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Intern
Institut für Pharmazie und Lebensmittelchemie

DPhG-Vorträge (Wintersemester 2020/21)

Pandemie-bedingt mussten im Sommersemester 2020 leider alle DPhG-Vorträge in Würzburg abgesagt werden. Da wir nicht wissen, ob im Wintersemester 2020/21 Präsenzvorträge im Hörsaal wieder möglich sind, haben wir uns dazu entschieden, alle Fortbildungsvorträge als Webseminare unter Verwendung der Software "ZOOM" zu veranstalten.

Wie können Sie an einem Zoom-Webseminar teilnehmen?

  1. Melden Sie sich bitte bis spätestens 3 Tage vor dem jeweiligen Termin des entsprechenden Webseminars an. Die Anmeldelinks finden Sie jeweils unten in der Veranstaltungsankündigung.

  2. Nach der Anmeldung erhalten Sie einige Tage vor dem jeweiligen Veranstaltungstermin eine E-Mail mit dem Teilnahmelink zum ZOOM-Webseminar.
    Um an einem Webseminar teilzunehmen, müssen Sie den entsprechenden Link öffnen. Wenn auf Ihrem Endgerät (PC/Notebook/Tablet/Smartphone) das Programm ZOOM noch nicht installiert ist, wird Ihnen die kostenlose Installation des ZOOM-Programmes bzw. der App angeboten. Nach erfolgreicher Installation werden Sie direkt in den Veranstaltungsraum weitergeleitet. 

    Wir empfehlen, die Installation spätestens 15 Minuten vor Beginn des ersten Webseminares durchzuführen, an dem Sie teilnehmen möchten. Zur Teilnahme an weiteren Webseminaren müssen Sie dann nur noch den jeweiligen Teilnahmelink öffnen und befinden sich direkt im entsprechenden Veranstaltungsraum. Weitere Einstellungen von Ihrer Seite aus sind nicht notwendig. 
     

Teilnahmezertifikat

Die Webseminare sind für das Fortbildungszertifikat der Bayerischen Landesapothekerkammer mit 3 Punkten für Apotheker, PTA und Pharmazeuten im Praktikum anrechenbar. Das Zertifikat wird Ihnen im Anschluss an die Veranstaltung per E-Mail zugesendet.

Webseminare (Beginn: jeweils 20.15 Uhr)

Dienstag, 3. November 2020

Prof. Dr. Dieter Steinhilber

Institut für Pharmazeutische Chemie, Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt am Main

„Vitamin D – ein verkanntes Hormon"

Anmeldung zum Webseminar

Die Entdeckung von Vitamin D (alternativ: Cholecalciferol) beruht auf der Suche nach einem Heilmittel gegen die Rachitis und der Beobachtung, dass bestimmte Lebensmittel wie Lebertran, Butter oder Milch bzw. die Bestrahlung mit Licht in der Lage sind, die Rachitis zu heilen. Da zum Zeitpunkt der Entdeckung bereits die Vitamine A, B und C bekannt waren, wurde die antirachitische Substanz als Vitamin D bezeichnet. Die Bezeichnung Vitamin leitet sich von „Vita“ für Leben und „Amin“ für stickstoffhaltige Verbindungen ab. Zum Zeitpunkt der Entdeckung ging man von der These aus, dass alle lebensnotwendigen Stoffe eine Aminofunktion tragen, beides trifft aber nicht zu.

Vitamin D ist ein Prohormon, welches durch 2-Hydroxylierungsreaktionen bioaktiviert wird. Vitamin D-Mangel führt zu Rachitis und weiteren Störungen im Bewegungsapparat. Der Schwellenwert, ab wann eine Substitution mit Vitamin D3 stattfinden soll, wird allerdings kontrovers diskutiert. Die Effekte von Vitamin D auf den Calcium- und Knochenstoffwechsel werden als die „klassischen Vitamin D-Effekte“ bezeichnet, die nichtklassischen Effekte umfassen beispielsweise die Immunmodulation und vaskuläre Effekte. In diesem Zusammenhang wurde vermutet, dass Vitamin D eventuell ein therapeutisches Potenzial bei Erkrankungen wie Diabetes, Tumoren, Hypertonie, kardiovaskulären und renalen Komplikationen oder bei Infektionskrankheiten haben könnte.

Im Rahmen des Vortrags werden die verschiedenen Aspekte der Supplementierung mit Vitamin D beleuchtet.


Dienstag, 10. November 2020

Prof. Dr. Kristina Lorenz

Institut für Pharmakologie und Toxikologie, Lehrstuhl für Pharmakologie und Toxikologie, Julius-Maximilians-Universität Würzburg, Würzburg

 „Krebstherapie kann Herzprobleme fördern - welche Ansätze gibt es?“

Anmeldung zum Webseminar

Krebspatienten haben eine immer größere Lebenserwartung. Arzneimittel-induzierte Nebenwirkungen gewinnen daher an Aufmerksamkeit. Diese machen sich zum Beispiel in Form einer Herzmuskelschädigung und damit der Entwicklung einer Herzinsuffizienz bemerkbar. Für die häufig eingesetzten Anthrazykline ist eine herzschädigende Wirkung schon lange bekannt, aber auch sogenannte zielgerichtete Substanzen, d.h. spezifischere Therapieansätze, in der Krebstherapie haben akute und chronische kardiale Nebenwirkungen zur Folge. Wir beschäftigen uns mit der Raf/MEK/ERK1/2-Kaskade, die unter anderem bei Herzinsuffizienz, verschiedenen Tumorerkrankungen und auch bei genetischen Erkrankungen, den sogenannten RASopathien, eine zentrale Rolle spielt. Die Inhibition der Enzyme kann schwere kardiale Nebenwirkungen hervorrufen. Wir haben eine vielversprechende alternative Targeting-Strategie identifiziert, die im Gegensatz zu den herkömmlichen Hemmstoffen der Kaskade, nur die pathologischen Funktionen der Enzyme hemmt und die für das Überleben von Herzmuskelzellen wichtige Aktivität hingegen unbeeinflusst lässt. Ein solch selektives Eingreifen in die verschiedenen Enzymfunktionen scheint eine verbesserte Effizienz und kardiale Sicherheit von Tumortherapeutika in Aussicht zu stellen.


Dienstag, 1. Dezember 2020

Dr. Yvonne Yockel-Schneider

Poliklinik für Zahnerhaltung und Paradontologie, Universitätsklinikum Würzburg, Würzburg

„Gesund beginnt im Mund - Verbesserung der parodontalen und vaskulären Gesundheit durch Auflösung proinflammatorisch wirksamer Dysbiosen in der oralen Mikrobiota.“

Anmeldung zum Webseminar

Lange Zeit wurde die Entstehung parodontaler Erkrankungen einem unspezifischen krankheitsförderlichen Überwachsen bakterieller Zahnbeläge und damit einem Mangel an häuslicher Zahnpflege zugeordnet. Nach dem aktuellen ätiologischen Modell der ökologischen Plaquehypothese liegt die zentrale Ursache parodontaler Erkrankungen in der Entstehung einer proinflammatorisch wirksam werdenden Dysbiose der oralen Mikrobiota. Basis des erweiterten Würzburger Konzeptes ist neben dieser symptomatischen Behandlung (Reduktion der Plaquemenge) auch eine kausale Therapie (Modulation des oralen Keimspektrums) durch Ernährungslenkung oder die Substitution Probiotischer Schlüsselkeime wie Lactobacillus reuteri.


Dienstag, 12. Januar 2021

Vortrag in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Geschichte der Pharmazie (DGGP)

Dr. des. Christian Redmann

Stadt-Apotheke Ebermannstadt

 „Apotheker im Film und Fernsehen – Erkenntnisse zum Fremdbild in den Medien“

Anmeldung zum Webseminar

Abstraktum folgt.