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Kanzlerin Heidi Mikoteit-Olsen sieht ihre Funktion im Management


Mit Heidi Mikoteit-Olsen hat an der Universität Würzburg Anfang Mai eine neue Kanzlerin ihre Arbeit aufgenommen. Sie kommt von der Tierärztlichen Hochschule Hannover und wurde von der Universität aus über 50 Bewerbern ausgesucht und fast einstimmig Minister Dr. Thomas Goppel zur Ernennung vorgeschlagen. Sie folgt Kanzler Bruno Forster nach.

    Die neue Kanzlerin, 1956 in Hamburg geboren und auch dort bis zum Abitur 1975 zur Schule gegangen, sieht ihre Funktion als Kanzlerin im "Management". Die Würzburger Universität habe sie "gereizt, weil die Universität 12 Fakultäten hat und damit eine Fächervielfalt, die es an meiner bisherigen Hochschule nicht gegeben hat, mir aber aus meiner früheren Tätigkeit an der Universität Hannover durchaus vertraut ist."

    Zur Zukunft der Universität sagte Heidi Mikoteit-Olsen, der Wissenschaftsrat fordere ja, dass die Berührungspunkte von Geistes- und Naturwissenschaften in einer vielfältigen interdisziplinären Arbeit münden sollen, "das unterscheidet eine Universität von anderen Hochschulen". Zum Thema Studiengebühren will die Kanzlerin ein Augenmerk darauf legen, dass das Geld "zur Verbesserung der Studienbedingungen ausgegeben wird - das ist entscheidend, denn verhindern werden wir die Gebühren für die Studierenden nicht mehr können".

    Einen deutlichen Schwerpunkt will Heidi Mikoteit-Olsen auch auf einen Ausbau der Kundenorientierung der Verwaltung legen. Dieses betreffe beispielsweise den Internetauftritt der Verwaltung: "Wenn ein Wissenschaftler ein Antragsformular sucht, muss er das über ein Stichwort und nicht über Zuständigkeiten finden können. Diese Außendarstellung der Verwaltung muss zeitgemäßer werden".

    Nach ihrem Abitur begann sie 1976 nach einer Orientierungsphase im Rahmen eines sozialen Halbjahres in einer Behinderteneinrichtung zunächst ein "ganz normales Jura-Studium". Nach dem 4. Semester wechselte sie in die einstufige Juristenausbildung, die im Rahmen eines damaligen Pilotprojektes an der Universität Hannover neben der Einbeziehung der Hilfswissenschaften und des starken Praxisbezugs mit nur 100 Studierenden pro Jahrgang bessere Studienbedingungen bot. Mit ihrem Abschluss 1983 erwarb sie sich damit ohne zusätzliche Referendarzeit die Befähigungen zum Richteramt und zum höheren Verwaltungsdienst.

    1992 sah sich Heidi Mikoteit-Olsen nach familienbedingter Unterbrechung ihrer Karriere nach einer Wirkungsstätte um und fand sie an der Universität Hannover zunächst als Leiterin eines Sachgebiets (Referats) im Rechtsdezernat (Abteilung). 1997 bekam sie die Leitung des Rechtsdezernats übertragen. 2002 wechselte sie - wegen eines neuen Hochschulgesetzes zunächst befristet - als Kanzlerin an die Tierärztliche Hochschule Hannover, wo sie Anfang 2005 auf die Kanzlerstelle gewählt wurde, entsprechend dem Hochschulgesetz als "Vizepräsidentin für Verwaltung und Finanzen". Wenige Monate später erfolgte dann die Bewerbung für Würzburg.



Forschergeist trifft Ökonomie


Ist eine biowissenschaftliche Entwicklung wirtschaftlich umsetzbar - und wenn ja, wie? Zur Klärung dieser Frage wurden in Würzburg Kooperationsprojekte zwischen Medizinern, Naturwissenschaftlern und Betriebswirtschaftlern ins Leben gerufen.

    So erarbeiten Diplomanden und Teams vom Lehrstuhl für BWL und Marketing der Uni Würzburg für drei Teilnehmer des laufenden Businessplan-Wettbewerbs Nordbayern Geschäftsmodelle für die Gründung von Unternehmen. Sie testen die bislang nur als technische Konzepte vorliegenden Erfindungen bezüglich ihrer wirtschaftlichen Verwertbarkeit und entwickeln Marketingstrategien. Das Spektrum der Konzepte reicht von der Nutzung von Bienen als Umweltsensoren bis hin zu einem neuartigen Reinigungsgerät für Bohrköpfe, die in der Mikrochirurgie eingesetzt werden.
Robert Esenwein, Dennis Wrase und Christian Funke (von links) sind vom Lehrstuhl für BWL und Marketing der Uni. Sie haben sich mit den Marktchancen eines neuen medizintechnischen Geräts zur Bestimmung der Gleichgewichtsfunktion und der allgemeinen körperlichen Fitness beschäftigt. Foto: IGZ BioMed

    "Die frühe Prüfung, ob sich eine technisch anspruchsvolle Erfindung auch als wirtschaftlich tragfähig erweist, ist für uns von zentraler Bedeutung", sagt Iris Zwirner-Baier, Erfinderberaterin an der Uni. Neben der Patentierbarkeit seien die Kommerzialisierbarkeit und das wirtschaftliche Potenzial entscheidende Faktoren dafür, wie die Universität mit einer Erfindung weiter umgeht. Die Zusammenarbeit zwischen Naturwissenschaftlern und Betriebswirten trägt erste Früchte: Aus einem der Projekte haben sich bereits Kooperationsverhandlungen mit Industriepartnern ergeben.

    Bei einem zweiten Kooperationsprojekt denkt man global: Studierende von der Würzburger Fachhochschule und von Partneruniversitäten im Ausland arbeiten an einer Strategie, um ausländische technologieorientierte Firmen aus den Bereichen Pharma, Biotechnologie und Medizintechnik auf Würzburg aufmerksam zu machen. Ziel ist es, eine intensive Zusammenarbeit mit dem Standort am Main anzuregen. Im Idealfall sollen die Firmen hier ein Standbein für den deutschen oder europäischen Markt etablieren. Gute Kontakte zu asiatischen Ländern gibt es in Würzburg beispielsweise durch das vom Bundesforschungsministerium an der Uni eingerichtete Indisch-Deutsche Kontaktbüro Infektionsforschung (IGLO).

