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Stammzelltherapie: Zwei Kliniken arbeiten künftig in einem Haus


Mit einem Festakt hat die Universität Würzburg am Montag den Baubeginn am Zentrum für Stammzelltransplantationen im Klinikum gefeiert. Mit Kosten von 7,3 Millionen Euro soll das neue Zentrum in der Josef-Schneider-Straße bis zum Frühjahr 2004 fertiggestellt werden.

    Mit dem neuen Stammzelltransplantationszentrum erhält die Universitätsklinik Würzburg eines der neuesten Zentren dieser Art in Deutschland. Neuartig an diesem Konzept ist die enge räumliche und auch organisatorische Verzahnung zweier Kliniken, der Universitäts-Kinderklinik und der Medizinischen Poliklinik, die unter einem Dach im Stammzelltransplantation zusammenarbeiten werden. Das Raumprogramm umfasst zwei Bettenstationen mit insgesamt neun Intensivpflegebetten und vier Nachsorgezimmer, auf denen krebskranke Kinder und Erwachsene therapiert werden sowie einen Laborbereich. Die Hauptnutzfläche des Gebäudes beträgt auf drei Geschossen insgesamt 670 Quadratmeter.

    Durch eine enge Zusammenarbeit zwischen Universitätsklinikum, der Medizinischen Fakultät der Universität Würzburg, Krankenkassen und staatlichen Institutionen einerseits und privaten Institutionen wie der Aktion Stammzelltherapie und der Elterninitiative leukämie- und tumorkranker Kinder Würzburg e.V. andererseits, konnte dieses wichtige Projekt auch in einer Zeit äußerst angespannter öffentlicher Haushalte realisiert werden. Einen wesentlichen Beitrag zur raschen Realisierung leistete die "Aktion Stammzelltherapie", getragen von Gabriele Nelkenstock und vielen weiteren Mitarbeitern, die in einer einzigartigen Aktion von Dezember 2000 bis Dezember 2001 einen Betrag von einer halben Million Euro erbrachte.

    Dem Direktor der Universitäts-Kinderklinik, Prof. Dr. Christian P. Speer, war es seit seiner Berufung ein wichtiges Anliegen, den Bereich der Kinderonkologie weiter zu verstärken. Die Kinderonkologie an der Universitäts-Kinderklinik unter Leitung von Prof. Joachim Kühl zählt mit ca. 110 Neuerkrankungen pro Jahr zu einem der großen kinderonkologischen Zentren Deutschlands. Eine enge medizinische und organisatorische Kooperation mit verschiedenen Abteilungen des Universitätsklinikums - insbesondere der Abteilung für Pädiatrische Neurochirurgie und Strahlentherapie - ist eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass die Prognose für Kinder und Jugendliche mit bösartigen Erkrankungen entscheidend verbessert werden konnte.

    Bis vor kurzem fehlte in dieser integrierten Versorgung die Stammzelltransplantation als ein weiterer wesentlicher Behandlungsbaustein. In der Vergangenheit mussten deshalb viele Kinder und Jugendliche in weit entfernte Zentren zur Transplantation verlegt werden. Mit der Berufung von Prof. Dr. Paul-Gerhard Schlegel aus Tübingen im Oktober 2001 wurde der kinderonkologische Schwerpunkt um den Bereich der Stammzelltransplantation erweitert. Seit Dezember 2001 werden an der Universitäts-Kinderklinik Würzburg in begrenztem Umfang bereits autologe Stammzelltransplantationen bei Kindern und Jugendlichen durchgeführt.

    Die Infrastruktur des neuen Zentrums wird es ab April 2004 ermöglichen, alle Kinder und Jugendliche, die im Rahmen ihres Behandlungskonzeptes eine Transplantation benötigen, hier in Würzburg zu behandeln. Dabei werden neueste Verfahren zur Transplantation eigener aufgereinigter Stammzellen ("autologe" Transplantationen) als auch Verfahren zur Transplantation von Stammzellen eines gesunden Familien- oder Fremdspenders ("allogene" Transplantationen) zum Einsatz kommen.

