Neuer Kurs ab April: Chinesisch für Wirtschaftswissenschaftler


Im April 1996 startete an der Universität Würzburg ein im süddeutschen Raum bislang einmaliges Projekt: "Chinesisch für Wirtschaftswissenschaftler". Aufgrund der positiven Erfahrungen wird dieses Lehrangebot nun weitergeführt - Studierende der Wirtschaftswissenschaften können somit in Würzburg auch künftig eine nicht alltägliche Zusatzqualifikation erwerben.

    Das auf vier Semester angelegte Pilotprojekt "Chinesisch für Wirtschaftswissenschaftler", das seinerzeit im Rahmen des Ausbaus und der Verbesserung der Fachsprachenausbildung begann, wird von der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät in Zusammenarbeit mit dem Institut für Sinologie der Universität Würzburg durchgeführt. Die Finanzmittel wurden bislang vom Kultusministerium zur Verfügung gestellt.

    Obwohl das gesamte Projekt aus dem Stand realisiert werden mußte, sei es bei den Studierenden der Wirtschaftswissenschaften auf große Resonanz gestoßen, sagt der Sinologe Prof. Dr. Dieter Kuhn. Ende Februar 1999 werden etwa ein Dutzend Studierende an der Abschlußprüfung des Studienelements "Chinesisch für Wirtschaftswissenschaftler" teilnehmen. Die entsprechenden Zertifikate sind durch die Prüfungsordnung als Wahlpflichtfach im Rahmen der Diplomprüfung in den Wirtschaftswissenschaften anerkannt.

    Ausgangspunkt für das Pilotprojekt war die Erkenntnis, daß insbesondere durch die zunehmende Globalisierung der Weltmärkte nicht nur an die Wirtschaft allgemein, sondern auch an Hochschulabsolventen neue Anforderungen gestellt werden. Gerade sie müssen Chancen und Risiken dieses neuen Marktes einschätzen können. Das neue Wahlpflichtfach eröffnet ein zusätzliches Ausbildungsprofil, das auch von der Wirtschaft bereitwillig aufgenommen wurde: Mehrere Firmen erklärten sich sofort bereit, Praktikumsplätze zur Verfügung zu stellen. Dadurch konnten die Studierenden schon während des Pilotprojektes Erfahrungen in China sammeln.

    Der Würzburger Sinologie-Professor umreißt die Ziele des Pilotprojektes so: "Vorrangig geht es um die Sprachausbildung, doch es werden auch unentbehrliche landeskundliche und historische Kenntnisse sowie eine Einführung in die chinesische Mentalität vermittelt. Die Studierenden erhalten gute Grundkenntnisse der modernen chinesischen Sprache, so daß sie zur Lektüre von wirtschaftlichen Texten fähig sind und gesprochene Nachrichtensendungen verstehen können. Sie werden mit der Terminologie des Wirtschaftslebens - Handel, Produktion, Finanzen, Joint Ventures - und der deutsch-chinesischen Zusammenarbeit zur Erschließung und Bearbeitung des chinesischen Marktes vertraut gemacht."

    "Chinesisch für Wirtschaftswissenschaftler" wird in der vorlesungsfreien Zeit (im April und Oktober 1999 und 2000) in Form von zwei- bzw. dreiwöchigen Intensivkursen sowie während der Vorlesungszeit als normaler Sprachkurs mit sechs Semesterwochenstunden durchgeführt. Die anspruchsvolle und zeitintensive Ausbildung soll den Studierenden neue Perspektiven und Arbeitsfelder im späteren Berufsleben eröffnen.

    Für weitere Informationen und Anmeldungen zum neuen Kurs, der am 19. April 1999 beginnt, stehen zur Verfügung: das Sekretariat des Instituts für Sinologie, Am Hubland, Bau 7, Zimmer 12, T (0931) 888-5571, E-Mail:
dieter.kuhn@mail.uni-wuerzburg.de


    sowie das Sekretariat des Lehrstuhls für Volkswirtschaftslehre, Geld und internationale Wirtschaftsbeziehungen, Sanderring 2, Zimmer 482, T (0931) 31-2945, E-Mail bzw. Internet:
nicolas.schlotthauer@mail.uni-wuerzburg.de

http://www.wifak.uni-wuerzburg.de/wilan/wifak/vwl/vwl1/china.htm




John S. Chipman zum Ehrendoktor ernannt


Für seine "grundlegenden Beiträge zur Theorie der Außenwirtschaft und zur Index- und Aggre-gationstheorie" hat die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Universität Würzburg dem 72jährigen Ökonomen John S. Chipman die Ehrendoktorwürde verliehen. Der Festakt fand am 18. Dezember 1998 im Toscanasaal der Residenz statt.

    In seiner Laudatio führte der Würzburger Professor Dr. Hans G. Monissen aus, daß die Fakultät die Verleihung der Ehrendoktorwürde an Prof. Chipman außerdem mit dessen Bemühungen um eine Synthese des neoklassischen Paradigmas auf "empirischer und dogmenhistorischer Grundlage" begründet habe. Prof. Chipman zähle zu den führenden Außenhandelstheoretikern unserer Zeit. Seine theoretischen Beiträge zeichneten sich durch eine unerreichte Beherrschung dogmenhistorischer Zusammenhänge aus. Der amerikanische Ökonom J. Bhagwati habe Chipman als "a master craftman, a scholar's scholar" charakterisiert.

    Die Kenntnisse von Prof. Chipman in der ökonomischen Literatur seien phänomenal und sicherlich einzigartig. Laut Prof. Monissen ist der Amerikaner, anders als die meisten Spezialisten auf dem Gebiet der Dogmengeschichte, mit der Statistik und Ökonometrie vertraut genug, um die relevante Literatur voll verstehen zu können. Zudem gebe es nur wenige Wissenschaftler, die seine mathematischen Fähigkeiten aufweisen und gleichzeitig in der Lage sind, die Literatur in mehr als zwei Sprachen aufzuarbeiten.

    John S. Chipman, 1926 im kanadischen Montreal geboren, studierte Wirtschaftswissenschaften und politische Wissenschaften an der McGill University in Montreal und promovierte an der Johns Hopkins University in Baltimore. Chipman war zunächst Assistant Professor an der Harvard University, bevor er an die University of Minnesota ging, wo er noch heute als Regents' Professor tätig ist.

    Als Gastprofessor hat er an europäischen und amerikanischen Hochschulen gewirkt, unter anderem in Konstanz, Heidelberg, Stockholm, Wien, Harvard und Chicago. Doch auch den Würzburger Studierenden ist der amerikanische Wirtschaftswissenschaftler nicht unbekannt: Im Sommersemester 1998 nahm er eine Gastprofessur an der Alma Julia wahr und hielt dabei unter anderem Vorlesungen über Wohlfahrts- und Außenwirtschaftstheorie.

    John S. Chipman wurde bei der Feier im Toscanasaal in einer zweiten Laudatio gewürdigt: Prof. Norbert Schulz, Ph.D., ging dabei zum Teil detailliert auf das Werk des Geehrten ein. Der Würzburger Professor führte unter anderem vor Augen, daß Chipman sich nicht den Modewellen der Wissenschaft unterwerfe und damit oft ein unbequemer Denker sei. So habe er wiederholt vorschnelle Einwände gegen die neoklassische Theorie widerlegt.

    Prof. Chipman sei ein Wissenschaftler, der seine Arbeiten stets mit einer außergewöhnlich genauen Analyse der bisherigen Erkenntnisgewinne in einem bestimmten Problemkreis beginne. Dadurch vermeide er es, das "Rad neu zu erfinden". Vielmehr verstehe er es in herausragender Weise, durch eine solche Analyse zu neuen Erkenntnissen zu kommen. Als Beispiel seien seine Arbeiten zum sogenannten "Transferproblem" anzusehen.

    Nach der Überreichung der Ehrendoktorurkunde hielt Prof. Chipman den Festvortrag in englischer Sprache. Er referierte über "The History of German Utility Theory" und wollte diesen Abriß über die Geschichte der Nutzentheorie in Deutschland als eine Hommage an die deutsche klassische Ökonomik verstanden wissen.

    Den Festakt im Toscanasaal hatten zuvor Universitätspräsident Prof. Dr. Theodor Berchem und der Dekan der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät, Prof. Dr. Peter Bofinger, mit Grußworten eröffnet. Für die musikalische Begleitung der Feier sorgten zwei Mitglieder des Würzburger Hermann Zilcher-Konservatoriums, Bernd Kremling und Jeon Sozong. Im Anschluß fand ein Empfang in der Gemäldegalerie des Martin-von-Wagner-Museums statt.