    Neben den ortsansässigen Betriebswirtschaftlern aus Universität und Fachhochschule wurde in einem dritten Kooperationsansatz auch der Sachverstand externer Ökonomie-Experten gewonnen: Studierende der Bayerischen Elite-Akademie und der WHU - Otto Beisheim School of Management (Vallendar) unterstützen die Würzburger Erfinder- und Gründerteams bei der Erstellung ihrer Businesspläne.

    Diese Kooperationsprojekte sind Teil einer im Herbst 2005 gestarteten Initiative zur verstärkten wirtschaftlichen Nutzung des Potenzials der Lebens- und Naturwissenschaften in Würzburg. Getragen wird sie vom Innovations- und Gründerzentrum (IGZ) BioMed/ZmK sowie von Stadt und Universität Würzburg und dem Bayerischen Wirtschaftsministerium. "Die Standortinitiative gewinnt sichtlich an Fahrt", sagt IGZ-Geschäftsführer Peter Vorstheim. "Wir rechnen damit, dass die ersten Projekte in etwa einem Jahr als Unternehmen an den Start gehen."

    Weitere Informationen: Peter Vorstheim, T (0931) 270-6294, Fax (0931) 299-8894, E-Mail:
peter.vorstheim@igz.wuerzburg.de




Botanische Gärten weiten Engagement im Naturschutz aus


Die Leiter und Kustoden der sechs Botanischen Gärten in Bayern trafen sich am 3. Mai an der Uni Würzburg. Hier beschlossen sie Maßnahmen, mit denen sie verstärkt zur Erhaltung bedrohter Pflanzenarten im Freistaat beitragen wollen. Mit dabei waren Vertreter des Bayerischen Landesamtes für Umwelt und der Höheren Naturschutzbehörde bei der Regierung von Unterfranken.

    Bayern beherbergt insgesamt 2.763 einheimische Gefäßpflanzenarten (Stand 2003). 43 Prozent davon seien in ihrem Fortbestand bedroht, sagt Gerd Vogg, Kustos des Würzburger Botanischen Gartens. Hier habe der Freistaat eine große internationale Verantwortung, weil einige dieser Pflanzen außer in Bayern sonst nirgends vorkommen.

    In Unterfranken gilt das zum Beispiel für das Apenninen-Sonnenröschen, den Faserschirm oder das Karlstadter Steinbrech-Habichtskraut. Letzteres wurde erst 2001 von dem Karlstadter Arzt und Hobby-Botaniker Franz Dunkel als neue Art beschrieben. Alle drei Pflanzenarten wachsen nur auf den so genannten Mainfränkischen Trockenrasen, die wegen ihrer seltenen Pflanzen- und Tierarten von höchster Bedeutung sind. Der Botanische Garten der Uni Würzburg hat darum eine eigene Abteilung, die den typischen Pflanzen dieses seltenen Biotoptyps gewidmet ist.

    Botanische Gärten sind seit jeher Orte der Artenvielfalt - alleine in der Würzburger Einrichtung am Dallenberg wachsen etwa 10.000 Pflanzenarten. In ihren Sammlungen befinden sich auch viele Arten, die an den Wildstandorten stark bedroht, manchmal sogar schon ausgestorben sind. Darum scheinen die Botanischen Gärten geradezu dafür prädestiniert, in Sachen Umweltbildung und Sensibilisierung der Öffentlichkeit für den regionalen Arten- und Lebensraumschutz eine wichtige Rolle zu übernehmen. Dass sie dies künftig tun sollen, wurde bei dem Treffen in Absprache mit den Naturschutzbehörden festgelegt. Für 2007 ist bereits eine bayernweite Ausstellung "Botanischer Artenschutz in Bayern" geplant.

    Kontrovers diskutiert wurde, ob Erhaltungskulturen von stark bedrohten Pflanzen in Botanischen Gären mit einer anschließenden Wiederansiedlung in der freien Natur für die Arterhaltung sinnvoll sind. "Gerade bei der Kultur von komplizierten Wildpflanzen besitzen Botanische Gärten ja langjährige Fachkompetenz", sagt Vogg.

    Beispiel: Unter Voggs Vorgänger Uwe Buschbom wurde in Würzburg erfolgreich der Sandkrokus (Romulea limbarae) kultiviert. Diese kleine, blau blühende Pflanze wächst nur am Monte Limbara auf Sardinien. Von dort hatte Buschbom vor über 25 Jahren einige Exemplare mitgebracht - zu einer Zeit, als die Pflanze noch nicht gefährdet war.
Der Sandkrokus ist ein Beispiel für eine Pflanzenart, die an ihrem Naturstandort zwar ausgestorben ist, die aber durch eine Erhaltungskultur - im Botanischen Garten der Uni Würzburg - gerettet werden konnte. Foto: Gerd Vogg

    2003 konnten die Würzburger dann dazu beitragen, das an seinem natürlichen Standort durch den Bau einer Hubschrauber-Landefläche inzwischen ausgestorbene Gewächs zu retten: Der Würzburger Garten war der einzige Ort, an dem diese Art überlebt hatte. Für eine langfristige Erhaltungskultur und ein Wiederansiedlungsprojekt am Naturstandort überließ man dem Botanischen Garten Brest, der sich nun vor Ort um die Erhaltung dieser Art kümmert, einige Exemplare des Sandkrokus.

    Allerdings gebe es neben solch erfolgreichen Projekten auch Beispiele, bei denen eine langfristige Sicherstellung des Vorkommens in der Natur fehlschlug. Bei der Tagung war es deshalb die Meinung aller Teilnehmer, dass blinder Aktionismus auf diesem Gebiet fehl am Platze sei. Erhaltungskulturen und Wiederansiedlungsprojekte sollten immer gemeinsam mit den regionalen Naturschutzbehörden geplant, koordiniert und wissenschaftlich begleitet werden.

    Weitere Informationen: Dr. Gerd Vogg, T (0931) 888-6239, Fax (0931) 888-6207, E-Mail:
vogg@botanik.uni-wuerzburg.de




Umbach: Ausbildung der Physiklehrer verbessern


Eberhard Umbach (58), Professor für Experimentalphysik an der Uni Würzburg, ist seit 1. April Präsident der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG). Bildungs- und Hochschulfragen sollen in seiner Amtszeit die Schwerpunkte sein. Unter anderem tritt er dafür ein, die Ausbildung von Physiklehrern grundsätzlich neu zu gestalten.