    An der von Prof. Dr. Klaus Wilms geleiteten Medizinischen Poliklinik werden bereits seit vielen Jahren autologe Stammzelltransplantationen durchgeführt. Da auch in dieser Klinik ein dringender Bedarf an Transplantationsbetten und der Etablierung allogener Transplantationen besteht, wurde in der Folge ein Standort gesucht, der zentral an die Versorgungsstrukturen des Klinikums angebunden ist und dessen Infrastruktur sowohl für Kinder und Jugendliche als auch für Erwachsene gemeinsam genutzt werden kann.

    Nach der Begrüßung durch Universitätspräsident Prof. Dr. Theodor Berchem sprachen auf der Feier an der Baustelle im Klinikum Grußworte: Bürgermeister Dr. Adolf Bauer, Regierungsvizepräsidentin Heidrun Piwernetz, der Dekan der Medizinischen Fakultät, Prof. Dr. Stefan Silbernagl, der Ärztliche Direktor des Klinikums, Prof. Dr. Christoph Reiners, der Direktor der Medizinischen Poliklinik, Prof. Dr. Klaus Wilms, der Direktor der Kinderklinik und Poliklinik, Prof. Dr. Christian Speer, und der Leiter des Universitätsbauamtes, Hans Bock. Der anschließende Imbiss fand im Garten der Kinderkrankenpflegeschule statt.

Festgäste an der Bautafel des Zentrums für Stammzelltransplantationen

Feierten den Baubeginn am Zentrum für Stammzelltransplantationen (von links): die Landtagsabgeordneten Manfred Ach und Walter Eykmann, Gabriele Nelkenstock, Bürgermeister Adolf Bauer, Kinderklinik-Direktor Christian P. Speer, Klaus Wilms, Direktor der Medizinischen Poliklinik, Christoph Reiners, Ärztlicher Direktor des Uniklinikums, Heidrun Piwernetz, Regierungsvizepräsidentin von Unterfranken, Hans Bock, Leiter des Universitätsbauamtes, und Stefan Silbernagl, Dekan der Medizinischen Fakultät. Foto: Robert Emmerich




Bestes Rezept gegen Spam-Mail: Nachrichten löschen


Jeden Morgen die gleiche Prozedur. Computer einschalten, E-Mails lesen, Schrott aussortieren: Da soll man Viagra bestellen, einem Afrikaner bei finanziellen Transaktionen helfen oder sich den Penis verlängern lassen - und das alles noch vor dem Frühstück. Solch unerwünschte bis dubiose Post wird Spam-Mail oder einfach nur Spam genannt und dürfte jedem PC-Nutzer bekannt sein. Was man dagegen tun kann, erklärt Roland Völker vom Rechenzentrum der Uni Würzburg.

    "Grundsätzlich ist hierzu zu sagen: Kaufen Sie niemals etwas, das Ihnen in einer Werbe-Mail angeboten wird. Eine Vergrößerung des Erfolgs des Spammers wird noch mehr Spam nach sich ziehen", so Völker. Am einfachsten und zeitsparendsten sei es, die Nachricht zu löschen. Sinnlos ist es auch, die Spam-Mails zu beantworten, denn in der Regel ist die Antwort nicht zustellbar. "Im schlimmsten Fall erhält der Spammer aus einer Antwort die Information, dass die E-Mail-Adresse gültig ist, was zur Folge haben kann, dass Sie in Zukunft mit noch mehr Werbemüll bedacht werden", gibt der Fachmann vom Rechenzentrum zu bedenken.

    Mit Viren verseuchte E-Mails werden im Rechenzentrum an zentraler Stelle aussortiert. Mit Spam-Post ist das laut Völker nicht so ohne weiteres machbar. Zum einen können diese Mails nicht eindeutig identifiziert werden: "Was für den einen lästiger Werbeschrott ist, beinhaltet für den anderen möglicherweise nützliche Verbraucherinformationen." Zum anderen sei es aus juristischer Sicht äußerst fragwürdig, E-Mails nicht zuzustellen, ohne hierfür einen hinreichenden Grund zu haben und ohne den Empfänger zu benachrichtigen.