Feierte 60. Geburtstag: Prof. Dr. Rüdiger Ahrens


Am 3. Januar feierte Prof. Dr. Rüdiger Ahrens seinen 60. Geburtstag. Seit 1980 hat er an der Universität Würzburg den Lehrstuhl für Didaktik der englischen Sprache und Literatur inne, der 1997 um die Komponente "Kulturwissenschaft der englischsprachigen Länder" erweitert wurde.

    Rüdiger Ahrens, geboren in Höxter/Weser, studierte Anglistik, Romanistik, Philosophie und Pädagogik an den Universitäten Göttingen, Dijon und Erlangen-Nürnberg. Nach einem Forschungsaufenthalt in London und der Bearbeitung eines Habilitationsprojekts zum Klassizismus und Modernismus in der englischen Literaturtheorie von der Renaissance bis zum Augustan Age an der TU Hannover wurde er 1970 an die Universität Trier berufen. Einen Ruf an die Universität Erlangen-Nürnberg lehnte er 1977 ab und wurde schließlich 1980 nach Würzburg berufen.

    In den Jahren 1975 und 1976 war er als Forschungsstipendiat der Leverhulme Foundation Gastprofessor an der Universität Cambridge, 1978 als "Fulbright Scholar" in den USA. Für seine Forschungen zur englischen Literatur der Renaissance wurde ihm Ende der 70er Jahre ein Akademie-Stipendium der Volkswagen-Stiftung zuerkannt. 1984 nahm er eine Kurzzeitdozentur in Taiwan wahr, eine weitere folgte 1987 am Language Institute der Universität Beijing.

    Nach dem Aufenthalt in China wurde ihm die Möglichkeit einer Gastprofessur an der Women's Catholic University in Tokyo eingeräumt. Dort sowie in Kyoto und Nagoya hielt Prof. Ahrens zahlreiche Gastvorträge. 1990 machte er im Auftrag der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) eine Forschungs- und Vortragsreise nach Kanada und Australien. Eine weitere Gastdozentur wurde ihm 1994 vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) für die chinesische Jiangxi University of Finance and Economics in Nanchang zuerkannt, die ihm im selben Jahr eine Ehrenprofessur verlieh.

    Seit dem Beginn seiner Tätigkeit in Würzburg hat Prof. Ahrens die Partnerschaft mit Stadt und Universität Caen zu intensiven Kontakten mit den dortigen Anglisten und Romanisten genutzt. Seine rege Vortragstätigkeit bei zahlreichen Konferenzen in Caen sowie seine andauernden Bemühungen um den Studentenaustausch veranlaßten im Jahre 1996 die normannische Universität, ihn zu ihrem Ehrendoktor zu ernennen. Im Jahr zuvor hatte die "Academia Scientarium et Artium Europaea" Rüdiger Ahrens aufgrund seiner wissenschaftlichen Arbeiten und seines Einsatzes für die europaweite wissenschaftliche Zusammenarbeit zu ihrem Mitglied berufen.

    In das ERASMUS-Program der Europäischen Union hat sich Prof. Ahrens von Anbeginn an eingebracht: Seit 1988 baute er konsequent ein europaweites "Internationales Kooperations-Programm" auf, in dessen Rahmen jährlich fast 200 Studierende, davon rund 35 aus Würzburg, ein Auslandsstudium absolvieren. An diesem Netzwerk sind 14 Universitäten in Griechenland, Italien, Spanien, Frankreich, Großbritannien und Deutschland beteiligt, zwischen denen die Studenten- und Dozentenmobilität gefördert wird. Darüber hinaus hat Prof. Ahrens während seiner gesamten beruflichen Tätigkeit als Gutachter im Anglisten- und Nordamerika-Programm des DAAD und seit 1981 auch im Mehrsprachenwettbewerb des "Bundeswettbewerbs Fremdsprachen" mitgewirkt.

    Seine mehr als 200 Veröffentlichungen in Buch- und Aufsatzform konzentrieren sich im Bereich der englischen Literatur auf die Shakespeare-Zeit, die englische und amerikanische Literaturtheorie, die englische Literatur des 20. Jahrhunderts (Drama und Roman) sowie im besonderen Maß auf die Literaturdidaktik und seit neuestem auf die englischsprachigen Literaturen in Kanada und Australien. 1995 gewährte ihm die kanadische Regierung ein Forschungsstipendium zu Arbeiten an der University of British Columbia in Vancouver und an der University of Toronto. Er war 1995 maßgeblich an der Publikation des "Handbuchs Englisch als Fremdsprache" beteiligt und betreut unter anderem als Herausgeber die Zeitschrift "Anglistik" des Deutschen Anglistenverbandes und die in New York erscheinende Zeitschrift "Symbolism. An International Journal of Critical Aesthetics". Gegenwärtig ist Rüdiger Ahrens Dekan der Philosophischen Fakultät II.



Prof. Dr. Rudolf Schnackenburg wurde 85


Am 5. Januar feierte der Theologe Prof. Dr. Rudolf Schnackenburg seinen 85. Geburtstag. Er hatte früher den Lehrstuhl für Neutestamentliche Exegese an der Universität Würzburg inne, befaßte sich also mit der Erklärung und Auslegung des Neuen Testaments.

    Rudolf Schnackenburg, 1914 in Kattowitz (Schlesien) geboren, studierte Philosophie und Theologie an der Universität Breslau und promovierte dort 1937. Im selben Jahr wurde er zum Priester geweiht. Danach war er, unterbrochen von einer Zivilgefangenschaft in Rußland, in der Seelsorge tätig. Ende 1947 habilitierte er sich an der Universität München für das Fach Neutestamentliche Exegese. Von 1948 bis 1951 blieb er als Privatdozent in München, ging dann als Professor an die Philosophisch-Theologische Hochschule in Dillingen. 1955 wechselte Rudolf Schnackenburg an die Philosophisch-Theologische Hochschule in Bamberg.

    Dem Ruf auf den Würzburger Lehrstuhl für Neutestamentliche Exegese folgte er 1957. Hier wuchs die Zahl seiner Doktoranden und Habilitanden stetig an. Die Tatsache, daß diese nicht nur aus dem europäischen Ausland, sondern auch aus Kanada, USA, Südamerika und vom afrikanischen Kontinent kamen, belegt das internationale Ansehen und den Bekanntheitsgrad des Würzburger Theologen. Rufe an die Universitäten Münster und München lehnte Prof. Schnackenburg ab und blieb stattdessen bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1982 an der Alma Julia.

    Auch im kirchlichen Bereich engagierte sich der Professor: Er wirkte als Berater der Päpstlichen Bibelkommission, des Sekretariats für die Einheit der Christen und des deutschen Episkopats für Glaubens- und Sittenfragen. Zudem gehörte er einige Jahre lang der Internationalen Päpstlichen Theologenkommission an. Für seine Verdienste erhielt er 1964 den Titel "Päpstlicher Hausprälat".

    Durch sein Wirken als Forscher und Lehrer hat Rudolf Schnackenburg die Entwicklung der modernen Bibelwissenschaft wesentlich beeinflußt. Immer bekannte er sich dazu, daß die Exegese von der Wissenschaft zum Leben, von der Vergangenheit in die Gegenwart führen müsse. Seine Veröffentlichungen "Die sittliche Botschaft des Neuen Testaments" und "Gottes Herrschaft und Reich" hatten auch Einfluß auf das Zweite Vatikanische Konzil.

    Unter anderem war Rudolf Schnackenburg, der sich stets um Ökumene bemühte, Präsident der "Studiorum Novi Testamenti Societas", einer weltweiten Vereinigung aller Neutestamentler verschiedenster Konfessionen. Zudem gab er viele Jahre die Reihe "Evangelisch-Katholischer Kommentar zum Neuen Testament" mit heraus. Aus der stattlichen Zahl seiner Publikationen sind seine Kommentare zum Johannesevangelium und zu den Johannesbriefen hervorzuheben, die in viele Sprachen übersetzt wurden und heute noch Aktualität besitzen.

    Dem Würzburger Theologen wurden viele Auszeichnungen und Ehrungen zuteil, darunter die Ehrendoktorwürde der Theologischen Fakultät der Universität Innsbruck sowie das Große Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.



Kommission: Weiterentwicklung der Informatik


Mit der Weiterentwicklung der Informatik an den bayerischen Hochschulen wird sich eine Kommission befassen, die im Dezember in München zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammentrat.