Eberhard Umbach     Bei diesem Thema denkt der Professor "nicht nur an die Rekrutierung unseres Forschernachwuchses, sondern vor allem auch an die Erziehung unserer Gesellschaft. Grundkenntnisse der Naturwissenschaften gehören zur Allgemeinbildung." Umbach zufolge soll darauf hingewirkt werden, im physikalischen Schulunterricht einen Teil der "eher abstoßenden Vermittlung von Formeln und Fakten zu ersetzen". In diesem Sinne fordert er eine stärker motivierende Behandlung spannender Themen aus Physik und Technik. Außerdem spricht er sich für einen eigenständigen Physik-Unterricht aus: "Wir müssen dem Trend in einigen Bundesländern entgegenwirken, die Physik einzuschränken und in einem eher diffusen Schulfach 'Naturwissenschaft und Technik' aufgehen zu lassen."

    Am Herzen liegt dem DPG-Präsidenten auch die Ausbildung der Fachphysiker, wie die Gesellschaft in einer Pressemitteilung schreibt: "Der so genannte Bologna-Prozess hat uns die Abschaffung des Diploms und die Einführung des international etablierten Bachelor- und Mastersystems beschert." Die DPG begleite diesen Wandel. Dabei solle aber Konsens bleiben, dass nur der Bachelor zusammen mit dem darauf folgenden Master zur Berufsqualifikation als Physiker führt.

    Die hohe Qualität des traditionellen Diplomstudiums müsse dabei erhalten bleiben. Umbach: "Ich sehe durchaus die Gefahr, dass wir nach und nach gezwungen werden, unsere bisherigen Qualitätsstandards im Rahmen des europäischen Angleichungsprozesses auf einen gemeinsamen und damit kleinsten Nenner zu reduzieren, sie also im Klartext dem niedrigsten Standard anzupassen".

    Mit Unbehagen verfolgt der DPG-Präsident auch, dass sich im Zuge des Bologna-Prozesses eine Verschulung der Promotion andeutet. "Wir sehen die Promotionsphase als zusätzliche Qualifikations- und Forschungsphase, nicht jedoch als weiterführende Studienphase." In Deutschland würden zwei Drittel der Forschungsleistung in der Physik von Doktoranden geleistet. Werde an dieser "zentralen Säule" gerüttelt, gefährde man das ganze Forschungsgebäude.

    Umbach ist als DPG-Präsident für eine Amtszeit von zwei Jahren gewählt. Er hat die Nachfolge von Professor Knut Urban (Forschungszentrum Jülich) angetreten, der nun in das Amt des Vizepräsidenten gewechselt ist.



Die Stiftung der Universität 1582


An jedem 11. Mai feiert die Uni Würzburg ihre Stiftung durch Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn im Jahr 1582. Wie Marcus Sporn vom Universitätsarchiv hier beschreibt, ist in Wirklichkeit allerdings der 2. Januar der Tag der Stiftung der Universität.

    Die Gründung einer Universität war ein sich in mehreren Schritten vollziehender Prozess. Unabdingbare Voraussetzung für eine voll anerkannte Universität war die Privilegierung durch die Universalgewalten der Zeit. Das von Maximilian II. ausgestellte kaiserliche Privileg wurde am 11. Mai 1575, das von Gregor XIII. ausgefertigte päpstliche Privileg, welches ausdrücklich auf die erste Universitätsgründung von 1402 Bezug nahm, wurde am 28. Mai 1576 ausgestellt.

    Die eigentliche Einweihung der Uni durch ihren Stifter Julius Echter, dessen Namen sie als Julius-Universität bis zum Übergang an Bayern alleine führte, war am 2. Januar 1582 feierlich erfolgt. Als Grundstock dienten das 1567 von Fürstbischof Friedrich von Wirsberg gegründete Gymnasium, das in die Hände des in dieser Zeit in der katholischen Bildung im Sinne der tridentinischen Reform dominierenden Jesuitenordens gegeben worden war, sowie das jesuitische geistliche Seminar.

    Für die Universität beschränkte Echter jedoch den Einfluss der Jesuiten und behielt sich selbst als Landesherr die letzte Entscheidungsgewalt vor. Eine Jesuitenuniversität wurde die Neugründung daher nicht. Dennoch wurde der bedeutende Einfluss der Jesuiten auf die Universität auch in der räumlichen Nähe erkennbar, wurde die Hochschule doch direkt an das Jesuitenkolleg angrenzend auf dem Gelände des aufgelösten Klosters St. Ulrich erbaut. Julius Echter wurde der erste Rektor und der erste Kanzler der Universität und verdeutlichte die enge Verbundenheit mit seiner Stiftung, die sein Wappen führt, indem er verfügte, dass sein Herz nach seinem Tod in der Universitätskirche beigesetzt werden solle.

    Die Jahrhundertjubiläen wurden, des besseren Wetters wegen, im Juli oder August gefeiert (so 1682, 1782 und 1882). Nur die vierte Säkularfeier 1982 fand am inzwischen üblich gewordenen Tag des Stiftungsfestes, dem 11. Mai statt. Allerdings ist nicht der 11. Mai, sondern der 2. Januar der Tag der Stiftung der Universität. Bis in das Jahr 1896 wurde das Stiftungsfest auch am zweiten Tag des Jahres begangen. Mit dem Bezug des Gebäudes am Sanderring stand der Universität für ihr Stiftungsfest nun jedoch eine mehr als 1.000 Personen fassende Aula zur Verfügung.

    Da in der Universitätssatzung von 1891 der Vorlesungsbeginn nach den Weihnachtsferien vom 2. auf den 8. Januar verlegt worden war, musste mit einem Festakt vor leeren Bänken gerechnet werden, da die Studenten und die meisten Professoren noch abwesend waren. Dies hatte sich schon in den vorangegangenen Jahren gezeigt. Daher wurde die Verlegung des Gedenktages unter dem damaligen Rektor Hermann Schell beschlossen. Zur Auswahl als neuer Termin für das Stiftungsfest standen der 18. März als Geburtstag Julius Echters, der 1. Dezember als Tag seiner Bischofswahl, der 5. Oktober als Todestag, der 28. März als Tag der Verleihung des päpstlichen Privilegs sowie der dann vom Senat einstimmig gewählte 11. Mai als Tag des kaiserlichen Gründungsprivilegs.



Internet-Forschung als Reparaturbetrieb?