    Trotzdem wollte das Rechenzentrum die Benutzer nicht sich selbst überlassen und hat ein Programm namens "Spamchecker" in Betrieb genommen, das eine "Spam-Bewertung" an allen ankommenden E-Mails durchführt. Um die Vorarbeiten des Spamcheckers nutzen zu können, muss der Anwender aber selbst für die Einstellungen an der jeweiligen Client-Software sorgen. Mehr Informationen zu den Einstellungen bei den gängigsten Produkten sind zu finden unter
http://www.rz.uni-wuerzburg.de/dienste/email/spam.html


    Der Webmail-Dienst des Rechenzentrums ermöglicht ein sehr einfaches Einrichten von Filtern für das Aussieben von Spam:
http://www.rz.uni-wuerzburg.de/dienste/email/webmail.html


    Wie das Rechenzentrum seine Benutzer, also die Studierenden und Mitarbeiter der Universität, beim Umgang mit Spam unterstützt, ist in der neuen Ausgabe von "inside" beschrieben. Die Broschüre befasst sich mit der Sicherheit in der Informationstechnologie, enthält weitere Tipps zum Umgang mit Spam und ist kostenlos in der Beratung des Rechenzentrums am Hubland erhältlich, T (0931) 888-5050, E-Mail:
beratung@rz.uni-wuerzburg.de


    Sie kann auch als pdf-Datei aus dem WWW heruntergeladen werden:
http://www.rz.uni-wuerzburg.de/infos/publikationen/



Spam ist eigentlich Dosenfleisch

Der Begriff Spam ist ein Kürzel für "Spiced Pork And Ham" (gewürztes Schweine- und Rindfleisch) und geht auf ein Dosenfleisch-Produkt der Firma Hormel Foods Corporation zurück, das bereits in den 30er-Jahren des 20. Jahrhunderts vertrieben wurde. Dieses Fleisch spielt in einem Sketch der britischen Komikertruppe Monty Python eine zentrale Rolle: In einem Schnellrestaurant stellt ein Ehepaar fest, dass alle Speisen einen mehr oder weniger großen Anteil an Spam enthalten. Es entwickelt sich ein amüsanter Dialog mit der Kellnerin, der mehrmals durch den Gesang einer Horde von Wikingern unterbrochen wird: "Lovely Spam, wonderful Spam!" Alles in allem wird der Begriff Spam innerhalb weniger Minuten mehr als 120 Mal wiederholt. Aufgrund dieses Sketches bezeichnete man anfangs Beiträge, die in einer unakzeptabel großen Anzahl in einer oder mehreren Newsgroups veröffentlicht werden, als Spam. Heute wird der Begriff meist für unerwünschte Werbe- oder Massenmails verwendet.




Einstiegsdroge Nikotin: Schulen sollen rauchfrei werden


Der Anteil der Raucher bei Kindern und Jugendlichen hat in den vergangenen zehn Jahren zugenommen. Dass Nikotin eine Einstiegsdroge ist, wurde inzwischen wissenschaftlich nachgewiesen. Darum besteht ein hohes Risiko, dass junge Raucher in ihrem späteren Leben weitere Suchterkrankungen entwickeln.

    Um dem entgegenzusteuern, veranstalten die Bayerische Akademie für Suchtfragen in Forschung und Praxis und die Uni Würzburg eine Fortbildung unter dem Titel "Rauchfreie Schule". Zielgruppen sind Schulleitungen, Suchtbeauftragte und Schülersprecher aus Volks-, Haupt-, Real- und Berufsschulen sowie Gymnasien in ganz Bayern ebenso wie Multiplikatoren in der Jugendarbeit und Vertreter von Lehrer- und Elternverbänden.

    Die Fortbildung findet am Mittwoch, 23. Juli, von 10.30 Uhr bis 17.00 Uhr im Audimax der Universität am Sanderring statt. Sie wird unterstützt von den Bayerischen Staatsministerien für Gesundheit, Ernährung und Verbraucherschutz sowie für Unterricht und Kultus.