    Dies sei vor dem Hintergrund der großen Nachfrage nach Informatikprodukten und Fachkräften sowie der von der Staatsregierung angekündigten High-Tech-Offensive zu sehen, welche der Informations- und Kommunikationsstechnik in der Zukunft eine herausragende Rolle beimesse, wie Wissenschaftsminister Hans Zehetmair bei der Sitzung sagte.

    Aus einer Mitteilung des Ministeriums geht hervor, daß die Kommission den Stand der Informatikausbildung und -forschung in Bayern bewerten und überlegen soll, wie die bestehenden Strukturen verbessert und ausgebaut werden können. Dabei werde auch das Verhältnis der Informatik zu ihren Anwendungsgebieten neu zu bestimmen sein: Die Informatik müsse als ein mit der Mathematik vergleichbares Grundlagenfach in die Lehre der meisten anderen Fächer Eingang finden, so Minister Zehetmair.

    Vorsitzender der Kommission, der neben Wissenschaftlern bayerischer Universitäten und Fachhochschulen auch Vertreter von Wirtschaftsunternehmen aus diesem Bereich angehören, ist Prof. Gerhard Krüger von der Universität Karlsruhe. Die Arbeit des Gremiums wird sich auch auf die Informatik an der Universität Würzburg auswirken: Wie Ministerpräsident Dr. Edmund Stoiber bereits am 29. Oktober 1998 in seiner Regierungserklärung vor dem Landtag angekündigt hat, sollen in Garching, Passau, Erlangen/Nürnberg, Augsburg und Würzburg Kompetenzzentren für Informations- und Kommunikationstechnologie entstehen. Für Würzburg ist im Rahmen der High-Tech-Offensive der Ausbau der technischen Informatik vorgesehen. Außerdem wird für die Wirtschaftsinformatik ein Verbund der Standorte Bamberg, Bayreuth, Nürnberg, Regensburg und Würzburg angestrebt.

    Per Fax-Mitteilung voraus



Ausstellung über Martin Walser in der Universitätsbibliothek


Im Foyer der Universitätsbibliothek Würzburg am Hubland ist bis 9. Februar die Ausstellung "Martin Walser: Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels 1998" zu sehen.

    Gezeigt wird ein Querschnitt aus Leben und Werk des Autors. Insbesondere werde auch Walsers umstrittene Friedenspreisrede und ihr Widerhall in der Öffentlichkeit dokumentiert, wie aus einer Mitteilung der Universitätsbibliothek hervorgeht. Aktueller Anlaß für die Ausstellung sei Walsers jüngster autobiographischer Roman "Ein springender Brunnen", aus dem der Autor demnächst im Rahmen der Würzburger "Werkstattgespräche mit Autoren der deutschen Gegenwartsliteratur" lesen wird. Diese Lesung in der Universitätsbibliothek ist für den 27. Januar 1999 vorgesehen.

    Die Ausstellung, die von Bibliotheksreferendar Dr. Hans-Günther Schmidt konzipiert wurde, ist zu den üblichen Öffnungszeiten der Universitätsbibliothek am Hubland zu sehen: Montag bis Freitag von 8.00 bis 21.00 Uhr, Samstag von 9.00 bis 18.00 Uhr.



Festkolloquium zu Ehren von Prof. Uhlmann


Zu Ehren des früheren Rektors und Lehrstuhlinhabers für Statistik der Universität Würzburg, Prof. Dr. Werner Uhlmann, veranstaltet die Fakultät für Mathematik und Informatik ein Festkolloquium.

    Anlaß ist der 70. Geburtstag, den Prof. Uhlmann im September 1998 feierte. Das Festkolloquium beginnt am Freitag, 22. Januar, um 15.00 Uhr im Hörsaal 2 des Naturwissenschaftlichen Hörsaalgebäudes am Hubland. Vorgesehen sind Grußworte von Universitätspräsident Prof. Dr. Theodor Berchem, vom Dekan der Fakultät, Prof. Dr. Jürgen Albert, und vom derzeitigen Vertreter des Lehrstuhls für Statistik, Prof. Dr. Rainer Göb. Die folgenden wissenschaftlichen Festvorträge befassen sich mit den Themen "Statistische Qualitätskontrolle heute - einige Beiträge" (Prof. Dr. Hans Wolff, Rektor der Universität Ulm) und "Ein Vergleich verschiedener Optimalitätskonzepte für zweifache Attributprüfpläne" (Prof. Dr. Wolf Krumbholz, Hamburg).



Kammerkonzert im Toscanasaal


    Werke für Violine und Klavier von Bach, Kreisler, Mozart, Chopin, Wieniawski und Szymanowski stehen auf dem Programm eines Kammerkonzertes, das am Samstag, 16. Januar, ab 18.30 Uhr im Toscanasaal im Südflügel der Residenz stattfindet. Es musizieren Katharina Cording (Violine) und Karla Cording (Klavier). Anlaß für diese Veranstaltung, die im Rahmen der Reihe "Musik in der Neurologie" läuft, ist ein in Würzburg durchgeführtes wissenschaftliches Symposium der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung über "Multiple Sklerose-Forschung". Für den Konzertabend wird ein Unkostenbeitrag von 15 Mark erhoben (ermäßigt 10 Mark). Eine Kartenreservierung ist unter T (0931) 201-5751 und 201-5753 möglich.



Immanuel Kant-Promotionsstipendien vergeben


Auf Einladung von Prof. Dr. Dietmar Willoweit hat Anfang Dezember an der Universität Würzburg ein Auswahlausschuß sechs Kandidaten für die Immanuel Kant-Promotionsstipendien 1999 ausgesucht.

    Diese Stipendien werden alljährlich für die Bearbeitung von Dissertationsthemen über "Kultur, Geschichte und Entfaltung" der Deutschen in den historischen deutschen Ostgebieten sowie in Siedlungsgebieten im östlichen Europa vergeben. Die Mittel werden im Rahmen der Kulturförderung vom Bundeskanzleramt bereitgestellt.

    Bei der Sitzung des Auswahlausschusses, die am Institut für deutsche und bayerische Rechtsgeschichte der Universität Würzburg stattfand, wurden sechs Forschungsvorhaben in die Förderung aufgenommen. Das Themenspektrum reiche dabei, wie Prof. Willoweit mitteilt, von der Kriminalitätsgeschichte im frühneuzeitlichen Thorn und der kaiserlichen Osteuropapolitik um 1700 über das Musikleben in Kronstadt und den Einfluß Lockes auf Kant bis zum Deutschen Ostmarkenverein und der alliierten Friedenstruppe in Oberschlesien 1920/22.

    Anträge auf eine Förderung einschlägiger Promotionsthemen mittels Immanuel Kant-Stipendien können jeweils bis 31. Juli beim Vorsitzenden des Auswahlausschusses eingereicht werden: Prof. Dr. Roderich Schmidt, Schückingstraße 36, 35037 Marburg.



Neue Sonderforschungsbereiche in Bayern


Vier neue Sonderforschungsbereiche (SFB) wird es in diesem Jahr in Bayern geben, und zwar an der Universität Erlangen-Nürnberg, der Universität München sowie an der Technischen Universität München.

    Damit habe die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) rund ein Fünftel von bundesweit 21 neuen SFB in Bayern eingerichtet, wie Wissenschaftsminister Hans Zehetmair im Dezember mitteilte. Er betonte, daß die Bewilligung von Sonderforschungsbereichen ein besonderes Gütezeichen für die Forschung an einer Universität darstelle. Insgesamt verfüge der Freistaat mit den vier neuen nunmehr über 48 SFB. Alleine acht davon sind an der Universität Würzburg etabliert.

    Im neuen SFB 1682 an der Universität Erlangen-Nürnberg sollen Mechanismen der Entstehung, Erhaltung, Schädigung und Regeneration des Nierengewebes untersucht werden, um neue Ansätze für diagnostische und therapeutische Maßnahmen bei Nierenerkrankungen zu finden. Der SFB 1733 "Virale Funktionen und Immunmodulation" an der Universität München befaßt sich mit der Integration von Grundlagenarbeiten und klinischer Forschung auf Forschungsgebieten, die für den Erfolg der Gentherapie wesentlich sind.