Das Internet. So gut wie jeder nutzt es, mancher forscht sogar darüber - zum Beispiel die Wissenschaftler am Würzburger Uni-Lehrstuhl für Informatik III. Dessen Inhaber Professor Phuoc Tran-Gia hält beim Stiftungsfest der Universität am Donnerstag, 11. Mai, die Festrede. Dabei stellt er die Frage "Internet-Forschung: Reparaturbetrieb oder Vision?"

Michael Menth     Bei dem Fest, das um 10.00 Uhr in der Neubaukirche beginnt, werden auch Preise und Ehrungen vergeben, darunter der mit 5.000 Euro dotierte Röntgenpreis der Universität. Dieser geht an den 33jährigen Michael Menth (Foto: Robert Emmerich), der am Lehrstuhl von Tran-Gia arbeitet. Der Preis ist für herausragende Nachwuchswissenschaftler der Uni bestimmt, die ihre Promotion abgeschlossen haben und noch nicht auf eine Lebenszeitprofessur berufen wurden. Vergeben wird er in jährlichem Turnus vom Universitätsbund.

    Für besondere Verdienste um die Uni Würzburg erhält der Virologe Professor Volker ter Meulen die Medaille "Bene Merenti" in Gold. Danach überreicht Unipräsident Axel Haase den Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes. Diese Auszeichnung ist mit 1.000 Euro dotiert und soll hervorragende Leistungen von ausländischen Studierenden würdigen. Preisträgerin 2006 ist die Griechin Anastasia Manola.

    Schließlich ist Paul Beinhofer an der Reihe, Regierungspräsident von Unterfranken: Er vergibt die Preise aus der Unterfränkischen Gedenkjahrstiftung für Wissenschaft, die für sehr gute Doktorarbeiten bestimmt sind.

    Das diesjährige Stiftungsfest ist das 424. seit der Gründung der Universität durch Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn. Für die musikalische Umrahmung der Feier sorgt das Akademische Orchester unter der Leitung von Hermann Freibott.



Uni bei erster Europäischer Roboter-Rallye mit dabei


Da staunt so mancher Spaziergänger: Über die Wiese auf dem Uni-Campus am Hubland jagt ein jeep-artiges Gefährt - etwas größer als ein Bierkasten, ferngesteuert von Daniel Eck. Der Informatiker verpasst dem Fahrzeug gerade den letzten Schliff für die europäische Roboter-Rallye, die vom 16. bis 18. Mai auf dem Truppenübungsplatz im unterfränkischen Hammelburg stattfindet.

    Im Wettbewerb stehen 21 Mannschaften aus Industrie und Hochschulen. Die internationale Konkurrenz reist aus England, Frankreich, Portugal und der Schweiz an. Zwölf Teams kommen aus Deutschland, von den bayerischen Universitäten ist einzig und allein die Uni Würzburg mit von der Partie. Die Bundeswehr stellt für diese "Europäische Leistungsschau der Robotik" den Truppenübungsplatz zur Verfügung. Der bietet ein schwieriges Gelände, auf dem sich die Leistungsfähigkeit von Roboterfahrzeugen gut demonstrieren lässt.

    Das Würzburger Team vom Lehrstuhl für Technische Informatik der Uni besteht aus Professor Klaus Schilling, Daniel Eck und vielen hochmotivierten Studenten. Ihr Roboter-Fahrzeug namens "Outdoor Merlin" haben sie in Kooperation mit den Firmen "European Aeronautic Defence and Space Company" (EADS Deutschland, Ottobrunn) und Steinbeis Transferzentrum Rechner- und Softwaretechnologie ARS aus Würzburg entwickelt.

Hoffen auf Erfolg bei der Roboter-Rallye: Professor Klaus Schilling (links) und Daniel Eck mit dem autonomen mobilen Roboter "Outdoor Merlin". Foto: Robert Emmerich


    Merlin - die Abkürzung steht für "Mobile Experimental Robot for Locomotion and Intelligent Navigation - ist mit vier Kameras bestückt, fährt bis zu 40 Stundenkilometer schnell, ist etwa einen halben Meter lang und wiegt 20 Kilo. Er lässt sich fernsteuern, kann diverse Aufgaben aber auch völlig selbstständig erledigen.

    Beim "1st European Land-Robot Trial" in Hammelburg hat Merlin zwei Disziplinen zu bewältigen. Im freien Gelände muss er selbstständig die Umgebung erkunden und versteckte Gegenstände finden. Außerdem ist es seine Aufgabe, eine Siedlung und darin auch das Innere von Häusern zu erkunden. Diese Übung findet auf dem Truppenübungsplatz in Bonnland statt, einem früheren Dorf mit 120 Gebäuden.

    Merlin entstand im Rahmen der Entwicklung eines Mars-Rovers für die Raumfahrt. Seit 1992 wird er vom Steinbeis Transferzentrum ARS als vielfältig einsetzbares Roboterfahrzeug auf dem Markt angeboten. Der "Outdoor Merlin" ist nun eine gemeinsame Weiterentwicklung mit der Uni Würzburg. Er dient dem Zweck, Feuerwehrleute bei gefährlichen Einsätzen zu unterstützen. Die Würzburger Informatiker haben ihm zusätzliche autonome Funktionen gegeben, die den Fernbediener unterstützen sollen, zum Beispiel eine autonome Hindernisvermeidung. Dafür waren rund zwei Jahre Arbeit und das Engagement zahlreicher Studenten nötig.

    Der "Outdoor Merlin" kann selbstständig Hindernisse erkennen und umfahren. Ein Assistenz-System regelt den dabei gefahrenen Radius und verhindert so, dass der Roboter zu schnell eine enge Kurve zieht und umkippt. Reißt die Funkverbindung zum Fernbediener ab, kehrt Merlin von alleine zum Ausgangspunkt seiner Mission zurück - die bis dahin zurückgelegte Wegstrecke hat er sich gemerkt. Weitere Neuerung: Beim Anfahren am Hang erfasst das Gefährt unter anderem die Neigung des Geländes und die Beschaffenheit des Untergrundes. Das ermöglicht es ihm, auch an einer Steigung sicher aus dem Stand durchstarten zu können, ohne sich dabei zu überschlagen.

