Zukunft von euch erwarten?

    Nachdem wir vor kurzem mit der PlanerAI unserer erste Finanzierungsrunde abgeschlossen haben, geht es jetzt bei uns erst richtig los. Wir freuen uns wahnsinnig in den nächsten Wochen unsere ersten Mitarbeiter im Team willkommen zu heißen.

    Zusammen wollen wir mit smarter Software nicht nur die Lebensmittelverschwendung in Bäckereien reduzieren, sondern auch in allen anderen Bereichen mit schnell verderblichen Lebensmitteln den Unternehmen helfen einfach bessere Planungsentscheidungen zu treffen.