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    Hochschuldidaktik ProfiLehre

    Blended-Learning-Seminare

    Ein innovatives Weiterbildungsangebot für interessierte Teilnehmer:innen und Hochschuldidaktiker:innen

    a) Sie absolvieren gerade unser Zertifikatsprogramm und suchen nach passenden Angeboten?
    Helfen Sie bei der Gestaltung unseres Kursprogramms mit!

    Die nachfolgend vorgestellten Blended-Learning-Seminare wurden im Rahmen des Verbundprojekts QUADIS – Qualität digital gestützer Lehre an bayerischen Hochschulen steigern erstellt. Die Kurse werden von Hochschuldidaktiker:innen aller bayerischen Universitäten und HAWs in interdisziplinären Teams entwickelt. Das Kursangebot wird bis Ende 2024 laufend erweitert. Wenn Sie Interesse haben, einen der aufgeführten Kurse zu besuchen, kontaktieren Sie uns gerne über profilehre@uni-wuerzburg.de und teilen uns Ihr gewünschtes Seminar mit. Sollten sich genügend Teilnehmer:innen finden, leiten wir eine Durchführung in die Wege.

    Aufbau der Blended-Learning-Seminare: Die Kurse sind für eine Online-Durchführung in synchronen und asynchronen Phasen (Online-Präsenz und Selbstlernelemente) konzipiert, stehen zweisprachig zur Verfügung (DE/EN) und lassen sich aufgrund ihrer modularen Struktur je nach Bedarf an einem oder auch mehreren Terminen durchführen.

     

    b) Sie führen hochschuldidaktische Weiterbildungen durch und möchten Ihr Repertoire erweitern?

    Gerne können Sie in unserem Repositorium auf der vhb stöbern. Die Kurse sind mit didaktischen Handreichungen für Sie als Seminarleiter:innen ausgestattet. Darüber hinaus können Sie bei konkreten Fragen zur Durchführung mit den Kursersteller:innen über die Plattform Mattermost (Link folgt in Kürze) in Austausch treten. Wenn eines der verfügbaren Blended-Learning-Seminare Ihr Interesse geweckt hat und sich gut in Ihr Portfolio einfügt, erreichen Sie uns unter profilehre@uni-wuerzburg.de.

     

    Bereich A – Lehr-/Lernkonzepte

    Das BLS "Aktivierende Methoden für die digital gestützte Lehre" dient dazu, Lehrenden bei der Auswahl, Planung und Durchführung von aktivierenden Methoden für die digital gestützte Lehre zu unterstützen. Ziel dieser Methoden ist die Anregung der Studierenden zu eigenständigem und konstruktivem Lernen sowie die Steigerung von Interaktivität.

    Um diese Methoden in den eigenen Lehrveranstaltungen sinnvoll einsetzen zu können, bietet dieser Kurs verschiedene Module zu den lernpsychologischen und didaktischen Grundlagen von aktivierender, digital gestützter Hochschullehre, die gemeinsam und in Einzelarbeit einstudiert werden können. Weitere Module beinhalten Materialien und Übungen zu konkreten interaktiven Methoden und ihren Anwendungsmöglichkeiten sowohl für synchron als auch asynchron durchgeführte digital gestützte Lehre. Ergänzt werden diese Module durch Übungen, deren Fokus auf der Reflexion und Anwendung der Methoden durch die Teilnehmer:innen liegt. Dies kann in asynchroner Form durch die didaktische Planung einer Kurseinheit durch die Teilnehmer:innen und im Anschluss daran in einer kollegialen Feedbackphase durchgeführt werden, in der die Teilnehmer:innen die geplanten Einheiten in ihrem Kurs einsetzen und gezielt Feedback bekommen.

    Nicht selten gehen Lehrende und Studierende mit unterschiedlichen Vorstellungen und Erwartungen in eine Lehrveranstaltung. Während Lehrende ihre Veranstaltung häufig auf Grundlage der zu vermittelnden Inhalte planen, steht für die Studierenden zur Gestaltung ihres Lernprozesses meist die Prüfungsform im Vordergrund. Infolge dieser Diskrepanz kann es zu Orientierungslosigkeit bei der Prüfungsvorbereitung und mangelnder Beteiligung in der Lehrveranstaltung kommen, was wiederum auf beiden Seiten Unzufriedenheit auslösen kann. Lösung dieses Dilemmas kann die Planung der Lehrveranstaltung nach den Grundsätzen des Constructive Alignments bieten.

    Dieses Seminar, das von Martina Venus (BayZiel) erstellt wurde, stellt den Ansatz des Constructive Alignments vertieft dar. In einer Kombination aus einführenden Selbstlerneinheiten und vertiefenden synchronen Seminarsitzungen eignen die Teilnehmenden sich die Schritte zur Planung einer Lehrveranstaltung nach dem Ansatz des Constructive Alignment an.

    Moodle ist das am häufigsten genutzte Lernmanagementsystem an deutschen Hochschulen. Obwohl viele Dozierende Moodle verwenden, werden dessen vielfältige Potenziale nur selten ausgenutzt. Oft wird es als reine Dateiablage verwendet, die jedoch nur eine von vielen Möglichkeiten darstellt. Ferner bietet Moodle Funktionen und Aktivitäten, die Lernprozesse von Studierenden fördern und begleiten können. Außerdem ist Moodle eine hilfreiche Stütze für die Realisierung von Blended-Learning-Seminaren.

    Mit diesem Seminar sollen Dozierende einen tieferen Einblick in die Arbeit mit Moodle in der Lehre erhalten. Einerseits sollen Grundlagen von Moodle vermittelt und die ersten Schritte zur konkreten Nutzung erklärt werden, andererseits steht der didaktisch sinnvolle Einsatz von Moodle für unterschiedliche Lehr-Lernsettings im Fokus.

    Service Learning verknüpft das wissenschaftliche Studium (Learning) mit gemeinnützigem Engagement (Service). Dieses Seminar, das von Marina Fleck (KU Eichstätt-Ingolstadt) erstellt wurde, rückt die Methode Service Learning und ihren Einsatz im Hochschulkontext in den Fokus. Dabei wird die Bedeutung von Service Learning als eine der Strategien zur Erfüllung der Third Mission in der Ausbildung Studierender veranschaulicht. Ausgehend von Modellen und Prinzipien werden Wirkungen und Grenzen des Service Learnings für die Bildung Studierender sowie Potentiale für Universitäten und Kooperationspartner vorgestellt. Zusätzlich werden Modelle zur Durchführung von Service Learning in der konkreten Planung von Lehrveranstaltungen diskutiert und reflektiert.

    Bereich B – Präsentation und Kommunikation

    Konstruktives und lernförderliches Feedback ist für eine gelingende Hochschullehre unabdingbar. Die Rückmeldung zur Hausarbeit oder dem Studierendenbeitrag sind nur zwei kleine Beispiele aus dem Lehralltag. Angemessenes und konstruktives Feedback bewegt sich innerhalb gewisser Grenzen. So will es gelernt sein, Feedback zu geben als auch es zu bekommen.

    Dieses Seminar beleuchtet das Thema Feedback vor allem aus lern- und kommunikationspsychologischer, wie auch aus systemischer Sicht. Im Seminar soll Feedback geben und bekommen nicht als reine Technik verstanden werden. Eine bloße Reduktion auf einen immer funktionierenden „Mechanismus“ würde die Komplexität der sozialen Realität verfehlen und zum reinen Kalkül verkürzen. Vielmehr zielt das Seminar auf eine Sensibilisierung für die Besonderheiten zwischenmenschlicher Kommunikation, auf die Reflexion eigener Kommunikationsmuster, Motive und Überzeugungen. Neben den theoretischen Inhalten festigen regelmäßige Rollenspiele und Austauschrunden das Gelernte.

    Lehrvorträge und Vorlesungen gehören zu den wichtigsten Methoden des akademischen Lehrens und Lernens. In diesem Blended-Learning-Seminar werden einige wichtige Erkenntnisse der Rhetorik für die Lehre aufbereitet. Dazu gehören insbesondere die sogenannten Produktionsstadien der Rede sowie Aufbau und sprachliche Gestaltung des Vortrags. Der Rückgriff auf die klassische Rhetorik und die Produktionsstadien ermöglicht es Lehrenden, die verschiedenen Schritte bei der Vorbereitung unter didaktischen und rhetorischen Gesichtspunkten zu reflektieren. Ein Schwerpunkt wird auf die sprachlichen und rhetorischen Mittel eines Vortrags gelegt, auch wenn diese selbstverständlich nicht umfassend dargelegt werden können. Aus diesem Grund wird jedoch besonderer Wert auf praktische Übungen gelegt, die die Vorbereitung eines Vortrages unterstützen. Neben der Vorbereitung kleinerer Vorträge steht insbesondere die Analyse der rhetorischen und sprachlichen Mittel eines Vortrags im Mittelpunkt. Der Kurs erfordert die Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit anderen Lehrenden sowie das kritische Hinterfragen eigener Ansätze und Verhaltensweisen.

    Internationalisierung bringt mit sich, dass an Universitäten Angehörige vieler verschiedener Nationen miteinander lernen, die sich in ihrer akademischen Kultur zum Teil stark unterscheiden. Im vorliegenden Blendend-Learning-Seminar (BLS) „Interkulturelle Kommunikation in der Hochschullehre“ stehen der interkulturelle Austausch und die Erfahrung im Vordergrund. Dabei geht es vor allem um erfahrungsgeleitetes Lernen. Die konkreten interkulturellen Erfahrungen sollen beobachtet und reflektiert werden. Dieses BLS ist primär an Lehrende gerichtet, die in ihrem Alltag mit internationalen Studierenden zu tun haben.

    Moodle ist das am häufigsten genutzte Lernmanagementsystem an deutschen Hochschulen. Obwohl viele Dozierende Moodle verwenden, werden dessen vielfältige Potenziale nur selten ausgenutzt. Oft wird es als reine Dateiablage verwendet, die jedoch nur eine von vielen Möglichkeiten darstellt. Ferner bietet Moodle Funktionen und Aktivitäten, die Lernprozesse von Studierenden fördern und begleiten können. Außerdem ist Moodle eine hilfreiche Stütze für die Realisierung von Blended-Learning-Seminaren.