    Die beiden folgenden SFB sind an der Technischen Universität München angesiedelt. Im Rahmen des SFB 1731 "Wirklichkeitsnahe Telepräsenz und Teleaktion" wird angestrebt, beispielsweise für Telemedizin und -chirurgie neue Anwendungen zu erschließen. Im SFB 1738 sollen Strategien für die Therapie bestimmter Krebsformen - gynäkologische Tumore sowie Tumore des Magen-Darm-Traktes und des Blutsystems - entwickelt werden.



Seminar: Existenzgründung aus Hochschulen


Die Seminar- und Workshopreihe des Universitätsbundes Würzburg und der Fakultät für Biologie, die sich an potentielle Existenzgründer aus der Hochschule richtet, wird am Freitag, 15. Januar, fortgesetzt.

    Um 15.00 Uhr referiert Diplom-Ingenieur Peter Kartmann von der Innovationsberatungsstelle Nordbayern bei der Landes-Gewerbe-Anstalt über "Finanzierung, Risikokapital, Förderprogramme". Um 17.30 Uhr spricht dann Prof. Dr. Wolfgang Freericks, Inhaber des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre und Betriebswirtschaftliche Steuerlehre an der Universität Würzburg über "Steuerliche Aspekte". Die Teilnahme an dieser Veranstaltungsreihe ist kostenlos, Anmeldung und weitere Informationen: Unibund, T (0931) 888-4241, E-Mail bzw. Internet
vorstand@unibund.uni-wuerzburg.de

http://www.unibund.uni-wuerzburg.de



WISSENSCHAFTSPREISE




Würzburger Förderpreis für Phytotherapie vergeben


Drei Wissenschaftler wurden am 11. Dezember mit dem "Würzburger Förderpreis für Phytotherapie" ausgezeichnet. Der Hauptpreis ging an eine Arbeit, die sich mit der Kulturgeschichte der Melisse auseinandersetzt.

    Der Begriff Phytotherapie steht für eine Krankenbehandlung, die auf Arzneistoffen pflanzlicher Herkunft basiert. Der so benannte Würzburger Förderpreis kommt für wissenschaftliche Arbeiten in Frage, die sich unter einem historischen Aspekt mit der Verwendung von Heilpflanzen beschäftigen. Die Auszeichnung ist mit 12.000 Mark dotiert und wurde 1996 von Dorothea Maiwald gestiftet.

    Der Förderpreis des Jahres 1998 wurde auf drei Wissenschaftler aufgeteilt. Hauptpreisträger ist der Apotheker Dr. Thomas Richter (6.000 Mark), Lehrbeauftragter für Geschichte der Medizin an der Universität Würzburg. Seine fächerübergreifende Dissertation zur Kulturgeschichte der Melisse entstand sowohl am Institut für Geschichte der Medizin als auch am Lehrstuhl für Pharmazeutische Biologie der Alma Julia. In seiner Arbeit hat Dr. Richter geistes- und naturwissenschaftliche Aspekte verknüpft. So konnte er deutlich machen, daß eine Arzneipflanze nicht nur Objekt der Naturwissenschaften und der Medizin, sondern auch der Kunst- und Kulturgeschichte ist.

    Der zweite Preis ging an Dr. Michael Freyer (4.000 Mark), wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Kulturgeschichte der Universität Erlangen-Nürnberg, für seine Untersuchungen zur Geschichte europäischer Arzneipflanzen. Den dritten Preis schließlich erhielt PD Dr. Dominik Groß (2.000 Mark) vom Würzburger Institut für Geschichte der Medizin für seine Habilitationsschrift über die Beziehungen mittelalterlicher und neuzeitlicher Wundärzte zur Phytotherapie.

    Die Preisurkunden wurden bei einer Feier im Institut für Geschichte der Medizin überreicht, bei der auch die Stifterin des Förderpreises anwesend war. Ansprachen hielten unter anderem Institutsvorstand Prof. Dr. Dr. Gundolf Keil und Universitätsvizepräsident Prof. Dr. Jobst Böning. Die Redner betonten mehrfach, wie wichtig fächerübergreifende Arbeiten seien. Denn heute bestünde leicht die Gefahr, daß Forscher gerade wegen der oft notwendigen Spezialisierung zu "gelehrten Ignoranten" werden. Anders ausgedrückt: "Man weiß immer mehr über immer weniger und schließlich alles über nichts."


FORSCHUNGSPROJEKTE




Psychologen fragen: Wie verläßlich sind Erinnerungen?


Es gibt Dinge, die behält man besser stillschweigend im Gedächtnis. Doch sobald ein Mensch sich über seine Erinnerungen äußern soll oder muß, tun sich Probleme auf. Gerade bei Zeugenvernehmungen, polizeilichen Ermittlungen oder therapeutischen Situationen kommt es auf die Genauigkeit der eigenen Erinnerungen an. Aber inwiefern ist darauf überhaupt Verlaß?

    Mit dieser Frage befassen sich Prof. Dr. Fritz Strack, Dr. Jens Förster und Dr. Lioba Werth am Institut für Psychologie der Universität Würzburg. Wie die Wissenschaftler erläutern, kann alleine schon die Art, in der eine Frage gestellt wird, den Menschen in seiner Erinnerung beeinflussen: So werde die Frage, ob man das rote Auto gesehen habe, in der Regel eher bejaht als die Frage, ob man ein rotes Auto gesehen habe. Bei der Verwendung des bestimmten Artikels werde dem Fragesteller Wissen darüber unterstellt, daß jenes rote Auto tatsächlich dagewesen sei. Daher lasse sich ein "unsicherer Befragter" von dieser Formulierung eher zu einer Ja-Antwort verleiten als bei Vorgabe des unbestimmten Artikels. Dieser Mechanismus habe vor allem bei der Befragung von Zeugen einen nicht zu unterschätzenden Einfluß.

    Jedoch konnten die Würzburger Psychologen anhand von Untersuchungen zeigen, daß dies nicht generell zutreffen muß: Personen werden nämlich nur dann von solchen Frageformulierungen manipuliert, wenn sie kein eigenes Wissen über ihre Erinnerungsprozesse besitzen. Kann nämlich jemand von sich behaupten: "Nein, wenn so etwas aufgetreten wäre, dann würde ich mich jetzt daran erinnern!", dann spielt es keine Rolle mehr, in welcher Art die Frage formuliert wurde - die Person lasse sich in ihrer Erinnerung nicht beeinflussen, wie die Psychologen herausgefunden haben.

    Wie das Wissen über das eigene Erinnerungsvermögen Beeinflussungen verhindern kann, machen die Wissenschaftler um Prof. Strack noch an einem anderen Beispiel deutlich: "Angenommen, Ihr Ehepartner fragt, ob Sie in den letzten vier Wochen mit einer Kollegin oder einem Kollegen geflirtet hätten. Vermutlich würden Sie antworten: 'Kann sein, kann auch nicht sein. Das kann ich jetzt nicht mehr mit Sicherheit sagen!' Auch wenn Ihnen kein Flirt in Erinnerung ist, würden Sie vermutlich nicht ausschließen, daß es dennoch einen gegeben haben könnte. Wenn Sie aber gefragt würden, ob Sie vor vier Wochen einen Seitensprung begangen hätten, so könnten Sie diese Frage auch heute noch mit großer Sicherheit beantworten, da Sie glauben, sich auf jeden Fall daran zu erinnern, wenn Sie ein Schäferstündchen gehabt hätten. Wenn Sie sich an keines erinnern könnten, würden Sie daraus schließen, daß es auch keines gegeben hat."

    Folglich könne ein Leitsatz zum erfolgreichen Schutz vor Manipulation heißen: "Erkenne Dich selbst, und Dein Wissen wird Dich vor Beeinflussung bewahren!" Es sei also, so die Würzburger Forscher, von einem hohen wissenschaftlichen und auch von öffentlichem Interesse zu untersuchen, auf welche Weise das "Wissen über sich selbst" vor solchen Einflüssen schützen kann und wo seine Grenzen liegen. Bei dieser Aufgabe wird die Arbeitsgruppe am Lehrstuhl für Psychologie II von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert.

    Weitere Informationen: Dr. Jens Förster, T (0931) 31-2873, Fax (0931) 31-2812, E-Mail:
foerster@psychologie.uni-wuerzburg.de




Pflanzen bergen Stoffe gegen die Angst


Ob Prüfungssituationen, Gruselfilme oder ein Sprung vom Zehn-Meter-Brett: Während der eine in solch angsteinflößenden Momenten kaum erschrickt, zittern dem anderen sofort die Knie - und manche Menschen verlieren sogar regelrecht die Nerven.

