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Virtual Exchange

In den vergangenen 20 Jahren hat das Konzept der Virtual Mobility zunehmend Einzug in die Internationalisierungsdiskurse an Hochschulen gehalten und ist seitdem eng verbunden mit dem Konzept der „Internationalisation at Home“. Wie der Name bereits nahe legt, handelt es sich hier um eine rein digitale Studien- oder Lehrerfahrung, die es den TeilnehmerInnen ermöglicht, über einen begrenzten Zeitraum interkulturelle Erfahrungen zu sammeln, ohne physisch das Land zu verlassen.

In Abgrenzung hierzu setzt das Konzept des Virtual Exchange (VE) einen klaren Fokus auf Dialog und (idealerweise) langfristiges transformatives Lehren und Lernen. Laut Definition der  “Virtual Exchange Coalition“ beispielsweise bezeichnet das Konzept „technology-enabled, sustained, people-to-people education programs”. Dieses Netzwerk besteht seit 2011 und InteressentInnen erhalten hier Einblicke in die innovativen Projekte und Aktivitäten verschiedener Akteure.

Einen optimalen Einstieg für interessierte Lehrende in die Thematik bietet die Aufzeichnung des Webinars „Erasmus+ Virtual Exchange and Internationalization at Home“  mit Dr. Francesca Helm und Sarah Guth von der Universität Padua am 23. März 2018. Das Webinar wurde von der Education Innovation WG der Coimbra Group in Kooperation mit der Academic Exchange and Mobility WG und dem E-Learning Center der Jaggelonen-Universität, Krakau, veranstaltet.  

Helm, die auch die Vize-Vorsitzende der Education Innovation WG ist, und Guth stellen an dem Programm Erasmus+ Virtual Exchange exemplarisch dar, wie breit gefächert und strukturiert das Angebot im Bereich des digitalen interkulturellen Dialogs ist, fundieren dies anhand von Begleitforschung und vermitteln durch Gut-Praxis-Beispiele, wie vielschichtig Studierende, Lehrende  und Hochschulen von Virtual Exchange profitieren und zur „Internationalisierung zu Hause“ beitragen können. Zur Aufzeichnung

Weitere Beiträge aus der Webinarreihe der Education Innovation WG der Coimbra Group sind online verfügbar. Zu den Videos

Innovative Lehre mit Erasmus+ Virtual Exchange gestalten

Die Zielgruppe des Programms sind junge Erwachsene aus Europa und den südlichen Mittelmeerländern im Allgemeinen. Die Teilnahme an einem der vier digitalen Dialogformate ist nicht an eine Hochschulzugehörigkeit geknüpft, aber aus der Dozierendenperspektive heraus betrachtet ergeben sich vielschichtige Möglichkeiten zur Anreicherung, Erweiterung oder Neukonzeption ihrer Lehrveranstaltungen.

Das Format des Online Facilitated Dialogue bietet Studierenden ein interkulturelles, interdisziplinäres, multiethnisches und in möglicherweise vielen weiteren Aspekten heterogenes Lernumfeld.  Im Rahmen eines moderierten Gruppendialoges können sie dort ihre eigenen Prägungen reflektieren und in Aushandlungsprozesse mit anderen treten. Die Online-Diskussionen erstrecken sich über einen Zeitraum von 4-8 Wochen und können durch individuelle Portfolioarbeit begleitet werden oder eine Präsenzlehrveranstaltung flankieren, im Rahmen derer die Studierenden zum Beispiel ihr kulturreflexives Denken schulen oder Englisch als Welt- und Zweitsprache praktisch erproben sollen – um nur einige von zahllosen denkbaren Zielsetzungen zu nennen.  

Wenn Sie dieses Angebot  von Erasmus+ für Ihre Lehre zu nutzen möchten,  erhalten Sie hier weitere Informationen zum Connect-Programm, dem Zugang auf institutioneller Ebene, und können sich dort auch per „expression of interest“ bewerben.

Diesem sehr niedrigschwelligen Implement gegenüber steht das sogenannte Training to Develop Virtual Exchange Projects (TEP) von Erasmus+.  Hierbei handelt es sich um ein Trainingsformat für DozentInnen, mit dem Ziel ein transnationales und interdisziplinäres Lehrprojekt kooperativ zu realisieren. In zwei konsekutiven Online-Modulen erhalten TeilnehmerInnen in Selbsterfahrung erste Einblicke in VE und lernen Good-Practice-Projekte kennen, die durch Erasmus+ realisiert wurden. Das darauf aufbauende Advanced Training begleitet den kooperativen Planungs- und Gestaltungsprozess der beteiligten Akteurinnen und Akteure. Weiterführende Informationen erhalten Sie hier.

Bitte beachten Sie, dass die aktuelle Bewerbungsphase für TEPs bis zum 25. August 2019 (Basistraining) bzw. bis zum 6. Oktober 2019 (Aufbautraining) läuft.

Die erfolgreiche Teilnahme an einem TEP ist mit 1 AE pro Online-Trainingseinheit für unser Aufbaustufen-Zertifikat im Bereich A (Lehr-Lernkonzepte) in der Grundstufe anrechenbar.
Ausführliche Informationen zum Zertifikat der Aufbaustufe

Natürlich erhalten Sie nach dem Coaching eine Teilnahmebescheinigung, die mit 2 AE (Bereich A, Grundstufe) für unsere Hochschuldidaktik-Zertifikate angerechnet werden kann.

Anfrage zu einem Beratungsgespräch

Wenn Sie mehr über das Thema Virtual Exchange erfahren möchten, melden Sie sich gerne bei uns:
Mail: profilehre@uni-wuerzburg.de
Tel: 0931/31-84538