    Nach Grußworten von Vertretern der Ministerien werden das Gefahrenpotenzial des Rauchens, die Schädigung durch Passivrauchen, der Fürsorgeschutz durch Lehrer und therapeutische Unterstützungsmöglichkeiten für ausstiegswillige Raucher dargelegt. Auch die derzeit bewährten Präventions- und Interventionsprogramme für Jugendliche sowie ihre Effizienz und Akzeptanz werden vorgestellt.

    Das Tagungsprogramm ist über die Homepage der Bayerischen Akademie für Suchtfragen (BAS) einsehbar. Die Veranstaltung ist kostenfrei. Weitere Informationen und Anmeldung per E-Mail
bas@bas-muenchen.de

http://www.bas-muenchen.de/veranstaltungen.html




Organspendepreis in Gold für das Würzburger Uniklinikum


Den "Bayerischen Organspendepreis in Gold" bekam das Klinikum der Uni Würzburg am Donnerstag, 10. Juli, in München verliehen. Es erhielt die mit 1.500 Euro dotierte Auszeichnung, weil es bei der Organisation seines Transplantationszentrums Strukturen geschaffen hat, die für 2002 die höchste Zahl von Organspenden im bayernweiten Vergleich nach sich zogen, so Bayerns Sozialministerin Christa Stewens in ihrer Laudatio.

    Außerdem habe man in Würzburg die Aufgabe der Organspende unabhängig von eigenen Interessen wahrgenommen: Das klinikeigene Transplantationsprogramm habe, bedingt durch die bundeseinheitliche Warteliste, nicht von der hohen Zahl der Organspenden profitieren können, so Stewens. Das zeige, dass in Würzburg alle Beteiligten die Organspende in vorbildlicher Weise als Gemeinschaftsaufgabe sehen.

    Vom Würzburger Uniklinikum wurden 2002 insgesamt 25 Organentnahmen durchgeführt; bei 21 davon handelte es sich um Mehrfachorganentnahmen. Transplantiert wurden 43 Nieren, fünf Lebern und drei Bauchspeicheldrüsen.

    Verliehen wurde der Organspendepreis in der Münchener Residenz anlässlich der dritten Jahrestagung der Transplantationsbeauftragten an bayerischen Krankenhäusern, und zwar gemeinsam vom Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen sowie von der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO). Dr. Wolfgang Müllges, Transplantationsbeauftragter der Würzburger Neurologischen Klinik, nahm den Preis stellvertretend für das Uniklinikum in Empfang.

    Weiterhin wurden ausgezeichnet: das Städtische Krankenhaus München-Schwabing, das Städtische Dr. Otto-Geßler-Krankenhaus in Lindenberg im Allgäu sowie das Kreiskrankenhaus Aschaffenburg in Alzenau-Wasserlos.



Multimedia-Dienste im Rechenzentrum


Unter dem Dach und unter der Leitung des Rechenzentrums wurde zum 1. Juli - zunächst zeitlich befristet - eine neue Arbeitsgruppe eingerichtet. Sie soll das Konzept für den Einsatz von Multimedia in Lehre und Forschung an der Uni Würzburg umsetzen.

    In der ersten Ausbaustufe werden folgende Service-Aufgaben im Vordergrund stehen:
  • Betreuung der Multimedia-Ausstattung, Einweisungen und Schulungen zur Nutzung des Equipments
  • Koordination der Gewährleistungs- und Wartungseinsätze
  • Schulung und Unterstützung des Videokonferenzdienstes sowie von Vorlesungsübertragungen
  • Planung und Koordination des weiteren Multimedia-Ausbaus

    Außerdem soll ein Konzept für die Umsetzung des vom Senat beschlossenen Grundsatzpapiers erarbeitet werden. Soweit zeitlich noch möglich, sollen der Einsatz der Neuen Medien in der Universität koordiniert und die Mitarbeiter beim Erwerb von Multimediakompetenz unterstützt werden.

