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Intern
Rudolf-Virchow-Zentrum für Experimentelle Biomedizin

AG Dr. Sebastian Geibel

Institut für Molekulare Infektionsbiologie der Universität Würzburg / Elitenetzwerk Bayern

Strukturbiologie der Mycobakterien

Mykobakterien werden typischerweise durch Tröpfcheninfektion wie z.B. durch Anhusten übertragen. In der Lunge werden sie von den Fresszellen des Immunsystems, den Makrophagen, aufgenommen, die sie zerstören sollen. Allerdings haben Mykobakterien ausgeklügelte Mechanismen entwickelt, um sich der Immunabwehr zu entziehen. Einer der wichtigsten Mechanismen ist die Sekretion von Proteinen durch das sogenannte Typ VII Sekretionssystem, das aus 5 verschiedenen Sekretionsmaschinen besteht, die als riesige Proteinkomplexe die mykobakterielle Zellwand durchspannen.

Das Ziel der Arbeitsgruppe Geibel am Institut für Molekulare Infektionsbiologie ist es, die ersten hochaufgelösten dreidimensionalen Strukturen des Typ VII Sekretionssystems unter Ausnutzung modernster Methoden der Strukturbiologie (Elektronenmikroskopie und Röntgenstrukturanalyse) zu bestimmen und ein Modell des Typ VII Sekretions-mechanismus zu generieren. Die dreidimensionalen Strukturen können dann als Grundlage zur Struktur-basierten Wirkstoffentwicklung dienen mit dem Ziel die unterschiedlichen Typ VII Sekretionssysteme spezifisch zu blockieren.

Zusammengefasst wird dieses Projekt unser Verständnis über die Kommunikation zwischen Wirt und Mykobakterien verbessern und die Entwicklung neuer Antibiotika gegen Tuberkulose vorantreiben.

Mehr Details über die AG Geibel finden Sie hier.