    Die Evolution hat die meisten Menschen davor bewahrt, bei banalen Anlässen mit panischer Angst zu reagieren. Sie hat dabei geholfen, Angst zu überwinden oder sich ihr erneut zu stellen. Sind diese Fähigkeiten jedoch abhanden gekommen, wird die Angst überwertig und führt zu starken Beeinträchtigungen der Lebensführung.

    An einer solchen Panikstörung leiden etwa zwei Prozent der Bevölkerung. "Wie man heute weiß, erkranken deren nächste Angehörige ebenfalls ungewöhnlich häufig; eine erbliche Vorbelastung ist in hohem Maße wahrscheinlich", sagt Prof. Dr. Helmut Beckmann, Direktor der Psychiatrischen Klinik der Universität Würzburg. Bei solchen Patienten scheine ein Regulationsmechanismus außer Kraft gesetzt, der den Körper vor überschießenden Reaktionen bewahren soll. Erforscht sei dieser Mechanismus bislang noch wenig.

    Bekannt ist, daß über den Botenstoff GABA beruhigende Wirkungen an Nervenzellen des Gehirns vermittelt werden können. Über entsprechende GABA-Rezeptoren entfalten auch die wirksamsten angstlösenden Medikamente, sogenannte Benzodiazepine, ihre Wirkung. Benzodiazepine - dazu gehört zum Beispiel Valium - wurden erstmals 1957 synthetisiert. Sie seien heute aus der Medizin nicht mehr wegzudenken, so Prof. Beckmann: "Seit langem zählen sie zu den am häufigsten verordneten Arzneien."

    Daß Benzodiazepine und eine Reihe weiterer Moleküle mit ähnlichen Eigenschaften auch in der Natur vorkommen, wurde Ende der 80er Jahre belegt und überraschte die Fachwelt zunächst. Tatsächlich finden sich nicht nur in tierischem und menschlichem Blut Spuren dieser beruhigend und angstlösend wirkenden Stoffe. Auch in verschiedenen Pflanzen und Früchten wurden sie nachgewiesen, zum Beispiel in Kartoffeln und Weizen. Über die biologische Bedeutung, insbesondere für den menschlichen Organismus, existieren nur wenige Erkenntnisse. Geht die beruhigende Wirkung mancher traditioneller Heilpflanzen vielleicht auf Benzodiazepine zurück? Ist der Mensch möglicherweise sogar auf eine regelmäßige Zufuhr dieser Substanzen mit der Nahrung angewiesen?

    Diese und andere Fragen zu Herkunft, chemischer Struktur und medizinischer Bedeutung von Naturstoffen mit angstlösenden Eigenschaften stehen im Mittelpunkt eines fakultätsübergreifenden Projektes an der Universität Würzburg, das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert wird. Dabei kooperieren die Psychiatrische Klinik und deren Labor für Klinische Neurochemie (Prof. Dr. Peter Riederer) mit dem Julius-von-Sachs-Institut für Biowissenschaften (Prof. Dr. Franz-Christian Czygan), dem Lehrstuhl für Lebensmittelchemie (Prof. Dr. Peter Schreier) und dem Lehrstuhl für Organische Chemie I (Prof. Dr. Gerhard Bringmann).

    Innerhalb dieses Verbundprojektes untersuchen die Wissenschaftler gemeinsam bereits bekannte und neue Wirkstoffe aus einheimischen und exotischen Pflanzen, wobei sie verschiedene, sich gegenseitig ergänzende Analyseverfahren anwenden. Sie prüfen auch, inwieweit natürliche angstlösende Substanzen beim Menschen als Biomarker zum Beispiel für die Erfassung von erblichen Angststörungen dienen können und ob sich damit neue Perspektiven für Vorbeugung, Diagnose und Therapie eröffnen.

    Weitere Informationen: Prof. Dr. Helmut Beckmann, T (0931) 203-300, Fax (0931) 203-427, E-Mail:
beckmann@mail.uni-wuerzburg.de



WISSENSCHAFTLICHE TAGUNGEN




Aktuelles aus der Forschung über Multiple Sklerose


Rund 70 Wissenschaftler aus dem deutschsprachigen Raum, deren Forschungsarbeiten über die Multiple Sklerose von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung gefördert werden, treffen sich am Freitag und Samstag, 15. und 16. Januar, zu einem Symposium in Würzburg.

    Auf dieser Veranstaltung, die von der Neurologischen Klinik der Universität Würzburg in den Greisinghäusern organisiert wird, wollen die Forscher ihre Projekte über Grundlagen, Entstehung und neue Therapien der Multiplen Sklerose (MS) und anderer Entmarkungserkrankungen des Nervensystems vorstellen und diskutieren. Es werden sowohl Grundlagenforscher als auch klinisch tätige Wissenschaftler erwartet.

    Das Symposium wird von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung finanziert. Diese unterstützt, jeweils der Empfehlung von Fachgutachtern folgend, wissenschaftliche Projekte zur Erforschung und Behandlung der MS.

    Weitere Informationen: PD Dr. Peter Rieckmann, T (0931) 201-5766 oder -5756, Fax (0931) 201-3488 oder -3489, E-Mail:
p.rieckmann@mail.uni-wuerzburg.de




Welche Rolle das Geschlecht bei Ritualen spielt


Rituale sind ein zentrales Thema in allen Religionen und Kulturen. Sie begleiten Lebensabschnitte wie Geburt, Heirat und Tod sowie kultische Handlungen wie Beschwörung, Gebet und Sakrament. Bei einer internationalen Tagung an der Universität Würzburg, die von Donnerstag bis Samstag, 21. bis 23. Januar, in der Universität am Sanderring und in der Residenz stattfindet, sollen die Zusammenhänge von Geschlecht und Ritual erörtert werden.

    Veranstalter ist ein Würzburger Graduiertenkolleg, das seit Mai 1998 besteht und der Frage nach der "Wahrnehmung der Geschlechterdifferenz in religiösen Symbolsystemen" nachgeht. An der Tagung, zu der rund 50 Teilnehmer erwartet werden, nehmen Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus Deutschland, der Schweiz und den USA teil. Sie wird am Donnerstag, 21. Januar, um 18.00 Uhr im Toscanasaal der Residenz durch den Präsidenten der Universität, Prof. Dr. Theodor Berchem, eröffnet. Das erste Referat zum Thema "Göttinnen, Mädchen, Matronen und alte Frauen - das weibliche Element im Kult der Griechen" hält dann Prof. Dr. Uta Kron aus Jena.

    Von besonderem Interesse wird in diesen drei Tagen die Frage nach der Bedeutung der Geschlechterdifferenz in Ritualen sein. Gibt es für Frauen und Männer darin Unterschiede? Wenn ja, warum, und worin bestehen sie? Welche Geschlechterrollen kommen zum Tragen? Wird die Geschlechtergrenze dabei verstärkt oder aufgehoben? Der Schwerpunkt liegt auf den altorientalischen und antiken Kulturen (Assyrien, Altisrael und Griechenland), es kommen jedoch zugleich Aspekte der Biologie, Entwicklungspsychologie, Religionsphilosophie und Fundamentaltheologie zur Sprache.

    Den Anstoß zu dieser Problembetrachtung gibt die feministische und theologische Kritik am Patriarchat in der heutigen Gesellschaft und in der kirchlichen Tradition. Es wird vermerkt, daß Frauen mit ihren Erwartungen und Erfahrungen in herrschenden Ritualen wenig Beachtung finden.

    Weitere Informationen: Prof. Dr. Elmar Klinger, Sprecher des Graduiertenkollegs, T (0931) 31-2525, Fax (0931) 888-7083, E-Mail:
thgk001@mail.uni-wuerzburg.de




Geographie im 21. Jahrhundert


Den Abschluß der Festveranstaltungen zum Jubiläum "100 Jahre Geographie in Würzburg" bildet ein Fachkolloquium, das am Freitag und Samstag, 22. und 23. Januar, im Institut für Geographie der Universität Würzburg am Hubland stattfindet. Es steht unter dem Motto "Die Geographie im 21. Jahrhundert - regionale Kompetenz in globaler Perspektive".

    Im Wechsel mit den wissenschaftlichen Vorträgen wird dabei unter dem Titel "Arbeitswelten Geographie" auch ein Kontakt-Forum angeboten. Es soll den Informationsaustausch mit Absolventen des Instituts für Geographie ermöglichen, die auf dem nicht-universitären geographischen Arbeitsmarkt Fuß gefaßt haben. Außerdem wird im Rahmen des Kolloquiums der Karl-Sapper-Preis der Fakultät für Geowissenschaften an vier herausragende Absolventen/innen des Studienjahres 1997/98 vergeben. Begleitend ist in der Universitätsbibliothek am Hubland die Ausstellung "100 Jahre geographische Forschungen in Würzburg" zu sehen, die bis 30. Januar zu den Öffnungszeiten der Bibliothek zugänglich ist.

