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Rudolf-Virchow-Zentrum für Experimentelle Biomedizin

W-Seminar: Gemeinsam forschen

Das so genannte W-Seminar ist im bayerischen Lehrplan für Gymnasien enthalten. „W“ steht für wissenschafts-propädeutisch, d.h. das Seminar soll den Schülern die Methoden wissenschaftlichen Arbeitens näher bringen. Das Rudolf-Virchow-Zentrum stand den Schulen bei der Vermittlung dieser fachlichen und methodischen Grundkompetenzen zur Seite und führte mehrtägige Laborkurse am Zentrum durch. In dem Projekt "Gemeinsam Forschen" wurden die Schüler über eineinhalb Jahre begleitet. Sie bekamen einen authentischen Eindruck vom biomedizinischen Forschungsalltag.

Im Schuljahr 2010/2011 startete das Rudolf-Virchow-Zentrum diesen Pilotversuch. Es betreute vier W-Seminar an verschiedenen Schulen in der Region. Vier Gruppenleiter des Zentrums übernahmen die Patenschaft für jeweils einen Kurs. Die Seminar-Themen orientierten sich an den Forschungsgebieten der Wissenschaftler. Das Highlight des Kurses war ein zweitägiger Besuch und die Mitarbeit im Labor der einzelnen Forscher.

Teilnehmende Schulen:

Deutschhaus-Gymnasium Würzburg
Gymnasium Marktbreit
Johann-Schöner-Gymnasium Karlstadt
Siebold-Gymnasium Würzburg

Deutschhaus-Gymnasium Würzburg

Zeitraum: 09/10 – 01/12
Thema:
 Immunsystem
Arbeitsgruppe:
 Signalprozesse von Immunzellen, Herr Dr. Stephan Kissler
Schule: Deutschhaus-Gymnasium Würzburg, Frau Ilona Landgraf


Zusammenfassung

Impfungen spielen eine wichtige Rolle bei der Ausrottung von Krankheiten. Im Blut lässt sich nachprüfen, ob der Impfschutz noch vorhanden ist. 

Bei diesem W-Seminar untersuchten die Schüler Blutplasmaproben auf das Vorhandensein von Antikörpern von Masern, Mumps, Röteln, Tetanus und Keuchhusten. Dabei lernten sie das Immunsystem und die Methode ELISA kennen.

Gymnasium Marktbreit

Zeitraum: 09/10 – 01/12
Thema: Logistik in der Zelle
Arbeitsgruppe: Signalprozesse entzündungsfördernder Zytokine, Frau PD Dr. Heike Hermanns
Schule: Gymnasium Marktbreit, Frau Dr. Christina Oßwald


Zusammenfassung

Für unser Überleben ist eine Kommunikation zwischen den Organen notwendig. Dabei spielen z.B. Zytokine als Botenstoffe eine wichtige Rolle. 

In diesem W-Seminar beschäftigten sich die Schüler mit Zelltypen, Proteinen und Rezeptoren unter dem Aspekt, wie Kommunikation in den Zellen funktioniert. Dafür untersuchten sie, welche Signalwege durch verschiedene Zytokine aktiviert werden, wo sich aktivierte Proteine und Rezeptoren befinden und ob die Stimulation von Zellen einen Einfluss auf die Zelloberflächenexpression eines Rezeptorkomplexes hat. Die Schüler lernten Zellkultur, Mikroskopie und biochemische Arbeitsmethoden kennen.

Johann-Schöner-Gymnasium Karlstadt

Zeitraum: 09/10 – 01/12
Thema: Pillen der Zukunft
Arbeitsgruppe: DNA-Reparatur und Drug-Design, Frau Prof. Dr. Caroline Kisker
Schule: Johann-Schöner-Gymnasium Karlstadt, Frau Stephanie Klotz


Zusammenfassung

Bakterien spielen eine große Rolle bei verschiedenen Infektionskrankheiten. Mit ihrer Fähigkeit, Resistenzen auszubilden, stellen sie die Forscher vor immer neue Herausforderungen, geeignete Antibiotika zu finden, die auch gegen multiresistente Erreger helfen.

Bei diesem W-Seminar testeten die Schüler verschiedene Substanzen aus dem Haushalt, wie z.B. Honig, Sonnenmilch und Waschmittel, auf ihre Bakterizität. Dafür lernten sie mikrobiologische Arbeitsmethoden wie z.B. verschiedene Kultivierungen von Mikroorganismen kennen.

Siebold-Gymnasium Würzburg

Zeitraum: 09/10 – 01/12
Thema: Tödliche Keime
Arbeitsgruppe: Membran/Zytoskelett-Interaktionen, Herr Dr. Asparouh Iliev
Schule: Siebold-Gymnasium Würzburg, Frau Ursula Renninger


Zusammenfassung

Antibiotika sind aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Sie können bakterielle Infektionen heilen, aber es kommt auch immer wieder zu Resistenzen bei den Bakterien. Resistenzen werden aber auch in der Forschung eingesetzt, um die Bakterienstämme bei Experimenten voneinander zu unterscheiden.

Bei diesem W-Seminar sollten die Schüler mit Hilfe von verschiedenen molekularbiologischen Arbeitsmethoden anhand der Resistenz herausfinden, welchen Bakterienstamm sie bekommen haben. Dadurch erfuhren sie etwas über Bakteriologie und molekularbiologische Arbeitsmethoden.

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