    Wie gut Merlin mit diesem Können in Hammelburg abschneidet, das bewertet ein Schiedsrichter-Komitee. Die Gewinner werden mit einer Urkunde geehrt - und mit der Gewissheit, dass sie mit ihrer Forschungs- und Entwicklungsarbeit an autonomen mobilen Robotern europaweit mit an der Spitze stehen. Mehr Informationen zum "1st European Land-Robot Trial" gibt es im Internet hier:

http://www.elrob2006.org/




"Teuro"-Debatte bedeutet harte Überzeugungsarbeit für Issing


Juni 1998: Die Europäische Zentralbank (EZB) nimmt ihre Arbeit auf. An verantwortlicher Stelle sitzt Otmar Issing, Chefvolkswirt und Gestalter des Euro. An der Uni Würzburg wird seine Arbeit mit besonderem Interesse verfolgt, schließlich war Issing hier Student, Doktorand, Habilitand und Lehrstuhlinhaber. In diesem Jahr hat Issing seinen 70. Geburtstag gefeiert. Grund genug für die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät, ihn mit einem Festakt zu ehren. Bei der Feier am 28. April im Audimax der Uni am Sanderring sprach Issing über das Verhältnis von Theorie und Praxis.

    Es sei "ein bewegender Moment, nach so langer Zeit wieder im Audimax zu stehen", bekannte Issing. Vor mehr als 50 Jahren hatte er dort seine erste Vorlesung gehört. Wohlgemerkt eine Vorlesung in Philosophie, nicht in Volkswirtschaftslehre. Doch er habe schnell gemerkt, dass er nicht zum Studium der Altphilologie berufen war, und wechselte deshalb zur Volkswirtschaftslehre, wo er sich mit Erfolg auf Fragen der Wirtschafts- und Geldpolitik spezialisierte. Die "ernsthafte Suche nach der richtigen Antwort auf die Fragen des gewählten Fachgebiets" habe er zu seiner Lebensaufgabe gemacht, erzählt Issing und schließt sich selbst mit ein, wenn er sagt: "Einmal Wissenschaftler - immer Wissenschaftler."

    An die Anfangszeit in der EZB kann er sich gut erinnern: "Die ersten Monate verkörperten für mich die aufregendsten, anspruchsvollsten und verantwortungsträchtigsten Momente, die es im Leben eines Ökonomen geben kann", sagt er. Fragen über Fragen in der Gestaltung der neuen europäischen Geldpolitik hätten auf Antworten gewartet. Der Start dieses einmaligen Projekts hätte ohne Rückgriff auf wissenschaftliche Erkenntnisse nicht gelingen können. "Wo anders als in der Wissenschaft konnten wir Orientierung erwarten?", erinnert sich Issing. Manchmal habe er sich in den Diskussionen wie im Seminar an der Universität gefühlt. Jedoch mit zwei wichtigen Unterschieden: "Die Zeit drängte, und die Euro-Einführung würde Wirklichkeit werden und das Wohlergehen von Millionen Menschen beeinflussen."

    Dass dies alles gut gelungen sei, davon ist Issing überzeugt: "Der Euro ist eine stabile Währung." Wegen der "Teuro"-Debatte müsse er für diese Aussage jedoch ständig harte Überzeugungsarbeit leisten; regelmäßig blicke er bei Vorträgen in ungläubige Gesichter. Selbst seine eigene Frau habe ihm anfangs nicht geglaubt.

    Es macht Spaß, Otmar Issing zuzuhören. Mit Witz und Charme spricht er zu den Gästen: Vertreter aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft, ehemalige Kollegen und Studenten. Gerade die Studenten seien ihm immer am Herzen gelegen. An die Auseinandersetzung mit jungen Menschen und den wissenschaftlichen Diskurs erinnert er sich zuerst, wenn man ihn nach der Uni Würzburg fragt. Begeisterung für ihren alten Professor spürt man auch bei seinen ehemaligen Schülern. Issing sei ein aufgeschlossener und zugänglicher Professor gewesen, der Seminare auch dazu genutzt habe, mit seinen Studenten Fußball zu spielen - und sich selbst immer wieder in die Torschützenliste einzutragen.

Beim Festakt in der Sanderring-Uni: Axel Weber, Präsident der Deutschen Bundesbank, Otmar Issing, Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank, und Hans Fehr, Dekan der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät (von links). Foto: Stefan Zimmermann


    Die besonderen Leistungen des ehemaligen Würzburgers für die europäische Geldpolitik würdigte Axel Weber, Präsident der Deutschen Bundesbank, in seinem Festvortrag. Die Erfolgsgeschichte des Euro sei unumstritten. "Er hat die Erwartungen mehr als erfüllt, und das ist ein Verdienst von Otmar Issing." Unabhängigkeit und Berechenbarkeit der Zentralbank, Transparenz und Stetigkeit in der Entscheidungsfindung seien die Basis für diese Entwicklung gewesen - und ein Verdienst von Issing.

    Hans Fehr, Dekan der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät, gratulierte einer "außergewöhnlichen Persönlichkeit", die die Reputation der Fakultät gesteigert habe. Er skizzierte Issings Lebenslauf und stellte dabei dessen wissenschaftliche Leistungen heraus. Seine Arbeiten über die Probleme der Konjunkturpolitik seien noch immer aktuell. Fehr und die Fakultät hoffen, Issing ein Forum bieten zu können, damit dieser seinen Erfahrungsschatz hier weitergeben könne.

    Ein Betätigungsfeld für die Uni Würzburg hat Issing schon gefunden. Er ist Mitglied des Hochschulrates. Unipräsident Axel Haase hofft, ihn künftig noch stärker in die Arbeit für die Universität einbinden zu können, denn Issing scheidet im Sommer aus dem Direktorium der EZB aus - nach der längstmöglichen Amtszeit.

Stefan Zimmermann für JULIUS, die Zeitung für Studierende in Würzburg und Schweinfurt




Institut für Hochschulkunde wurde "An-Institut" der Universität


Das Institut für Hochschulkunde (IfH), seit rund 70 Jahren in Würzburg ansässig, seit 50 Jahren der Obhut der Universität anvertraut und in der Universitätsbibliothek untergebracht, hat jetzt nach Abschluss eines Kooperationsvertrages mit der Universität die Bezeichnung "Institut für Hochschulkunde an der Universität Würzburg" erhalten. Der Kooperationsvertrag und die Etablierung des IfH als "An-Institut" soll der engen Zusammenarbeit mit der Universität nunmehr einen rechtlichen Rahmen geben.