    Das Fachkolloquium will Perspektiven, aber auch Probleme und Herausforderungen für die Geographie aufzeigen. Denn diese inhaltlich sehr breit gefächerte Wissenschaftsdisziplin, die niemals eine reine "Stadt-Land-Fluß"-Geographie war, sondern immer versucht hat, auch den Hintergründen räumlicher Ungleichheiten auf den Grund zu gehen, ist zunehmend gefordert: Die Naturgeographie beschäftigt sich zum Beispiel mit Fragen der Klimaentwicklung oder den Möglichkeiten zur nachhaltigen Nutzung von Grundwasser und Boden. Dagegen ist die Wirtschafts- und Sozialgeographie unter den Stichworten Globalisierung, Standortverlagerung von Industrien und Märkten und nicht zuletzt Bevölkerungsentwicklung und -wanderung gefragt. Vor diesem Hintergrund ist auch die didaktische Aufarbeitung des jeweiligen Forschungsstandes für die Schule eine wesentliche Aufgabe. Ihr wird am Lehrstuhl für Didaktik der Geographie Rechnung getragen.

    Während des Fachkolloquiums erörtern sieben internationale Referenten die Stellung der Geographie in der Wissenschaftswelt. Unter ihnen ist der ehemalige Minister für Forschung und Unterricht der afrikanischen Republik Niger und derzeitige Dekan der Geowissenschaften der Würzburger Partneruniversität Niamey/Niger, Prof. Dr. Aboubakar Adamou. Ebenso wird der ehemalige Vorsitzende der Internationalen Geographischen Vereinigung, Prof. Dr. Herman Verstappen aus den Niederlanden, anreisen. Als weiterer Referent wird Prof. Dr. Heinz Wanner (Bern/Schweiz) über geographische Klimaforschung sprechen.

    Daneben haben folgende Vertreter aus der deutschen geographischen Hochschul-Landschaft ihr Kommen angekündigt: Prof. Dr. Heiner Dürr, Bochum (Geographie als Kulturwissenschaft des Fremden), Prof. Dr. Hartwig Haubrich, Freiburg (Geographie-Didaktik im 21. Jahrhundert), Prof. Dr. Rolf Sternberg, Köln (Wirtschaftsgeographie) sowie Dr. Gerald Wood, Duisburg (Entwicklungsperspektiven regionaler Geographie).

    Das Fachkolloquium wird unterstützt von der Fakultät für Geowissenschaften, der Geographischen Gesellschaft Würzburg, dem Dorint-Hotel Würzburg, der "Chancenregion Mainfranken", der Industrie- und Handelskammer Würzburg-Schweinfurt, den Landkreisen Bad Kissingen und Main-Spessart, dem "Fränkischen Weinland" sowie den Firmen Mars (Viersen) und Cornelsen (Berlin).

    Weitere Informationen, auch über das Programm: Dr. Martin Niedermeyer, T (0931) 888-5559, Fax (0931) 888-5556, E-Mail bzw. Internet:
martin.niedermeyer@mail.uni-wuerzburg.de

http://www.uni-wuerzburg.de/geographie/100_jahre_geographie/veranstaltungen.htm




Englische Literaturen in interkulturellen Kontexten


Die englische Literatur in ihrer bekannten Form gibt es nicht mehr - so heißt die These einer internationalen Konferenz am Institut für Anglistik und Amerikanistik der Universität Würzburg.

    Durch die globale Verbreitung der englischen Sprache und durch die Ausbildung eigener Varianten nach Nationen, ethnischen Gruppierungen und kulturellen Identitäten ging auch die Vorstellung von einem Literaturbegriff verloren, der einheitlich alle Werke in englischer Sprache umfaßt. Um einzelne Autoren oder literarische Gruppierungen ausmachen zu können, erscheint heute ein Verständnis ihres kulturellen Umfelds und der Möglichkeiten ihrer kulturellen Interaktion bedeutsamer denn je.

    Mit dieser Problematik befaßt sich die Konferenz "English Literatures in Intercultural Contexts", die am Freitag und Samstag, 22. und 23. Januar, im Toscanasaal der Würzburger Residenz stattfinden wird. Sie steht unter der Schirmherrschaft des Universitätspräsidenten, Prof. Dr. Theodor Berchem, sowie des Präsidenten der Europäischen Akademie der Wissenschaften, Prof. Dr. Felix Unger, und wird vom British Council (Köln) gefördert. Organisatoren sind Prof. Dr. Rüdiger Ahrens vom Würzburger Institut für Anglistik und Amerikanistik und sein Düsseldorfer Kollege Prof. Dr. Heinz Antor.

    Ziel dieser Konferenz ist es, Formen und Funktionen multinationaler, kultureller Erscheinungen an repräsentativen Beispielen aus dem Bereich der englischsprachigen Literatur bzw. Literaturen zu analysieren. Unter den 22 Referenten befinden sich den Veranstaltern zufolge namhafte deutsche Literatur- und Kulturwissenschaftler. Fast die Hälfte der Beiträge werde allerdings von bekannten Gästen aus dem Ausland bestritten, allen voran aus Großbritannien, aber auch aus Spanien, den Vereinigten Staaten, Kanada, Japan und Hongkong.

Lesung mit englischen Romanciers am Freitag

    Die Tagung wird am Freitag, 22. Januar, um 9.00 Uhr durch Präsident Prof. Berchem eröffnet. Danach folgt eine Einführung durch Prof. Ahrens. Dieser weist auf ein "herausragendes Glanzlicht der Veranstaltung" hin: Am Freitagabend wird eine Dichterlesung mit zwei englischen Star-Romanciers angeboten. Es handelt sich um Antonia S. Byatt, bekannt durch ihren mit dem Booker-Preis ausgezeichneten Roman "Besessen", und Malcolm Bradbury, der bereits Generationen von Lesern mit seinen hintergründigen, vor allem im Universitätsmilieu spielenden Romanen, zuletzt mit "Doctor Criminale", begeistert hat. Die Lesung beginnt um 20.00 Uhr im Audimax der Universität am Sanderring. Der Eintritt beträgt 8 bzw. ermäßigt 5 Mark. Karten im Vorverkauf gibt es in den Schöningh-Buchhandlungen.

    
Weitere Informationen, auch über das Programm der Tagung: Prof. Dr. Rüdiger Ahrens, Institut für Anglistik und Amerikanistik, T (0931) 888-5409, Fax (0931) 888-5413, E-Mail bzw. Internet:
enpd002@mail.uni-wuerzburg.de

http://www.uni-wuerzburg.de/anglistik/einl1c.html



PERSONALIA


Prof. Dr. Franz-Christian CZYGAN, Julius-von-Sachs-Institut für Biowissenschaften, wurde eine Freistellung für Forschung im Sommersemester 1999 bewilligt.

Prof. Dr. Stephanie BÖHM, Institut für Archäologie sowie Vor- und Frühgeschichte, wurde eine Freistellung für Forschung im Sommersemester 1999 bewilligt.

Dr. Dirk BRECHTELSBAUER, Akademischer Rat z.A., Abteilung für Neuroradiologie, Institut für Röntgendiagnostik, wurde mit Wirkung vom 01.01.1999 zum Akademischen Rat ernannt.

Apl. Professor Dr. Wolfgang DEKANT, Akademischer Oberrat, wird mit Wirkung vom 01.01.1999 bis zur endgültigen Besetzung der Stelle, längstens jedoch bis 30.09.1999, auf der Planstelle eines Universitätsprofessors der Bes.Gr. C3 für Pharmakologie und Toxikologie beschäftigt.

Prof. Dr. Peter HERDE, Institut für Geschichte, hat am 26. und 27. Oktober 1998 in Rom ein internationales Kolloquium über die Anfänge des Humanismus geleitet und dort auch einen Vortrag gehalten.

PD Dr. Hans-Iko HUPPERTZ, Oberassistent, Kinderklinik und Poliklinik, Fachgebiet "Kinderheilkunde", wurde mit Wirkung vom 08.01.1999 die Bezeichnung "außerplanmäßiger Professor" verliehen.