    Multimedia spielt in Lehre und Forschung an der Uni Würzburg bereits heute eine nicht zu vernachlässigende Rolle. Zudem wird die Bedeutung der Neuen Medien weiter zunehmen. Die Hochschulleitung hat diese Entwicklung frühzeitig erkannt und im Frühjahr 2001 einen Arbeitskreis eingesetzt mit dem Auftrag, ein Multimedia-Konzept zu erarbeiten.

    Der Bericht des Arbeitskreises war die Basis für ein Grundsatzpapier, das der Senat am 30. April 2003 verabschiedet hat. Gleichzeitig bat der Senat die Ständige Kommission für Angelegenheiten der Universitätsbibliothek und des Zentrums für Sprachen und Mediendidaktik darum, die in dem Grundsatzpapier ausgesprochenen Empfehlungen umzusetzen.

    Hierfür wurde die mit zunächst drei Stellen ausgestattete Arbeitsgruppe eingerichtet: Zwei Zeitstellen finanziert die Dr. Herbert-Brause-Stiftung, die dritte stammt vom Zentrum für Sprachen und Mediendidaktik. Die von den Mitarbeitern wahrzunehmenden Aufgabengebiete werden zwischen der Leitung des Rechenzentrums und der Senatskommission abgestimmt. Weitere Informationen:
multimediadienste@rz.uni-wuerzburg.de

http://www.rz.uni-wuerzburg.de/dienste/




Rechenzentrum schafft Festplattenplatz für Lehrstühle


Bislang wurde Festplattenplatz auf den zentralen Novell-Servern des Rechenzentrums für Mitarbeiter und Studierende personenbezogen zugeordnet. Ab sofort kann zusätzlich auch ein Plattenkontingent pro Lehrstuhl oder Einrichtung bereitgestellt werden.

    Die Hauptziele, die mit diesem neuen Service des Rechenzentrums angestrebt werden: Entlastung der Lehrstühle und Einrichtungen vom Betrieb eigener Server, Steigerung der Effizienz durch Nutzung eines gemeinsamen Speicherplatzes für Datenaustausch, Förderung der Unabhängigkeit von einem bestimmten Arbeitsplatz, Erhöhung der Datensicherheit durch eine regelmäßige und überwachte Sicherung der Daten, ein so genanntes Backup.

    Auf Antrag erhält jeder Lehrstuhl oder jede Einrichtung ein kostenfreies Grundkontingent von fünf Gigabyte (GB) Speicherplatz auf den zentralen Novell-Servern. Bei höherem Bedarf werden pro weiteren fünf GB jedes Jahr 40 Euro berechnet. Diese Gebühr ist in die Gebührenordnung des Rechenzentrums integriert und wird den aktuellen Entwicklungen angepasst.

    Für die Verwaltung des Plattenplatzes ist ein Mitarbeiter des Lehrstuhls zuständig. Schließen sich mehrere Lehrstühle zusammen, kann das kumulierte Kontingent von einem Gruppenverwalter zusammengefasst und intern aufgeteilt werden. Dieser Verwalter ist dann auch für Arbeiten zuständig, die bei einer eventuellen Umstrukturierung anfallen. Weitere Informationen gibt es bei Martin Mildenberger, E-Mail:
mildenberger@rz.uni-wuerzburg.de




Alfred Clemens Baumgärtner wird 75


Seinen 75. Geburtstag begeht am Mittwoch, 16. Juli, Prof. Dr. Alfred Clemens Baumgärtner. Er hatte von 1972 bis 1995 den Lehrstuhl für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur am Institut für deutsche Philologie der Uni Würzburg inne.

    Alfred C. Baumgärtner, 1928 in Wiesbaden geboren, studierte Anglistik und Germanistik in Mainz, wo er auch promovierte. Anschließend war er als Realschullehrer in Hessen tätig. In die Wissenschaft kehrte er nach sieben Jahren Schulpraxis zurück. Im Alter von 37 Jahren erhielt er dann seine erste außerordentliche Professur an der Uni Gießen.

    Ende der 60er-Jahre wechselte er auf eine Professur nach Frankfurt, von wo aus er schließlich dem Ruf nach Würzburg folgte. Hier erwarb er sich in 23 Jahren als Ordinarius seinen wissenschaftlichen Ruf als Lese- und Leserforscher sowie als Fachmann für Kinder- und Jugendliteratur.

    Von 1976 bis 1986 war Alfred C. Baumgärtner Präsident der Volkacher Akademie für Kinder- und Jugendliteratur. Neben vielen anderen Ehrungen erhielt er 1987 das Bundesverdienstkreuz am Bande.

    Er hat zahlreiche wissenschaftliche Publikationen vorgelegt, zuletzt im Jahr 1995 das gemeinsam mit Heinrich Pleticha begründete Lexikon "Kinder- und Jugendliteratur". Er schrieb aber auch literarische Werke, und zwar sowohl für junge Leser (zum Beispiel "Sinuhe, der Mann aus der Wüste", 1995) als auch für Erwachsene ("Die Freiheit des Condors", 1991).



Feuer und Flamme für die Chemie


Eine öffentliche Experimentalvorlesung mit dem Titel "Feuer und Flamme für die Chemie" hält der Chemiker Prof. Dr. Dietmar Stalke von der Uni Würzburg im Rahmen eines Projekttages des Würzburger Deutschhaus-Gymnasiums. Der Vortrag findet am Mittwoch, 23. Juli, um 9.30 Uhr im Max-Scheer-Hörsaal des Naturwissenschaftlichen Hörsaalbaus am Hubland statt. Gäste sind willkommen.


FORSCHUNGSPROJEKTE




Verletzungen der Wirbelsäule mit einer einzigen Operation beheben


Schwere Verletzungen der Brust- und Lendenwirbelsäule mit Brüchen einzelner Wirbelkörper können bislang häufig nicht zufriedenstellend behandelt werden. Darum soll nun eine völlig neue Therapiemöglichkeit geprüft werden. Die Chirurgische Klinik der Uni Würzburg kooperiert dabei mit den Universitäten Hamburg und Ulm, gefördert wird das Projekt von der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

    Projektleiter Dr. Thomas R. Blattert erklärt, warum die genannten Verletzungen der Wirbelsäule Schwierigkeiten machen. Zum einen sind sie mit einer erheblichen Operationsbelastung für den Patienten verbunden: Nötig sind kombinierte, oft zeitlich voneinander getrennte Eingriffe, die sowohl vom Rücken her als auch durch den Brust- oder Bauchraum durchgeführt werden müssen. Hinzu kommen weitere Operationen zur Verpflanzung von körpereigenem Knochen.

    Zum anderen besteht anschließend das Risiko, dass die Knochenneubildung nicht ausreicht und die Wirbelbrüche nicht gut genug heilen. Das führe im Laufe der Zeit zu bedrohlichen Fehlstellungen mit der zusätzlichen Gefahr von Lähmungen, so Dr. Blattert.

    Die Mediziner aus Würzburg, Hamburg und Ulm untersuchen deshalb, ob sich verletzte Wirbelsäulenabschnitte mit einer einzigen, ausschließlich vom Rücken her erfolgenden Operation behandeln lassen. Dabei wird eine Materialkombination aus dem Knochenwachstumsfaktor BMP-7 (Bone Morphogenetic Protein-7) und einem Knochenzement auf Kalziumphosphat-Basis in den beschädigten Bereich eingebracht. Zu klären bleibt, ob sich die verletzte Wirbelsäule mit dieser Vorgehensweise ausreichend stabilisieren lässt.

    "Neuartig an diesem Ansatz ist vor allem die Kombination eines Biomaterials, das die Knochenneubildung anregt, mit einem Knochenersatzstoff, der als Gerüst für den neu gebildeten Knochen dient, und das alles in einem einzigen biologischen Werkstoff", sagt Dr. Blattert.

    Derzeit sind mehr als 20 verschiedene Knochenwachstumsfaktoren (BMPs) bekannt. Sie haben breit gefächerte Funktionen in vielen Geweben, sowohl während der Entwicklung als auch im erwachsenen Organismus. Die BMPs sind bei verschiedensten Säugetieren identisch, etwa bei Menschen, Rindern, Ratten und Schafen. Ihre das Knochenwachstum fördernde Wirkung entfalten sie vollkommen unabhängig von der Art.

    Neben Dr. Blattert, der an der Chirurgischen Universitätsklinik Würzburg im Bereich der Unfall- und Wiederherstellungschirurgie tätig ist, sind an diesem Projekt Prof. Dr. Arnulf Weckbach, Leiter der Würzburger Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, Prof. Dr. Günter Delling vom Institut für Pathologie der Uni Hamburg und Prof. Dr. Hans-Joachim Wilke vom Institut für Unfallchirurgische Forschung und Biomechanik der Uni Ulm beteiligt.

    Weitere Informationen: Dr. Thomas R. Blattert, T und Fax (0931) 201-31253, E-Mail:
Blattert_T@chirurgie.uni-wuerzburg.de

Zuverlässige Versteifung zweier Wirbelkörper des Schafs durch die dazwischen befindliche Materialplombe aus Kalziumphosphat und BMP im histologischen Längsschnitt. Bild: Delling Längsschnitt durch zwei Wirbelkörper


PERSONALIA


Dr. Ute FELBOR, Wissenschaftliche Angestellte, Institut für Humangenetik Würzburg, wurde mit Wirkung vom 09. Juli 2003 die Lehrbefugnis für das Fachgebiet "Humangenetik" an der Medizinischen Fakultät erteilt.

Prof. Dr. Jörg HACKER, Institut für Molekulare Infektionsbiologie, wurde von der Mitgliederversammlung der Deutschen Forschungsgemeinschaft zum Vizepräsidenten gewählt.

PD Dr. Heribert HALLERMANN, Ordinariatsrat beim Bistum Eichstätt, wurde mit Wirkung vom 01.10.2003 zum Universitätsprofessor der BesGr. C3 für Kirchenrecht an der Universität Würzburg ernannt.

Prof. Dr. Volker ter MEULEN, Lehrstuhl für Virologie, hat die übergangsweise Beschäftigung auf der Planstelle eines Universitätsprofessors der BesGr. C4 für Virologie mit Ablauf des 30.06.2003 im beiderseitigen Einvernehmen beendet.

PD Dr. Peter SCHNEIDER, Akademischer Oberrat, Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin, wurde mit Wirkung vom 10.07.2003 die Bezeichnung "außerplanmäßiger Professor" verliehen.

Prof. Dr. Axel RETHWILM, TU Dresden, wird mit Wirkung vom 01.07.2003 bis zur endgültigen Besetzung der Stelle, längstens jedoch bis 02.09.2003, auf der Planstelle eines Universitätsprofessors der BesGr. C4 für Virologie beschäftigt.

PD Dr. Thomas WILL, Ph. D., Institut für Mineralogie und Kristallstrukturlehre, wurde mit Wirkung vom 08. Juli 2003 die Bezeichnung "außerplanmäßiger Professor" verliehen.


STELLENMARKT



Am Institut für Medizinische Strahlenkunde und Zellforschung der Universität Würzburg ist die Stelle einer/s

promov. Wissenschaftlerin/s


für Stammzellbiologie zu besetzen (Postdoc, BAT IIa). Die Arbeitsgruppe analysiert das Entwicklungspotenzial somatischer Stammzellen. Das Projekt befasst sich mit der Isolation und Charakterisierung muriner Stammzellen, der Injektion in murine Blastozyten und erwachsene Rezipienten sowie mit der Analyse der Rezipienten mittels Durchflusszytometrie und Immunhistochemie.

Voraussetzungen: Bewerber/innen sollen neben einem breiten Wissen auf dem Gebiet der Entwicklungsbiologie zusätzlich über Erfahrungen in der Immunhistochemie verfügen. Schriftliche Bewerbungen sind zu richten an: Prof Dr. