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Frühförderung von Kindern mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalten


Um Kinder mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalten möglichst gut behandeln und betreuen zu können, hat die Direktorin der Poliklinik für Kieferorthopädie der Uni Würzburg, Professorin Angelika Stellzig-Eisenhauer, mit Unterstützung der Medizinischen Fakultät ein "Zentrum für vorsprachliche Entwicklung und Entwicklungsstörungen" eingerichtet.

    Beim Menschen wachsen die einzelnen Abschnitte des Gesichts - wie Lippe, Kiefer und Gaumen - in der Regel in der sechsten bis neunten Schwangerschaftswoche zusammen. Wenn dieser Prozess gestört abläuft, kann es zu Spaltbildungen kommen.

    In Mitteleuropa treten Lippen-Kiefer-Gaumenspalten bei einem von 500 Neugeborenen auf. Damit gehören sie zu den zweithäufigsten angeborenen Fehlbildungen. Neben der Beeinträchtigung des Aussehens leiden die Betroffenen häufig an ausgeprägten Störungen des Gesichtsschädelwachstums, der Sprache und des Gehörs.

    Es gibt eine Reihe von Hinweisen darauf, dass Ursachen für bestimmte Sprech- und Sprachstörungen schon erkennbar sein könnten, bevor die Kinder sprechen. Die Anthropologin Prof. Kathleen Wermke, die sich auf medizinische Themen spezialisiert hat und das Zentrum seit Juli 2003 leitet, analysiert daher sehr genau die "vorsprachlichen Lautäußerungen" von Säuglingen, also deren Schreien und Lallen.

    Zusammen mit dem interdisziplinären Behandlungsteam für Kinder mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalten an der Würzburger Universitäts-Zahnklinik erstellt Prof. Wermke für jeden der kleinen Patienten ein individuelles Entwicklungsprofil. Auf diese Weise kann sie den Verlauf der vorsprachlichen Entwicklung unter dem Einfluss verschiedener kieferorthopädischer und kieferchirurgischer Behandlungsmethoden einschätzen. All das liefert die Möglichkeit, Risikokinder sehr früh zu identifizieren und eventuell durch eine Frühförderung spätere Beeinträchtigungen der Sprach- und Sprechfähigkeit so gering wie möglich zu halten.

    "Mit dem Zentrum für vorsprachliche Entwicklung und Entwicklungsstörungen haben wir eine Institution geschaffen, wie es sie weltweit bislang nicht gibt", sagt Prof. Stellzig-Eisenhauer. Auf lange Sicht strebt die Direktorin ein leistungsfähiges Diagnose- und Therapiezentrum an. Ein solches Ziel ist nur in enger Kooperation mit anderen Kliniken und Instituten zu erreichen. An diesem Vorhaben beteiligen sich am Uniklinikum: Kinderheilkunde, Frauenheilkunde, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Neurochirurgie und Humangenetik.

    Weitere Informationen: Prof. Dr. Angelika Stellzig-Eisenhauer, T (0931) 201-73310, Fax (0931) 201-73300, E-Mail und Internet:
stellzig_a@klinik.uni-wuerzburg.de

http://www.lkg-zentrum.de/

Säugling mit Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalte Ein vier Monate alter Säugling mit einer einseitigen Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalte. Das Kind wurde von den Kieferorthopäden der Würzburger Uniklinik mit einer so genannten Platte versorgt, welche die Kiefer-Gaumenspalte abdeckt und der Wachstumssteuerung des Kiefers dient. Foto: Poliklinik für Kieferorthopädie



Gräber auf dem Web-Friedhof bieten viele Funktionen


Neu, innovativ und erfolgreich - so sollten sie sein, die Internet-Unternehmen, die Studierende der Uni Würzburg zu gründen hatten. Dieser Aufgabe widmeten sich neun interdisziplinär besetzte Teams bei der Lehrveranstaltung "Professionelles Projektmanagement in der Praxis". Nicht nur Informatiker und BWLer nahmen daran teil, sondern auch Physiker, Mathematiker und Biologen.

    Ihre Ergebnisse präsentierten die Teams bei einer Abschlussveranstaltung am 12. Juli im Institut für Informatik. Dort wurden die drei besten Arbeiten mit der "Projekta 2004" prämiert - einer kleinen Statue, die an die Venus von Milo erinnert.