PD Dr. Karl-Norbert KLOTZ, Akademischer Rat, wird vom 01.01.1999 bis zur endgültigen Besetzung der Stelle, längstens jedoch bis 14.03.1999 auf der Planstelle eines Universitätsprofessors der Bes. Gr. C3 für Pharmakologie und Toxikologie beschäftigt.

Dr. Hermann KRIMMER, leitender Oberarzt an der Klinik für Handchirurgie der Rhön-Klinikum AG, Bad Neustadt/Saale, hat im November 1998 sein Habilitationsverfahren an der Universität Würzburg abgeschlossen. In seiner Habilitationsarbeit hat er sich mit der Analyse und Weiterentwicklung einer neuen Operationstechnik bei einer posttraumatischen Arthrose des Handgelenks beschäftigt.

Prof. Dr. Hans-Peter KRÜGER, Institut für Psychologie, wurde mit Wirkung vom 02.12.1998 zum Universitätsprofessor der Bes.Gr. C3 für Psychologische Methodenlehre an der Universität Würzburg ernannt.

Prof. Dr. Michael RÖSLER, Psychiatrische Klinik und Poliklinik, wurde für die Zeit vom 01.01.1999 bis 31.03.1999 Sonderurlaub unter Fortfall der Leistungen des Dienstherrn zur Wahrnehmung der Vertretung des Lehrstuhls für Gerichtliche Psychologie und Psychiatrie an der Universität des Saarlandes gewährt.

Prof. Dr. Ulrich SINN, Lehrstuhl für klassische Archäologie, wurde im Dezember 1998 die Funktion des Zwischenprüfungsbeauftragten sowie der Vorsitz des Zwischenprüfungsausschusses übertragen.

PD Dr. Helga STOPPER, Wissenschaftliche Angestellte, wird vom 01.01.1999 bis zur endgültigen Besetzung der Stelle, längstens jedoch bis 31.03.1999, auf der Planstelle eines Universitätsprofessors der Bes.Gr. C3 für Pharmakologie und Toxikologie beschäftigt.

PD Dr. Werner STRIK, Psychiatrische Klinik und Poliklinik, wurde mit Wirkung vom 01.10.1998 zum Professor und Direktor der Direktion Ost der Universitären Psychiatrischen Dienste an der Universität Bern ernannt.

Prof. Dr. Eberhard UMBACH, Lehrstuhl für Experimentelle Physik II, ist seit Januar 1999 neuer Sprecher des SFB 410 "II-VI Halbleiter: Wachstumsmechanismen, niederdimensionale Strukturen und Grenzflächen". Stellvertretender Sprecher ist Prof. Dr. Alfred FORCHEL, Lehrstuhl für Technische Physik.

Dienstjubiläen:

25 Jahre
Ingrid BESEKE, Universitätsbibliothek, am 01.01.1999

Julius CLERMONT, Klinik und Poliklinik für Herz- und Thoraxchirurgie, 04.01.1999

Herbert HAUSMANN, Zentralverwaltung, am 01.01.1999

Wolfgang KÖHLER, Universitätsbibliothek, am 01.01.1999

Josef MAUKNER, Technischer Betrieb, am 07.01.1999

Irmtraud SCHEURING, Universitätsbibliothek, am 01.01.1999

Barbara SCHNEIDER, Institut für deutsche Philologie, am 01.01.1999

Hans VORNBERGER, Zentrale Ver- und Entsorgung, Klinikum, am 30.12.1998

Heidi ZICHE, Universitätsbibliothek, am 01.01.1999

Gäste an der Universität

Dr. Yusuke HASEGAWA, Facharzt für Orthopädie von der Hamamatsu University School of Medicine (Japan), hält sich seit 1. September 1998 als Stipendiat des "Lilly Fellowship Programs" bei PD Dr. Peter Schneider an der Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin auf. Das einjährige Stipendium wurde ihm von der "Japan Osteoporosis Foundation" für seine Leistungen auf dem Gebiet der Osteoporose-Forschung verliehen. Dr. Hasegawa will in Würzburg den Zusammenhang zwischen Muskelkraft und Knochenstabilität bzw. -architektur im Hinblick auf die Entstehung der Osteoporose erforschen. Aspekte der Knochenfestigkeit werden in der Würzburger Nuklearmedizin mit einem speziellen radiologischen Schnittbildverfahren untersucht.

Dr. Margarita D. META von der Universität Buenos Aires hielt sich im November 1998 an der Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin auf. Die niedergelassene Zahnärztin ist Adjunct Professor an der Faculdad de Odontologia und erhielt für ihre Forschungsarbeiten an der Universität Würzburg ein Stipendium ihrer Universität. In Würzburg führte sie mittels peripherer quantitativer Computertomographie biomechanische Untersuchungen an vorbehandelten Rattenknochen durch. Für ihre Arbeit "Entwicklung der Architektur und der mechanischen Eigenschaften des Rattenunterkiefers bei Proteinmangelernährung" hat sie den Eduard-Hatton-Preis der argentinischen Division der "International Association for Dental Research" erhalten. Dieser Preis führt sie in das internationale Auswahlverfahren 1999 in Seattle. Dr. Meta hatte sich bereits 1996 für drei Monate als Gast an der Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin aufgehalten.


FORSCHUNGSFÖRDERUNG


Für Rückfragen steht die Abteilung VIII der Zentralverwaltung, Ottostraße 16,
T 31-2294, 31-2233 und 31-2529
(EU-Forschungsreferent und Technologietransferbeauftragter) zur Verfügung.




Nachwuchsförderung in den Biowissenschaften


Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) will ihr Programm zur Förderung von Nachwuchsgruppen in den Biowissenschaften in diesem Jahr in das Emmy-Noether-Programm integrieren.

    Auch dieses DFG-Programm soll jungen Wissenschaftlern unmittelbar nach der Promotion die Möglichkeit eröffnen, eine eigenverantwortliche Forschungstätigkeit aufzunehmen. In dieser frühen Selbständigkeit könne der Nachwuchs, so eine Mitteilung der DFG, innerhalb von fünf Jahren die Voraussetzungen für eine Berufung als Hochschullehrer/in erwerben. Pro Jahr seien 100 Neubewilligungen mit einem Finanzierungsumfang von 120 Millionen Mark über fünf Jahre geplant.

    Im Nachwuchsprogramm für Biowissenschaftler hat die DFG unlängst aus 77 Bewerbungen drei Kandidaten, alle jünger als 35 Jahre, ausgewählt. Es sind Dr. Wolf-Dietrich Hardt (München), Dr. Christian Ungermann (Heidelberg) und Dr. Thorsten Erpel (Hamburg).

    Informationen zum Programm "Nachwuchsgruppen in den Biowissenschaften" erteilt das Referat IIB9 (Dr. Ingrid Ehses) der DFG, Kennedyallee 40, 53175 Bonn, T (0228) 885-2258, Fax (0228) 885-2777, E-Mail:
ingrid.ehses@iib9.dfg.d400.de




Aktion Jean Monnet 1999/2000


Anträge auf Förderung im Rahmen der "Aktion Jean Monnet - die europäische Integration im Studienangebot der Universitäten" müssen bis 8. Februar gestellt werden.

    Diese Aktion der Europäischen Kommission zielt darauf ab, durch Startfinanzierungen die Einführung neuer Studienangebote über die europäische Integration an den Universitäten zu erleichtern. Darunter versteht man das Studium des Aufbaus der Europäischen Union und ihrer Entwicklung. Die Aktion betrifft in erster Linie die Fächer Gemeinschaftsrecht, europäische Wirtschaftsintegration, politische Integration Europas und Geschichte des europäischen Aufbaus. In diesem Zusammenhang werden verschiedene finanzielle Beihilfen gewährt, zum Beispiel für die Schaffung sogenannter Jean Monnet-Lehrstühle oder -Vorlesungen.

    Die Anträge - Vordrucke stehen auch im Internet zur Verfügung - in englischer oder französischer Sprache müssen auf dem Postweg eingereicht werden bei: Aktion Jean Monnet, Europäische Kommission, Generaldirektion X, Hochschulinformation, 200 rue de la Loi, B-1049 Brüssel. Weitere Informationen gibt es unter T (32-2) 299 92 67, Fax (32-2) 296 31 06, E-Mail bzw. Internet:
Jorge.Campos-Vallejo@dg10.cec.be

http://europa.eu.int/comm/dg10/university/ajm



AUSGESCHRIEBENE WISSENSCHAFTSPREISE




"Braunschweig Preis" für anwendungsnahe Forschung


Die Stadt Braunschweig vergibt im September 1999 erstmals den mit 100.000 Mark dotierten "Braunschweig Preis". Damit sollen anwendungsorientierte Forschungs- und Entwicklungsarbeiten ausgezeichnet werden.