    Seit 1989 hat der gegenwärtig amtierende Vorstand mit erheblichen, privat eingeworbenen Mitteln und in engster Zusammenarbeit mit der UB die Neukatalogisierung und Restaurierung der Buchbestände und Graphiken in Angriff genommen und inzwischen großenteils abgeschlossen. Die Bestände sind seit einigen Jahren im Online-Katalog (OPAC) weltweit zugänglich; sie werden mit den Lokalkennzeichen 880, 881, 882 der UB geführt. Seit dieser Erschließung haben die bibliothekarischen Anforderungen an das Institut signifikant zugenommen.

    Bis Ende 2004 wurde das IfH von ehrenamtlich tätigen Hobby-Historikern geleitet und darin von Kustoden bzw. Hilfskräften unterstützt, die von der Deutschen Gesellschaft für Hochschulkunde (DGfH) beziehungsweise der Universität finanziert wurden. Die Belange der Universität vertraten als deren Beauftragte langjährig zunächst Prof. Otto Meyer, dann Prof. Harm-Hinrich Brandt.

    Anfang 2005 hat der Vorstand Prof. Dr. Stefan Kummer zum Wissenschaftlichen Leiter des Instituts berufen; mit ihm wurde die Kunsthistorikerin Dr. Michaela Neubert als hauptamtliche Kustodin bestellt. Damit wurde in enger Zusammenarbeit mit der Universitätsleitung eine Professionalisierung der Institutsarbeit eingeleitet. Sie wird der weiteren Erschließung der Bestände, vor allem der fachgerechten Pflege der graphischen Sammlungen dienen. Ferner hat der Vorstand im Benehmen mit der Universität einen Wissenschaftlichen Beirat aus Historikern, Kunsthistorikern und Volkskundlern berufen. Ihm gehören unter der Leitung Prof. Kummers die Professoren Altgeld, Brandt, Daxelmüller, Flachenecker, Fuchs, Greyselmayer, Neugebauer und PD Stickler an. Sie werden die wissenschaftliche Arbeit und Öffentlichkeitsarbeit des Institutes unterstützen, dabei vor allem an der Durchführung von Ausstellungen und Tagungen mitwirken und die Bestände für den Lehr- und Forschungsbetrieb nutzen.

    Das Institut für Hochschulkunde ist ursprünglich aus mehreren Bibliotheken und Studentica-Sammlungen hervorgegangen, die in den 30er-Jahren für Würzburg gewonnen und hier unter der Trägerschaft der Stadt Würzburg vereinigt worden waren. Für die Pflege der wertvollen Buchbestände, graphischen und musealen Sammlungen konstituierte sich in den 50er-Jahren die DGfH, die als Benutzereinrichtung einvernehmlich mit der Stadt und der Universität das IfH begründete. Auf Veranlassung des Bayerischen Kultusministeriums wurde das IfH 1955 der Obhut der Universität anvertraut, von dieser organisatorisch eng mit der UB verknüpft, in deren Räumen es seither untergebracht ist.

    Der Schwerpunkt der Institutsarbeit liegt in der Verwaltung, Vermehrung und Bereitstellung der Sammlungen zur Hochschulgeschichte (als Institutionengeschichte unter Ausschluss von Wissenschaftsgeschichte) und zur Studentengeschichte in sozial- und kulturgeschichtlicher Absicht. Dem entspricht die breite Fächerung der mit ca. 35.000 Buchtiteln und ca. 3.500 graphischen Blättern zu beziffernden Bestände; darunter sind zahlreiche sehr seltene und sehr wertvolle Bücher und Zimelien. In der historischen und volkskundlichen Fachwelt wie in Museen und bei Ausstellungsmachern sowie bei Laienhistorikern sind Existenz, Profil und besonderer Wert des Instituts seit Jahrzehnten geläufig. Auch mit Ausstellungen und wissenschaftlichen Veranstaltungen ist das Institut immer wieder an die Öffentlichkeit getreten.



Zecken und Borreliose: Uni-Forscher im Fernsehen


Endlich ist er da, der Frühling! Die Natur erwacht und als Teil von ihr so manch unerwünschtes Krabbelgetier. Vor allem Zecken können dem Menschen richtig gefährlich werden, sie übertragen Krankheiten wie Borreliose oder Gehirnhautentzündung. Aber auch exotische Tierarten fühlen sich hierzulande immer wohler. "Unkraut", das Umweltmagazin des Bayerischen Fernsehens, nimmt die Insekteninvasion unter die Lupe, berichtet über neue Krankheiten und wie man sich am besten davor schützen kann. Für die Sendung, die am Montag, 15. Mai, um 21.20 Uhr läuft, hat ein Team des Bayerischen Rundfunks auch an der Uni Würzburg Aufnahmen gemacht: Die Fernsehleute drehten in der Pharmazeutischen Biologie bei Heribert Warzecha, dessen genveränderte Tabakpflanzen einen Impfstoff gegen die Borreliose produzieren können.



Biozentrum vergibt erstmals Wissenschaftspreis


Am Biozentrum der Uni Würzburg wird in diesem Sommersemester erstmals ein Wissenschaftspreis namens "Biocenter Science Award" vergeben. Damit sollen hervorragende Ergebnisse aus Diplom-, Doktor- oder Postdoc-Arbeiten prämiert werden, die 2005/06 publiziert wurden. Bewerbungen mit den Publikationen und einer kurzen Stellungnahme des Gruppenleiters sollen bis Donnerstag, 15. Juni, über die jeweiligen Lehrstühle beim Preiskomitee zu Händen von Professor Utz Fischer eingereicht werden. Bei ihm gibt es auch weitere Informationen, T (0931) 888-4029, E-Mail:
utz.fischer@biozentrum.uni-wuerzburg.de




Fumiko Shiraga und das Voces-Quartett


Ein Meisterkonzert mit dem Voces-Quartett aus Rumänien (Bujor Prelipcean, Anton Diaconu, Constantin Stanciu, Dan Prelipcean) und der Pianistin Fumiko Shiraga (Hamburg) findet am Freitag, 19. Mai, im Toscanasaal der Residenz statt. Auf dem Programm steht Kammermusik von Mozart, Schostakowitsch und Schumann. Das Konzert läuft im Rahmen der Reihe "Musik in der Neurologie". Es beginnt um 19.00 Uhr, die Karten kosten 20 Euro (ermäßigt 15 Euro).