    Als innovativste Idee wurde ein Web-Friedhof ausgezeichnet. Diese virtuelle letzte Ruhestätte - weltweit und rund um die Uhr besuchbar - besteht nicht nur aus Grabsteinen, sondern nutzt alle Möglichkeiten der Internettechnik: An den individuell gestalteten Gräbern lassen sich Bilder, Daten, Lebensläufe der Toten abrufen; in Kondolenzbüchern kann ein jeder persönliche Gedanken hinterlassen. "Hier finden Familien und Freunde einen Ort gemeinsamen Gedenkens", so die Projektmacher Stefanie Drescher, Manuel Göllnitz, Walther Ludwig, Christian Selbach, Gerd Weiß und Tobias Wernsdorfer.

    Der Preis für die beste Projektdurchführung ging an Kochtopf 24. Ziel dieser Internet-Präsenz: Den umgekehrten Weg zum herkömmlichen Kochbuch zu gehen. Es gibt dort also keine Rezepte, aufgrund derer man die Zutaten besorgen muss. Stattdessen gibt der Nutzer die Zutaten an, die er in seiner Küche vorrätig hat, und bekommt dann aus einer Datenbank ein passendes Kochrezept geliefert. Diese Idee realisierten Duc Doan, Michael Herrmann, Korbinian Humm, Christopher Klatt, Jörg Pickelmann und Kathrin Scherger.

    Für die beste Präsentation schließlich wurde ein Team ausgezeichnet, das sich ein Job-Portal für Informatik-Studenten namens iRent ausgedacht hat. Das Portal wurde als offene Plattform für Projektstellen, kurzfristige Tätigkeiten und Hilfegesuche im IT-Sektor entwickelt. "Wir geben den Kunden die Möglichkeit, Angebot und Nachfrage gezielt zur Übereinstimmung zu bringen", so die Entwickler Daniel Scheiner, Michael Höfling, Roland Scharrer, Stefan Retta und Iliyan Iliev.

    Das "Professionelle Projektmanagement in der Praxis", gehalten vom Dozenten Harald Wehnes, ist eine gemeinsame Veranstaltung der Professoren Margit Meyer (BWL/Marketing) und Phuoc Tran-Gia (Informatik). Die über 50 Teilnehmer sollten in die Lage versetzt werden, erfolgreich in Teamprojekten zu arbeiten und kleinere Projekte selbstständig durchzuführen. In Wirtschaft und Verwaltung werden umfangreiche und komplexe Aufgabenstellungen immer häufiger in Form von "Projekten" von interdisziplinär besetzten Teams abgewickelt.



Großes Medieninteresse an Olympia, Würzburg und der Archäologie


Ulrich Sinn, Archäologe an der Uni Würzburg, hat schon mit einigen Irrtümern aufgeräumt, die über das antike Olympia verbreitet waren. Beispiel: Der Sport spielte an diesem Ort nicht die Hauptrolle, sondern war nur Teil eines umfassenden Götterkultes. Über diese und andere Erkenntnisse berichtet Sinn am Donnerstag, 29. Juli, im Würzburger Lokalsender TV Touring.

    Der Professor ist zu Gast in der Sendung "Menschen". Unter anderem stellt er die Ausgrabungen vor, die er im Auftrag des Deutschen Archäologischen Instituts in Olympia leitet. Und das ist nicht der einzige Fernsehtermin, bei dem Sinn mitwirkt. Sein rechtzeitig zur Olympiade 2004 erschienenes Buch "Das antike Olympia. Götter, Spiel und Kunst" hat ihm ein sehr großes Medieninteresse beschert. So wird das Bayerische Fernsehen am Montag, 26. Juli, einen 45-minütigen Film wiederholen, der die Grabungen in Olympia vorstellt und die Geschichte dieses Ortes auch anhand von Vasenbildern aus dem Martin-von-Wagner-Museum der Uni Würzburg erzählt.

    Die einstündige Sendung "Talk 1:1" auf Bayern-2-Radio befasst sich dann am Donnerstag, 29. Juli, ab 16.06 Uhr mit Sinn, Olympia und dem Studium der Klassischen Archäologie an der Uni Würzburg. Auch die Sendung mit der Maus in der ARD nimmt sich am Sonntag, 8. August, des Themas an. Hier hat der Würzburger Archäologe am Drehbuch mitgearbeitet; zur Illustration werden antike Vasen des Wagner-Museums eingesetzt.