    Mit diesem Seminar sollen Dozierende einen tieferen Einblick in die Arbeit mit Moodle in der Lehre erhalten. Einerseits sollen Grundlagen von Moodle vermittelt und die ersten Schritte zur konkreten Nutzung erklärt werden, andererseits steht der didaktisch sinnvolle Einsatz von Moodle für unterschiedliche Lehr-Lernsettings im Fokus.

    Bereich C – Prüfen

    Bewerten und Benoten ist ein zentraler Bestandteil des Prüfprozesses, der die Aussagekraft und Qualität der Prüfung wesentlich mitbestimmt. Dabei soll die Bewertung nicht nur angemessen, sondern insbesondere auch transparent und nachvollziehbar sein; gleichermaßen transparent für die Prüfenden wie für diejenigen, deren Leistung zu bewerten ist. Benoten ist zwar ein wichtiger Teilprozess, ist aber letztlich von nachgeordneter Bedeutung. Die Abbildung eines größeren numerischen Spektrums auf die Frage des Bestehens/Nicht-Bestehens sowie der Differenzierung nach (wenigen) Notenstufen im Falle des Bestehens ist allerdings auch ein Entscheidungsprozess, der nicht allein technisch zu begründen ist.

    Ziel des Seminars ist es, auf die Bedeutung des Bewertungsprozesses für den gesamten Prüfprozess aufmerksam zu machen und passende Strategien und Hilfsmittel zu erarbeiten, um den Prozess sauber und fair zu gestalten. Wir werden uns auf schriftliche Modulprüfungen konzentrieren, aber immer auch Schlussfolgerungen für andere Prüfungsformate ziehen.

    Bereich D – Reflexion und Evaluation

    Konstruktives und lernförderliches Feedback ist für eine gelingende Hochschullehre unabdingbar. Die Rückmeldung zur Hausarbeit oder dem Studierendenbeitrag sind nur zwei kleine Beispiele aus dem Lehralltag. Angemessenes und konstruktives Feedback bewegt sich innerhalb gewisser Grenzen. So will es gelernt sein, Feedback zu geben als auch es zu bekommen.

    Dieses Seminar beleuchtet das Thema Feedback vor allem aus lern- und kommunikationspsychologischer, wie auch aus systemischer Sicht. Im Seminar soll Feedback geben und bekommen nicht als reine Technik verstanden werden. Eine bloße Reduktion auf einen immer funktionierenden „Mechanismus“ würde die Komplexität der sozialen Realität verfehlen und zum reinen Kalkül verkürzen. Vielmehr zielt das Seminar auf eine Sensibilisierung für die Besonderheiten zwischenmenschlicher Kommunikation, auf die Reflexion eigener Kommunikationsmuster, Motive und Überzeugungen. Neben den theoretischen Inhalten festigen regelmäßige Rollenspiele und Austauschrunden das Gelernte.

    Digitale Lehre in synchroner (Zoom) und asynchroner Form stellt immer eine Form der Medienrezeption dar und bietet damit im Vergleich zur klassischen Präsenzlehre nicht nur neue Möglichkeiten, sondern auch neue Probleme. Eines der Hauptprobleme ist die reduzierte soziale Eingebundenheit der Studierenden.

    Das Seminar fokussiert auf psychologische (Soziale Präsenz) und technische (Lernen in virtueller Realität) Methoden, dieses Defizit zu beheben und so den Lernerfolg zu steigern sowie die Drop-Out-Rate zu verringern. Hierbei werden die psychologischen Grundlagen von Aufmerksamkeit und Ablenkung in Lehrveranstaltungen vermittelt sowie der gesellschaftliche Rahmen thematisiert, in dem das Lernen mit digitalen Medien stattfindet. Unterschiedliche Interventionen werden vorgestellt und prominente Mythen (15-Minuten-Aufmerksamkeit, Multitasking) kritisch reflektiert. Zusätzlich wird die Methode der sozialen Anreicherung von Lernsituationen kontextualisiert (Besprechung verwandter Interventionen: Pädagogische Agenten, Gamification, Narration und Anthropomorphisierung).

    Die Reflexion der eigenen Lehre ist ein wesentliches Element von Lehrexpertise. In einer Teaching Philosophy setzen Sie sich mit Ihren Einstellungen und Haltungen zur Hochschullehre auseinander und beschreiben Ihre eigene Rolle als Dozent:in. Gleichzeitig stellen Sie Ihre Qualitäten und Prioritäten dar und analysieren Ihren Umgang mit Problemen und kritischen Rückmeldungen.

    Sie skizzieren, was Ihnen bei Ihrer Lehre wichtig ist und wie Sie versuchen, die Lernprozesse von Studierenden zu unterstützen. Zudem legen Sie mit Ihrer Teaching Philosophy den Grundstein für die Erstellung eines Lehrportfolios.