Promotionsfeier der Mediziner


Die Medizinische Fakultät veranstaltet ihre Promotionsfeier am Freitag, 12. Mai, ab 14.15 Uhr in der Neubaukirche. Nach der Begrüßung durch den Dekan und den Prodekan werden die Doktorhüte und Promotionspreise verliehen. Die Feier endet gegen 16.30 Uhr.


NEU AN DER UNIVERSITÄT




Heiko Paeth will den Monsun in Afrika vorhersagen


Schon seit Jahren befasst sich Heiko Paeth mit dem Nachweis von Klimaänderungen, die auf den Menschen zurückgehen. Von Bonn aus ist der Wissenschaftler nun einem Ruf an die Uni Würzburg gefolgt. Hier ist er seit 10. April Professor für Physische Geographie.

Heiko Paeth     Klimaanomalien und Extremereignisse wie Überschwemmungen, Dürreperioden oder Wirbelstürme verursachen immensen wirtschaftlichen Schaden und viel menschliches Leid. "In der politischen und öffentlichen Meinung ist der Mensch diesbezüglich als Klimasünder meist schon überführt", sagt Paeth. Aber die wissenschaftliche Erforschung dieser Ereignisse sei mit vielen Unsicherheiten konfrontiert.

    Die Arbeit von Paeth ist wegen der erforderlichen klimatischen Daten und Computer-Ressourcen sehr aufwendig. Es gilt dabei, teils komplexe statistische Verfahren anzuwenden und weiterzuentwickeln. Der neue Professor erforscht zum einen die für den mitteleuropäischen Raum bedeutsamen Klimaphänomene. Zum anderen untersucht er den Klimawandel in Afrika und Indien - vor allem in den vom Monsun geprägten Regionen, in denen Ernährungssicherheit und Gesundheit eng an die klimatischen Bedingungen geknüpft sind.

    In den vergangenen Jahren hat er seine Forschung stärker praxisbezogen ausgerichtet. So entwickelt er in einem interdisziplinären Projekt mit Agrarökonomen ein Vorhersagesystem für den afrikanischen Monsun, der als Regenspender für die landwirtschaftlich geprägten Gesellschaften Westafrikas von herausragender Bedeutung ist.

    Für die Zukunft sieht Paeth weitere Forschungsschwerpunkte in der angewandten Klimatologie, beispielsweise in Kooperation mit Akteuren in der deutschen Landwirtschaft oder mit der Tourismus- und Versicherungswirtschaft. "Eine Herausforderung ist es auch, die Öffentlichkeit verstärkt zu schulen - mit dem Ziel, eine bessere Wahrnehmung von Klima- und Umweltproblemen zu erreichen", so der Geograph.

    Seine Begeisterung für die Klimaforschung will Paeth an der Uni auch in die Lehre einbringen. Seiner Ansicht nach ist es nötig, künftig verstärkt methodische Lehrinhalte zu vermitteln, beispielsweise Geostatistik und Geoinformatik. Dieses Wissen werde für die Berufsqualifikation der Geographie-Studierenden immer wichtiger.

    Heiko Paeth, geboren 1970 in Siegburg im Rheinland, studierte in Bonn Geographie mit den Schwerpunkten Meteorologie und Geologie. Im Jahr 2000 folgte die Promotion, die Habilitation dann 2005, jeweils an der Uni Bonn. Bis zu seiner Berufung nach Würzburg war Paeth in Bonn Privatdozent. Dort sammelte er Erfahrungen sowohl am Geographischen als auch am Meteorologischen Institut. "Das hat meine Begeisterung für interdisziplinäre Fragestellungen geweckt", wie er sagt.

    Kontakt: Prof. Dr. Heiko Paeth, T (0931) 888-4688, Fax (0931) 888-5544, E-Mail:

heiko.paeth@mail.uni-wuerzburg.de



AUS DER ZENTRALVERWALTUNG




Angebote der Fort- und Weiterbildung im Juni


Im Rahmen des universitären Fort- und Weiterbildungsprogramms (Internet: www.uni-wuerzburg.de > Übersicht > Fortbildungsprogramm der Universität) werden im Juni nachstehende Veranstaltungen angeboten.

    Falls keine andere Kontaktadresse aufgeführt ist, können verbindliche Anmeldungen (bitte immer mit genauer Bedienstetenadresse und Telefonnummer) unter Berücksichtigung der jeweiligen Termine (Anmeldeschluss!) per E-Mail abgegeben werden bei:
grieb@zv.uni-wuerzburg.de


Rhetorik - Kommunikation - Sicheres Formulieren

Zielgruppe: Beschäftigte der Universität sowie anderer Behörden und Betriebe. Nähere Informationen im Internet. Termin: Freitag, 23. Juni, 9.00 bis ca. 16.00 Uhr. Ort: Neue Universität, Sanderring 2, Schulungsraum 405. Anmeldung bis 2. Juni. Teilnehmergebühr: 100 Euro für Uni-Bedienstete, 120 Euro für externe Teilnehmer.

Workshop Führung von Mitarbeitern/innen

Zielgruppe: Beschäftigte der Universität sowie anderer Behörden und Betriebe. Nähere Informationen im Internet. Termin: Mittwoch, 28. Juni, 13.00 bis ca. 17.00 Uhr. Ort: Neue Universität, Sanderring 2, Schulungsraum 405. Anmeldung bis 21. Juni. Teilnehmergebühr: 26 Euro für externe Teilnehmer.

Moderation von Groß- und Kleingruppen

Zielgruppe: Beschäftigte der Universität (insbesondere Nachwuchswissenschaftler/innen). Nähere Informationen im Internet. Termin: Freitag, 30. Juni, 13.30 bis 19.00 Uhr, Samstag, 1. Juli, 9.00 bis 18.00 Uhr. Ort: Universitätsgebäude Marcusstraße 9 - 11, Seminarraum, Abt. VII, 1. Stock. Anmeldung bis 8. Juni. Teilnehmergebühr: 50 Euro.

Laborstammtisch

Thema: "Feinstaub in der Diskussion". Zielgruppe: Laborpersonal sowie alle Interessierte. Termin: Donnerstag, 29. Juni, 19.00 Uhr. Ort: Nebenzimmer der Gaststätte Luisengarten.