    Außerdem waren bereits viele weitere Rundfunk- und Fernsehanstalten in Sachen Olympia zu Besuch bei Sinn: 3sat, SWR, MDR, ARD, Deutschlandfunk, Rundfunk Berlin-Brandenburg, BR oder NDR. Die Wochenzeitung "Zeit" berichtete ausführlich, ebenso die FAZ und der Rheinische Merkur. Vorstellig wurden außerdem die Süddeutsche Zeitung, Spiegel, Focus, die Nachrichtenagenturen Reuters und dpa, Welt, Spektrum der Wissenschaft sowie natürlich die unterfränkischen Lokalzeitungen Main-Echo, Main-Post und Tagespost.



Daniel Kahneman neuer Ehrendoktor der Uni Würzburg


Den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften bekam der Psychologe Daniel Kahneman von der Princeton University (USA) im Jahr 2002 verliehen. Nun kann er eine weitere Auszeichnung für sich verbuchen, nämlich die Ehrendoktorwürde der Universität Würzburg.

    Den Doktorgrad "honoris causa" erhielt Kahneman für seine Beiträge zur experimentellen Erforschung höherer geistiger Prozesse. Dieses Gebiet war in der 1896 von Oswald Külpe begründeten "Würzburger Schule der Psychologie" erstmals zum Gegenstand der psychologischen Forschung erhoben worden. "Professor Kahneman ist somit der vielleicht herausragendste Vertreter einer Forschungstradition, der sich die Würzburger Psychologie von Grund auf verpflichtet fühlt", so der Sozialpsychologe Fritz Strack in seiner Laudatio.
Neuer Ehrendoktor der Uni Würzburg: Daniel Kahneman (links), Psychologe von der Princeton University (USA) und 2002-er Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften, mit seinem Laudator Fritz Strack, Sozialpsychologe an der Uni Würzburg. Foto: Institut für Psychologie Daniel Kahneman und Fritz Strack

    Was verbirgt sich hinter der "Würzburger Schule"? Im Jahr 1879 gründete Wilhelm Wundt das erste psychologische Institut an der Uni Leipzig. Das Forschungsprogramm, das Wundt und seine Schüler - darunter Oswald Külpe - verfolgten, zielte darauf ab, komplexe psychische Sinneserfahrungen in ihre grundlegendsten Bestandteile zu zerlegen: Dabei hatten hoch geübte Experten die Aufgabe, "in ihr eigenes Inneres" zu blicken und so die Grundbausteine der psychischen Erfahrungswelt zu identifizieren.

    "Die Psychologie im Sinne von Wundt beschäftigte sich also mit Erfahrungen. Dagegen galten psychologische Prozesse wie das Nachdenken, Urteilen oder gar das Fällen von Entscheidungen damals nicht als legitime Forschungsgegenstände der Psychologie", so Strack. Hier trat nun Külpe auf den Plan. Er distanzierte sich von Wundts Forschungsprogramm und machte auch höhere mentale Phänomene für die experimentelle Forschung zugänglich.

    1896 gründete Külpe in Würzburg das Institut für Psychologie. Er begann mit Experimenten, bei denen die Teilnehmer mentale oder kognitive Aufgaben absolvieren mussten und gleichzeitig die dabei ablaufenden psychischen Prozesse durch die Methode der Introspektion, also durch ein "in sich selbst hineinblicken", erkunden sollten.

    "Doch so sehr Külpe und seinem Forschungsprogramm, das als 'Würzburger Schule der Psychologie' bekannt wurde, Anerkennung gebührt - seine Experimente avancierten nicht zu den Klassikern des Fachs", wie Strack sagte. Zwar habe Külpe Grundlagen für spätere Durchbrüche in der Denk- und Sprachpsychologie gelegt, doch erst durch moderne Forschungsmethoden konnten Erkenntnisse erzielt werden, die der Erklärung des menschlichen Denkens zum Durchbruch verhalfen. Die Methode der Introspektion erwies sich letztlich als unzulänglich, und aus diesem Grund war auch Wundts Forschungen kein Erfolg beschieden.

