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Research Data Management

NFDI

Die Nationale Forschungsdateninfrastuktur (NFDI) soll die Datenbestände der Wissenschaft systematisch erschließen, nachhaltig sichern und in Übereinstimmung mit den FAIR-Prinzipien international zugänglich machen.

Sie wird in einem vernetzten Verbund von eigenständig agierenden Konsortien aufgebaut. Die einzelnen Konsortien sind aus Zusammenschlüssen von interessierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Akteuren aus wissenschaftlichen Infrastruktureinrichtungen entstanden, die fachspezifische Lösungen für das Forschungsdatenmanagement in ihrer jeweiligen Forschungscommunity erarbeiten. Durch die Einrichtung einer Vereinsstruktur findet ein regelmäßiger Austausch zwischen den Konsortien statt.

In dem Video „What is the National Research Data Infrastructure (NFDI)?“ fasst die DFG zusammen, welche Lücke die NFDI in der nationalen Forschungslandschaft schließt, welche Ziele die NFDI verfolgt und wie sie aufgebaut ist.

Die Entwicklung einer Nationalen Forschungsdateninfrastruktur wurde im November 2018 von der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) beschlossen (Pressemitteilung). Die GWK folgte damit der Empfehlung des Rates für Informationsinfrastrukturen (RfII) aus dem Jahr 2016. Die finanziellen Mittel bis 2028 in Höhe von bis zu 90 Millionen Euro jährlich werden von Bund und Ländern bereitgestellt, wobei der Bund 90 Prozent der Kosten tragen wird.

Es wird insgesamt drei Förderrunden geben (2019, 2020 und 2021), in denen Konsortien Anträge auf Finanzierung einreichen können. Die DFG führt jeweils das wissenschaftsgeleitete Begutachtungsverfahren der Förderanträge von Konsortien durch und die GWK trifft auf Basis der Begutachtungsverfahren die Entscheidung, welche Konsortien eine Förderung erhalten.

Formal ist die NFDI durch eine Vereinsgründung (Nationale Forschungsdateninfrastruktur e.V.) im März 2021 eine eigene Rechtspersönlichkeit, die durch ein Direktorat geleitet und koordiniert wird. Hauptaufgabe des Direktorats ist es, die Konsortien bei der Organisation sowie der wechselseitigen Vernetzung zu unterstützen. Der Sitz des NFDI-Direktorats und der Geschäftsstelle ist das FIZ Karlsruhe. Seit März 2020 ist Prof. Dr. York Sure-Vetter Direktor der NFDI.

In der ersten Ausschreibungsrunde erhielten insgesamt neun Konsortien eine Förderzusage (Pressemitteilung):

Geistes-/Sozialwissenschaften

  • NFDI4Culture – Konsortium für Forschungsdaten zu materiellen und immateriellen Kulturgütern
  • KonsortSWD - Konsortium für die Sozial-, Bildungs-, Verhaltens- und Wirtschaftswissenschaften

Medizin, Biologie

  • GHGA - Deutsches Humangenom-Phenomarchiv
  • NFDI4Health - Nationale Forschungsdateninfrastruktur für personenbezogene Gesundheitsdaten
  • DataPLANT - Daten in Pflanzen-Grundlagenforschung
  • NFDI4BioDiversität - Biodiversität, Ökologie und Umweltdaten

Chemie, Ingenieurwissenschaften

  • NFDI4Cat - NFDI für Wissenschaften mit Bezug zur Katalyse
  • NFDI4Chem - Fachkonsortium Chemie in der NFDI
  • NFDI4Ing - Nationale Forschungsdateninfrastruktur für die Ingenieurwissenschaften

Auf der Webseite der DFG sind die Absichtserklärungen der NFDI-Konsortien zur Antragstellung in der zweiten (2020) und dritten (2021) Förderrunde einsehbar. Die Einreichfrist der Anträge für die zweite Ausschreibungsrunde endete am 30. September 2020. Die Entscheidung der GWK, welche Konsortien eine Förderung in der zweiten Ausschreibungsrunde erhalten, wird Anfang Juli 2021 erfolgen.

Die JMU ist durch Mitglieder der Universität in den folgenden Konsortien vertreten:

Geförderte Konsortien

  • NFDI4Chem - Fachkonsortium Chemie in der NFDI (Förderrunde 2019)

Konsortien, die im Jahr 2020 einen Förderantrag gestellt haben

Die JMU ist außerdem seit April 2021 Mitglied im Nationalen Forschungsdateninfrastruktur e.V. und wird dort von Prof. Dr. Ulrich Schatzschneider vertreten.

Weiterführende Links

Erklärungen von Konsortien der NFDI zu gemeinsamen Querschnittsthemen

Positionspapier der FDM-Landesinitiativen zu ihrer Rolle in der NFDI