STELLENMARKT


Auskünfte zu den Stellengesuchen erteilt unter Angabe der Info Nr.
Referat IV/4 der Zentralverwaltung T 31-2538


Verwaltungsangestellter Fachprüfung II, langjährige Berufserfahrung durch verschiedene Tätigkeiten als Bürokraft bzw. Sachbearbeiter, zuletzt als Verwaltungsangestellter im Kompetenzzentrum Pathogenomik beschäftigt, sucht Stelle im Universitätsbereich ab sofort (Info-Nr. 2005-109).

Fremdsprachenkorrespondentin, sehr gute Englischkenntnisse, langjährige Berufserfahrung in den Bereichen Büroorganisation, Verwaltung, Vorstandsarbeit, Mitgliederbetreuung und selbständige Abwicklung von nationaler und internationaler Korrespondenz, sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt neuen Wirkungskreis in Teilzeitstellung (vormittags, max. 30 Std./Woche) (Info-Nr. 2006-18).

Sprachwissenschaftlerin (M.A.) und Erwachsenenpädagogin, mehrjährige Berufserfahrung als Projektleiterin im Bildungs- und Messemanagement, sucht Stelle als nicht-wissenschaftliche Mitarbeiterin im Universitätsbereich im Umfang von mindestens 30 Stunden pro Woche (Info-Nr. 2006-26).

Bankkauffrau mit Berufserfahrung sucht Teilzeit-Praktikumsstelle im Verwaltungsbereich im Rahmen einer Qualifikationsmaßnahme (Management für Front- und Backoffice) im Zeitraum vom 29.05. bis 23.06.2006 (Info-Nr. 2006-27).

Kaufmännische Angestellte mit langjähriger Berufserfahrung sucht Teilzeitstelle im Verwaltungsbereich der Universität (Info-Nr. 2006-28).

Industriekauffrau, langjährige Berufserfahrung durch verschiedene Beschäftigungen als Bürokraft/Sachbearbeiterin, Zusatzausbildung: SAP/R 3-Anwenderin und Sekretariatsfachkraft sucht Stelle im Verwaltungsbereich der Universität (Info-Nr. 2006-29).


Am Institut für Molekulare Infektionsbiologie der Universität Würzburg ist ab 1. Juli 2006 im Rahmen eines DFG-geförderten Forschungsprojekts die Stelle einer/es

Technischen Assistentin/en


zu besetzen (ganztags, Vergütung nach BAT, zunächst auf 2 Jahre befristet).

Erfahrungen in molekularbiologischen Arbeiten sind wünschenswert.

Schwerbehinderte Bewerberinnen und Bewerber werden bei ansonsten im Wesentlichen gleicher Eignung und Qualifikation bevorzugt eingestellt.

Ihre Bewerbung richten Sie bitte an: Prof. Dr. Joachim Morschhäuser, Institut für Molekulare Infektionsbiologie, E-Mail:
joachim.morschhaeuser@mail.uni-wuerzburg.de


Röntgenring 11, 97070 Würzburg, T (0931) 31- 2152.



Am Lehrstuhl für Toxikologie der Universität Würzburg kann ab sofort die Stelle eines/er

Doktoranden(in)


(BAT IIa/2, befristet auf 3 Jahre) besetzt werden.

Thema der Arbeit ist:

"Identifizierung und Validierung neuer Biomarker für Leber- und Nierentoxizität".

Im Rahmen eines von der Europäischen Union geförderten Projektes "Innovative Medicines for Europe" (InnoMed) sollen neue Methoden entwickelt werden, um unerwünschte Wirkungen von Arzneimitteln früher und zuverlässiger erkennen zu können. Ziel der Arbeiten ist es, die Vorhersagekraft toxikologischer Prüfungen und damit die Sicherheit neuer Arzneimittel zu verbessern. Basierend auf Ergebnissen moderner "omics" Technologien (Genomics, Proteomics, Metabonomics) sollen die für die Toxizität von Arzneimitteln verantwortlichen Mechanismen mit Hilfe moderner molekular und zellbiologischer Methoden untersucht und potentielle Biomarker für toxische Wirkungen in Leber und Niere identifiziert werden. Es ist geplant, Teile der Arbeiten in enger Kooperation mit Projekt-Partnern aus der pharmazeutischen Industrie durchzuführen.

Der/die Bewerber/in sollte einen naturwissenschaftlichen Hochschulabschluss besitzen und ein hohes Maß an Interesse für Fragestellungen in molekularer Toxikologie und Zellbiologie mitbringen. Sehr gute Studienleistungen und Einsatzbereitschaft werden erwartet. Die Weiterbildung zum/zur Fachtoxikologen/in DGPT wird unterstützt.

Schwerbehinderte Bewerberinnen und Bewerber werden bei ansonsten im Wesentlichen gleicher Eignung und Qualifikation bevorzugt eingestellt.

Aussagefähige Bewerbungsunterlagen richten Sie bitte an: Dr. Angela Mally / Prof. Dr. Wolfgang Dekant, Institut für Pharmakologie und Toxikologie, E-Mail:
mally@toxi.uni-wuerzburg.de


Versbacher Str. 9, 97078 Würzburg, T (0931)-201-48894.



VERSCHIEDENES




Monitore abzugeben


Am Rechenzentrum sind für dienstliche Zwecke abzugeben:
  • 50 Röhrenmonitore 17", Baujahre 1996 - 2001, voll funktionsfähig

Interessenten wenden sich bitte an: Sekretariat des Rechenzentrums, Matthias Reichling, T (0931) 888 5076.

Der Lehrstuhl für Alte Geschichte hat abzugeben:
  • Scanner Mustek MFS-8000 SP, (bedingt funktionsfähig, läuft nur unter Windows 98)

Anfragen sind zu richten an: Sekretariat, Helga Manhalter, E-Mail:
helga.manhalter@uni-wuerzburg.de


T (0931) 31-2876.


ANZEIGEN




Haus oder Wohnung zur Zwischenmiete gesucht


Universitätsprofessor sucht Haus oder große Wohnung (5 Zimmer, ca. 120 qm) für ein Jahr (ab Juli oder August) zur Zwischenmiete. Nachricht bitte an: T (0931) 888 5732.



Doppelhaushälfte zu verkaufen


Von Privat: Äußerst gepflegte DHH in Eisingen, 130 qm Wohnfläche + Spitzboden und Kellerräume, 2 Bäder, Garage und Stellplatz, Spitzenausstattung, eingewachsener Garten, Grund 300 qm, zu verkaufen. VB 295.000 Euro. T (0931) 43913 oder (09306) 3618.