    Der Forschung von Kahneman kommt vor diesem Hintergrund eine entscheidende Bedeutung zu. Strack zu dem Gast aus USA: "Ihre Arbeit hat die Ideen von Wundt und Külpe zusammengeführt. Neben vielen anderen Dingen haben Sie aufgezeigt, dass subjektive Empfindungen eine wesentliche Rolle spielen, wenn es darum geht, sich ein Urteil zu bilden und Entscheidungen zu treffen. Ihre gesamte Arbeit hat unser Verständnis höherer mentaler Prozesse wesentlich bereichert. Und aus diesem Grund sind wir in Würzburg stolz darauf, sie als Ehrendoktor unter uns zu haben."

    Die Verleihung des Ehrendoktorgrades bei einer Feier in der Neubaukirche am 12. Juli erfolgte durch den Präsidenten der Uni Würzburg, Axel Haase, und die Dekanin der Philosophischen Fakultät III, Margareta Götz. Nach der Auszeichnung sprach Kahneman über das Thema "Toward a Science of Well-Being".



Internet-Kurse für Handwerker und kleinere Unternehmen


Neue Internet-Kurse zum Thema Elektronischer Geschäftsverkehr (eBusiness) gibt es seit Anfang Juli im weltweiten Netz der Netze auf einer eigenen Plattform. An deren Verwirklichung war das Mainfränkische Electronic Commerce Kompetenzzentrum (MECK) beteiligt, dem auch der Lehrstuhl für BWL und Wirtschaftsinformatik der Uni Würzburg angehört.

    Zielgruppe der Kurse sind kleine und mittelständische Unternehmen sowie Handwerker. Die Übungen befassen sich mit dem Online-Recht, einer davon hat als Schwerpunkt die Netz- und Informationssicherheit. Dort werden das Telekommunikationsgesetz, Vertrags- und Vertriebsrecht, Haftung, Datenschutz und Signaturgesetz zusammengefasst und erläutert. Zusätzlich werden dem Anwender die Lerninhalte in Form von Merksätzen, Grafiken und Animationen näher gebracht. Übungen und Tests zur Überprüfung des erworbenen Wissens runden den Online-Kurs ab.

    Dieses Angebot stammt von der "Electronic Commerce-Akademie" des Netzwerks für elektronischen Geschäftsverkehr und wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit finanziell gefördert. Ergänzend zu den Übungskursen bietet die Akademie im Web mehrere Vorträge von Experten in Form eines "Virtuellen-Präsentations-Dialogs" an. Dahinter verbirgt sich eine Kombination aus Vortragsfolien und gesprochenen Erläuterungen.

    Die derzeitigen Angebote stehen den Nutzern bis Ende 2005 kostenlos zur Verfügung. Nach der Anmeldung auf der Homepage der Akademie bekommen Interessenten per E-Mail automatisch einen Benutzernamen und ein Passwort zugeschickt:
http://www.ec-akademie.de/




Mittelstands-Forum: Einkaufen und Investieren in China


China ist die neue Weltwirtschafts-Lokomotive. Die Volksrepublik hat 2003 mehr Direktinvestitionen angezogen als irgendein anderes Land der Welt. "Auch deutsche Firmen nehmen Milliardeninvestitionen in China vor, da die Chancen des sich entwickelnden Marktes ohne Beispiel sind", so Professor Ronald Bogaschewsky von der Uni Würzburg. Ihm zufolge bieten sich auch für die Beschaffung deutscher Unternehmen große Erfolgspotenziale - aber auch erhebliche Risiken. Zu diesem Thema leitet der Würzburger Wirtschaftswissenschaftler das erste Mittelstands-Forum "Einkaufen und Investieren in China", das am Freitag, 23. Juli, ab 9.30 Uhr im Audimax der Universität am Sanderring stattfindet. Veranstalter sind das Würzburger Centrum für Supply Management sowie der Lehrstuhl für BWL und Industriebetriebslehre, den Bogaschewsky innehat. Zielgruppe sind mittelständische Betriebe; weitere Informationen und Anmeldung:
http://ibl.wifak.uni-wuerzburg.de/supply-markets/index.asp?Check=&Lan=1&Head=0&Main=4&besi=1




Bioinformatik live und interaktiv


Die Universitäten Würzburg, Bayreuth und Erlangen-Nürnberg bieten ihren Studierenden eine gemeinsame Vorlesung über Bioinformatik an. Die Vorträge werden zwischen den drei Standorten live und interaktiv in Fernsehqualität übertragen, und zwar als Blockkurs am Montag und Dienstag, 26. und 27. Juli. Die Vorlesung, die an beiden Tagen von 9.15 bis 12.45 Uhr dauert, befasst sich mit bioinformatischen Methoden zur Sequenzdatenanalyse. Die Würzburger Studierenden können sie im Zuse-Hörsaal des Instituts für Informatik am Hubland hören. Zielgruppe sind Naturwissenschaftler, Mediziner und Informatiker. Die Themen der Vorträge finden sich hier:
http://www.biomedtec-franken.de/ger/virt-bioinfo04.html




Examensfeier der Juristen mit Preisvergaben


Die Juristische Fakultät veranstaltet ihre Examensfeier mit Übergabe der Zeugnisse am Freitag, 23. Juli, ab 10.30 Uhr in der Neubaukirche. Grußworte sprechen Franz-Ludwig Knemeyer, Vorsitzender der Würzburger Juristen-Alumni, Dekan Günter Christian Schwarz und Peter Schauff, Präsident des Landgerichts Würzburg. Die Festansprache hält Heino Schöbel, Leiter des Landesjustizprüfungsamtes. Anschließend werden die Examenszeugnisse sowie der Wolfgang-Kuhlen-Preis verliehen. Nach der Übergabe der Diplome im Begleitstudium Europäisches Recht wird schließlich der Alumni-Europa-Preis überreicht.



Spende für die Mukoviszidose-Patienten


Der ambulanten Versorgung von Mukoviszidose-Patienten am Klinikum der Uni Würzburg kommen die 600 Euro zu Gute, die Hans Will aus Kitzingen gesammelt hat. Das Geld stammt aus einer Aktion, bei der Trikots von Spitzensportlern auf dem "Radsportforum.de" im Internet versteigert wurden. Hans Will übergab den Scheck am 19. Juli an Dr. Alexandra Hebestreit und Dr. Annette Holl-Wieden von der Uni-Kinderklinik. Die Mukoviszidose ist eine schwere Lungenerkrankung, die sich im frühen Kindesalter bemerkbar macht. Ursache ist ein zu zäher Schleim in den Luftwegen, der sich in der Lunge festsetzt. Dadurch entwickelt sich eine chronische Entzündung, die schrittweise die Lunge zerstört.


WISSENSCHAFTSPREISE




Bypass-Patienten an der Uniklinik erfolgreich motiviert


Allen Patienten, die sich einer Herzbypass-Operation unterziehen mussten, bietet die Klinik für Herz- und Thoraxchirurgie der Uni Würzburg ein Motivationsprogramm an. Es soll dafür sorgen, dass die Patienten dauerhaft ihren Lebensstil ändern und so das Risiko für weitere Gefäßschäden verkleinern. Der Psychologe Jens-Holger Krannich, der das Programm entwickelt hat, wurde dafür nun ausgezeichnet.

Jens-Holger Krannich     Krannich berichtete auf der 31. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauferkrankungen in Berlin über die Effektivität des Programms. Bei einer Studie konnte er nachweisen, dass seine Bemühungen tatsächlich auch fruchten: "Die Motivation der Patienten, ihren Lebensstil zu ändern, steigt nachweislich an." Aufgrund der Qualität seiner Untersuchung und seines Vortrags erhielt Krannich einen mit 500 Euro dotierten Preis.

    Bei seiner Tätigkeit in der Würzburger Uniklinik analysiert Krannich die individuellen Risikofaktoren der Bypass-Patienten: Bluthochdruck, erhöhte Cholesterinwerte, zu wenig sportliche Betätigung, Stress, Depression. Wenn diese Faktoren bestehen bleiben, schreitet die Gefäßverkalkung weiter voran. Auch der Bypass kann dadurch zerstört werden - und dann ist ein erneuter Eingriff nötig. Darum ist es für die Patienten wichtig, ihre Lebensführung zu ändern. In diesem Sinne bereitet Krannich sie auf die Rehabilitation vor, führt Einzelgespräche und bietet einmal wöchentlich einen Vortrag an. Dabei ist es dem Psychologen ein besonderes Anliegen, die Familie der Patienten mit einzubeziehen.

    Die positiven Ergebnisse haben den Initiator der Studie, Professor Olaf Elert, Direktor der Klinik für Herz- und Thoraxchirurgie, dazu veranlasst, dieses Programm weiterzuführen. "Damit hat die Würzburger Herzchirurgie erfolgreich wissenschaftliches Neuland betreten und eine sofortige Umsetzung in den Klinikalltag geschafft", sagt Elert. Nach derzeitigem Stand sei dieses Vorgehen einzigartig in der Bundesrepublik.