    Der Braunschweig-Preis soll dann in zweijährigem Turnus für hervorragende Arbeiten verliehen werden, die ein großes Anwendungspotential in sich tragen und die fachübergreifende Fragestellungen, Methoden und Erkenntnisse verschiedener Wissenschaftszweige aufeinander beziehen. Es sind vor allem Konzepte und Lösungen in Form von Produkten oder Verfahren gefragt, die nicht allein kurzfristig wirtschaftlichen Nutzen bringen, sondern einen Beitrag zu einer nachhaltig zukunftsverträglichen Entwicklung der Lebensgrundlagen des Menschen leisten. Das Forschungsergebnis bzw. die Entwicklung sollte nicht älter als zwei Jahre sein.

    Bewerbungsschluß ist der 31. Januar 1999. Weitere Informationen gibt es im Internet
http://www.braunschweigpreis.de/frame.html


    oder bei der Stadt Braunschweig, Stichwort "Braunschweig Preis", Postfach 3309, 38023 Braunschweig, T (0531) 470-41 00, Fax (0531) 470-41 41, E-Mail:
braunschweigpreis@braunschweig.de



STELLENMARKT


Auskünfte zu den Stellengesuchen erteilt unter Angabe der Chiffre Nr.
Referat IV/4 der Zentralverwaltung T 31-2536


Sekretariatsfachkraft, sehr gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift, sucht nach Abschluß einer Weiterbildungsmaßnahme Stelle im Universitätsbereich (Info Nr.: 1998-72).

Gelernter Mechaniker/Dreher sucht nach Beendigung des Wehrdienstes geeignete Stelle im Universitätsbereich (Info Nr.: 1998-91).

Medizinisch-technische Assistentin, bereits früher an einem Universitäts-Institut beschäftigt, sucht Stelle im Universitätsbereich (Info Nr.: 1998-104).

Büroangestellte mit Berufserfahrung sucht Stelle im Universitätsbereich (Info Nr.: 1998-105).

Bürokauffrau mit Berufserfahrung sucht nach abgeschlossener Umschulungsmaßnahme ab 15.02.1999 flexible Teilzeitbeschäftigung im Universitätsbereich (Info Nr.: 1998-106).

Feinmechaniker sucht Beschäftigung, auch berufsfremde Tätigkeit, im Universitätsbereich (Info Nr.: 1998-107).

Sekretärin, Fachhochschulreife, Fremdsprachenkenntnisse in Englisch, Französisch, Spanisch, Berufserfahrung, sucht geeignete Stelle im Universitätsbereich (Info Nr.: 1998-108).


Die Medizinische Universitätsklinik sucht eine(n)

biologische(n) Doktorandin/en (BAT IIa/2)


für das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Projekt "Endotheliale Dysfunktion bei Herzinsuffizienz". Untersucht werden die Mechanismen der endothelialen Dysfunktion an isolierten Blutgefäßen, wobei im Rahmen der Doktorarbeit insbesondere die Expression der für die vaskuläre Homöostase entscheidenden Enzyme bestimmt werden sollen.

Schriftliche Bewerbungen sind zu richten an: Medizinische Klinik, Sekretariat, Josef-Schneider-Straße 2, 97080 Würzburg, T (0931) 201-5301.



Die Medizinische Poliklinik , Abteilung für Molekulare Innere Medizin, sucht ab sofort (zunächst für ein Jahr) eine

CTA (MTA).


Schwerpunkt der Tätigkeit ist der Nachweis des Spurenelements Selen in Körperflüssigkeiten und Geweben sowie Zellkulturen mit fluorimetrischen bzw. spektroskopischen Verfahren.

Schriftliche Bewerbungen sind zu richten an: Prof. Dr. J. Köhrle, Medizinische Poliklinik, E-Mail:
kfg.zell@mail.uni-wuerzburg.de


Röntgenring 11, T (0931) 201-7101, Fax (0931) 56537 oder an Dr. Johann Rendl, Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin, T (0931) 201-5867, Fax (0931) 201-2247.



Die Neurologische Klinik und Poliklinik sucht ab sofort eine/n

MTA/BTA


für wissenschaftliche Arbeiten im Bereich der Molekularbiologie (zunächst befristet, ganztags). Die Vergütung erfolgt nach BAT. Schwerbehinderte werden bei gleicher Eignung und Befähigung bevorzugt eingestellt.

Schriftliche Bewerbungen sind zu richten an: Sekretariat der Klinischen Forschergruppe Neuroregeneration, Neurologische Klinik und Poliklinik, Josef-Schneider-Straße 11, 97080 Würzburg.

Außerdem sucht die Neurologische Klinik und Poliklinik zum 01.04.1999 eine/n

MTA


für das Klinische Labor (gerne Berufsanfänger/in; Ganztagsstelle mit Vergütung nach BAT; Teilnahme am Laborbereitschaftsdienst erforderlich). Schwerbehinderte werden bei gleicher Eignung und Befähigung bevorzugt.

Schriftliche Bewerbungen sind zu richten an: Dr. Andreas Weishaupt, Neurologische Klinik und Poliklinik, Josef-Schneider-Straße 11, 97080 Würzburg.



VERSCHIEDENES




DAAD fördert Meeresforschung mit Indonesien


Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) hat ein neues Sonderprogramm eingerichtet, das unter anderem deutschen Wissenschaftlern Forschungsaufenthalte von bis zu drei Monaten in Indonesien ermöglicht.

    Dieses Programm wurde vor dem Hintergrund der Erforschung der indonesischen Küstenregionen aufgelegt, die laut DAAD umweltpolitisch von größter Bedeutung ist. Es sei absehbar, daß die Forschungsergebnisse von Meeresbiologen und -ökologen, Klimaforschern, marinen Geowissenschaftlern, marinen Pharmakologen sowie Fischereikundlern auch für andere Regionen der Welt anwendbar sein werden.

    Im Rahmen des Sonderprogramms können auch junge indonesische Graduierte, Doktoranden oder Wissenschaftler auf Einladung eines deutschen Kollegen an deutschen Hochschulen ihre Kenntnisse auf diesen Gebieten vertiefen. Zu diesem Zweck werden Jahresstipendien für Masterstudien und verlängerbare Jahresstipendien für Promotionsstudien angeboten.

    Bewerbungsschluß ist der 15. Februar 1999. Unterlagen und weitere Informationen gibt es bei Dr. Joachim Schneider, DAAD, Referat 424, Kennedyallee 50, 53175 Bonn, T (0228) 882-331, E-Mail bzw. Internet:
Schneider@daad.de

http://www.daad.de




Kurzstipendien für Korea


In Zusammenarbeit mit der "Korea Science and Engineering Foundation" (KOSEF) vermittelt der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) Stipendien für zweimonatige Forschungsaufenthalte in Korea.

    Dieses Angebot beinhaltet einen einführenden Sprachkurs und richtet sich an graduierte Ingenieure und Naturwissenschaftler, deren Abschluß nicht länger als zwei Jahre zurückliegt. Laut DAAD können sich auch Studierende höherer Semester bewerben, vor allem, wenn ihr Aufenthalt mit der Examensarbeit zusammenhängt und die Betreuung durch einen koreanischen Wissenschaftler sichergestellt werden kann.

    Die Stipendien werden ab 1. Juli 1999 vergeben; Bewerbungsschluß ist der 28. Februar 1999. Die Interessenten sollten sich während des Studiums mit asienbezogenen Themen auseinandergesetzt haben und danach streben, ihre bisherigen Erfahrungen auch im Hinblick auf die Berufsplanung weiter auszubauen - gerade dieser Aspekt solle in der Antragstellung näher erläutert werden, wie der DAAD mitteilt. Der Aufenthalt könne an koreanischen Universitäten und Forschungsinstituten absolviert werden und weise durch die Anbindung an Industrie und Wirtschaft starken Bezug zur Praxis auf. Eine Übersicht über alle am Programm beteiligten Institute liege bei den Akademischen Auslandsämtern vor.



Kurz gemeldet

  • Die Abteilung VIII der Zentralverwaltung wurde mit Wirkung vom 1. Januar 1999 umbenannt. Sie trägt jetzt die Bezeichnung "Forschungsförderung/Drittmittelverwaltung/Technologietransfer".

Erstellt am 14. Januar 1999