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    Coimbra-Tagung: Fokus auf Diversity und Kultur

    11.07.2019

    - EIN ARTIKEL DES ONLINE-MAGAZINS EINBLICK DER UNIVERSITÄT WÜRZBURG - Die Coimbra-Gruppe ist ein Zusammenschluss von traditionsreichen Universitäten Europas. Bei der diesjährigen Jahrestagung der Gruppe in Polen war auch die Universität Würzburg als langjähriges Mitglied wieder vertreten.

    Spitzentreffen von Moderne und Tradition: Bei der Jahrestagung der renommierten universitären Coimbra-Gruppe nahmen kürzlich auch zwölf Delegierte der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) teil – in diesem Jahr an der polnischen Jagiellonen-Universität in Krakau. Themen wie Diversity, der Brexit, EU-Hochschulpolitik sowie die internationale Kooperation der JMU mit europäischen Spitzenuniversitäten standen im Fokus der Würzburger Delegation.

    „Die Mitarbeit in der Coimbra-Gruppe hilft uns, die Internationalisierung zu beschleunigen und so die Wettbewerbsfähigkeit auch für die Zukunft zu sichern“, erklärt hierzu Florian Evenbye, Botschafter der JMU bei der Coimbra-Gruppe. Zudem erhielten die Delegierten direkt von Spitzenbeamten der Europäischen Kommission Informationen über neue Entwicklungen und Planungen in der EU-Hochschulpolitik.

    Für Baris Kabak, Vizepräsident der JMU für Internationalisierung, waren die Planungen für eine neue Working Group (WG) im Bereich „Diversity“ der Coimbra-Gruppe von besonderer Bedeutung: „Zusammen mit den Rektorenkolleginnen und -kollegen haben wir uns für dieses wichtige Thema eingesetzt, nachdem die diesjährige Tagung unter dem Motto ‚Women in the University – the past, the present and the future‘ stand und spannende Beiträge vorgetragen wurden. Diversity umfasst dabei neben Genderfragen natürlich auch die für die Internationalisierung so wichtigen Bereiche der Integration – sowohl von Studierenden mit Migrationshintergrund, als auch von internationalen Studierenden, Mitarbeitenden und anderen Gästen, die aus dem Ausland an die JMU kommen.“

    Internationale Kooperation

    Auch thematisch wurde während der Tagung das breite Fächerspektrum der Universitäten deutlich –zum Vorteil von Studierenden, Lehrenden und Forschenden. Denn generell sollen Austauschprogramme zwischen den Mitgliedern ausgeweitet werden – trotz des Brexits und der damit verbundenen Schwierigkeiten für britische Coimbra-Universitäten (Bristol, Durham, Edinburgh).

    In den Bereichen Infection Biology, Cancer Biology und Ageing sollen Zertifikatsstudien in Masterprogrammen geschaffen werden. In der Friedens- und Konfliktforschung sollen Entwicklungskooperationen ausgeweitet werden. Neue Sommerschulen und Symposien sind in den Geistes- und Sozialwissenschaften bereits in Planung, darunter ein Workshop zum „Machine Learning in the Social Sciences and Humanities“ in Würzburg am 17. und 18. Oktober 2019. Zudem soll die internationale Kooperation der Coimbra-Gruppe mit Universitätsnetzwerken in Lateinamerika gestärkt werden, wie der Montevideo-Gruppe oder der Coimbra-Gruppe Lateinamerikas, die sich das europäische Original zum Vorbild genommen hat.

    Ein Blick auf die Kultur

    Im MINT-Bereich sollen Studierende künftig stärker mit dem Thema Kulturerbe in Berührung kommen. Außerdem soll die populäre virtuelle Ausstellung von Schätzen der Mitgliederuniversitäten ausgebaut werden. Da die Universitäten zu den wichtigsten Kulturinstitutionen der Länder zählen, sind über die Jahrhunderte zahlreiche Schätze in Archiven, Sammlungen und Museen hinzugekommen.

    Im Bereich der virtuellen Bildung über Ländergrenzen hinweg wurden mehrere Projekte unter Beteiligung der JMU vorgestellt und weiterentwickelt. Im Programm des Career Centres und des ASQ-Pools werden Studierenden zwei Module zu Erasmus+ Virtual Exchange zur Verfügung stehen, und in der Hochschuldidaktik soll eine Zusammenarbeit innerhalb des EU-Projekts EVOLVE erfolgen. Und für die EU-Konferenz zu „20 Jahre Bologna Reform“ am 24. und 25. Juni in Bologna wurden Empfehlungen erarbeitet, die unter dem Beitrag „Careers and Skills for the Labour Market of the Future“ vorgestellt wurden.

    INFO: Für die JMU nahmen an der Jahrestagung teil: Baris Kabak (für die Universitätsleitung), Alois Palmetshofer (WG Life Sciences), Brigitte Burrichter (WG Social Sciences and Humanities) und Florian Evenbye (Repräsentant der JMU bei der Coimbra Gruppe sowie WG Academic Exchange and Mobility). Weitere Delegierte der JMU: Kristina Förster (WG Education Innovation), Marcus Holtz (WG Heritage), Julien Bobineau (WG Development Cooperation), Stephan Schröder-Köhne (WG Doctoral Studies), Katharina Scheffner (WG Latin America), Annette Retsch (WG Employability), Angela Esgen-Prangishvili (WG Research Support Offices) und Susanne Hermann (WG Academic Exchange and Mobility; Quality Assurance und Innovations in Mobility).

     

    Quelle: https://www.uni-wuerzburg.de/aktuelles/einblick/single/news/coimbra-tagung-fokus-auf-diversity-und-kultur/

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