    An der Studie beteiligten sich neben Professor Elert und Christoph Schimmer aus der Herzchirurgie auch Peter Weyers vom Institut für Psychologie, Professor Hermann Faller vom Rehabilitationswissenschaftlichen Forschungsverbund Bayern sowie Professor Peter Deeg und Stefan Lueger von der Deegenbergklinik Bad Kissingen.

    Die Vorträge für Bypass-Patienten stehen auch anderen Interessierten offen. Sie finden immer mittwochs um 14.00 Uhr im Seminarraum 1 des Zentrums für Operative Medizin an der Oberdürrbacher Straße 6 statt. Weitere Informationen:

    Jens-Holger Krannich, T (0931) 201-33100, E-Mail:

krannich_j@klinik.uni-wuerzburg.de



FORSCHUNGSPROJEKTE




Physiker bauen superschnelle Digitalzähler aus Y-Transistoren


Der neue Bayerische Forschungsverbund für Nanoelektronik (FORNEL) hat seine Arbeit aufgenommen. Die Bayerische Forschungsstiftung fördert ihn mit 2,1 Millionen Euro, acht Partner aus der Halbleiterindustrie bringen weitere 2,3 Millionen auf. Beteiligt sind außerdem acht Teams aus bayerischen Hochschulen - darunter eine Arbeitsgruppe vom Lehrstuhl für Technische Physik der Uni Würzburg.

    Handys, Computer, Autos, Produktionsmaschinen: Die Mikroelektronik und ihre Anwendungen sind heute in vielen Bereichen wichtig. Dabei ist der Fortschritt rasant: Etwa alle 18 Monate verdoppelt sich die Anzahl der elektronischen Bauelemente, die auf einem Computerchip Platz finden. Dieser zunehmenden Miniaturisierung sind allerdings Grenzen gesetzt. Für die immer kleineren und dünneren Strukturen sind Grenzflächen und Zwischenschichten notwendig, die zum Teil nur noch wenige Atomlagen dick sind. Dadurch verändern sich die elektronischen Eigenschaften der Schichten und es kommt zu ungünstigen Effekten - das macht neue Entwicklungsansätze für Bauelemente und Schaltungen nötig.

    In der Mikroelektronik geht es um Strukturen in der Größenordnung von Mikrometern, was dem tausendsten Teil eines Millimeters entspricht. Weitaus winziger ist die Nanowelt: Ein Nanometer entspricht einem millionstel Teil eines Millimeters. "Es wird voraussichtlich höchstens noch zehn Jahre dauern, bis wir mit der herkömmlichen Silicium-Technologie beim Übergang von der Mikro- zur Nanoelektronik Probleme bekommen", so der Würzburger Physiker Lukas Worschech.

    Darum forschen die Wissenschaftler in FORNEL an neuen Methoden, um winzige Strukturen unter 50 Nanometern aufzubauen. Auch Konzepte für Bauelemente sind gefragt - zum Beispiel mit Hilfe der so genannten Y-Transistoren, mit denen sich Verstärker oder Digitalzähler in extrem kompakten Schaltkreisen bauen lassen. An genau dieser Thematik arbeiten die Physiker an der Uni Würzburg, deren FORNEL-Projekt von Professor Alfred Forchel geleitet wird.

    In der herkömmlichen Elektronik wird der Stromfluss in einem Transistor durch das Anlegen einer Spannung gesteuert. Für die durchfließenden Elektronen bedeutet das eine Barriere, sie werden gebremst. In einem Y-Transistor durchlaufen die Elektronen einen y-förmigen Kanal. In diesem verteilen sie sich nach rechts und nach links, ohne dabei gestoppt zu werden - darum sind Y-Transistoren wesentlich schneller. Auf dieser Grundlage wollen die Würzburger Physiker nun Digitalzähler bauen, die ankommende Strompulse sehr schnell zählen können.

    Weitere Informationen: PD Dr. Lukas Worschech, T (0931) 888-5813, Fax (0931) 888-5143, E-Mail:
worschech@physik.uni-wuerzburg.de



WISSENSCHAFTLICHE TAGUNGEN




Richtige Lebensweise und wahre Politik - wie Platon sie sah


Platon kommt in der Riege der antiken Philosophen neben Aristoteles der erste Rang zu. Gleichzeitig darf er aber auch als bedeutendster Prosaautor der griechischen Antike gelten. Mit ihm befassen sich die Teilnehmer des VII. Symposium Platonicum, das von Montag bis Samstag, 26. bis 31. Juli, an der Uni Würzburg stattfindet.

    Platon hat in seinen Dialogen zum ersten Mal grundlegende Fragen und Probleme der Philosophie formuliert. Methodisch verfolgt er eine Art von Wahrheitssuche, die seither für jede philosophische Auseinandersetzung beispielhaft geblieben ist. Als Dialektiker, Kosmologe, Metaphysiker und Theologe, aber auch als politischer Denker und Pädagoge hat er einen nicht zu überschätzenden Einfluss auf die europäische Geistesgeschichte ausgeübt.

    Bei dem Symposium stehen seine Dialoge "Gorgias" und "Menon" im Mittelpunkt. Sie bieten mit Fragen nach der richtigen Lebensweise, nach der Bedeutung von Rhetorik und Philosophie, nach der Sophistik und der wahren Politik ein breites Spektrum von durchaus aktuellen Fragen, die in ungefähr 70 Vorträgen beleuchtet und diskutiert werden sollen.

    Zu dem Symposium in der Residenz werden Gäste aus über 30 Ländern erwartet. Veranstalter der Tagung ist die "International Plato Society" (IPS), die es sich zur Aufgabe gemacht hat, der internationalen Forschung über Platon ein Forum zu geben und zur Förderung und Vernetzung von Projekten und Forschungen in verschiedenen Teilen der Welt beizutragen. Präsident dieser Gesellschaft ist der Graezist Michael Erler, Inhaber des Lehrstuhls für Klassische Philologie I an der Uni Würzburg. Die IPS wurde 1986 in Mexico-City gegründet und zählt heute mehr als 300 Mitglieder aus über 30 Ländern.

    Weitere Informationen: Stefan Schorn, T (0931) 31-2820, Fax (0931) 31-2419, E-Mail und Internet:
stefan.schorn@mail.uni-wuerzburg.de

http://www.platon.org/DEUTSCH/Symposium_Programm.htm



PERSONALIA


Dr. Stefan GATTENLÖHNER, Wissenschaftlicher Assistent, Lehrstuhl für Allgemeine Pathologie und pathologische Anatomie, wurde mit Wirkung vom 14.07.2004 die Lehrbefugnis für das Fachgebiet "Allgemeine Pathologie und pathologische Anatomie" erteilt.

Dr. Ute HENTSCHEL, Wissenschaftliche Angestellte, Zentrum für Infektionsforschung, wurde mit Wirkung vom 14.07.2004 die Lehrbefugnis für das Fachgebiet "Mikrobiologie" erteilt.

Dr. Hardi LÜHRS, Wissenschaftlicher Assistent, Medizinische Klinik, wurde mit Wirkung vom 14.07.2004 die Lehrbefugnis für das Fachgebiet "Innere Medizin" erteilt.

PD Dr. Marlen PETERSEN, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Institut für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin des Universitätsklinikums Mannheim, wurde mit Wirkung vom 14.07.2004 die Bezeichnung "außerplanmäßige Professorin" verliehen.

Prof. Dr. Kenneth RICKER, Neurologie, ist am 07.07.2004 im Alter von 69 Jahren gestorben.

Dr. Andreas WEISHAUPT, Akademischer Rat, Neurologische Klinik und Poliklinik, wurde mit Wirkung vom 14.07.2004 die Lehrbefugnis für das Fachgebiet "Neuroimmunologie" erteilt.

Gäste an der Universität:

Prof. Dr. Kazem SEYED-EMAMI, Tehran University, Iran, hält sich im Rahmen einer von der Alexander von Humboldt geförderten Institutspartnerschaft im Juli und August am Institut für Paläontologie auf. Er wird in diesem Zeitraum zusammen mit dem Lehrstuhlinhaber für Paläontologie, Prof. Dr. Franz T. Fürsich, über die geologische Entwicklung des nördlichen Iran im Erdmittelalter arbeiten.


VERSCHIEDENES




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Anfragen sind zu richten an: Thoralf Jurtz, T (0931) 201 55450, Funk 153-3273.



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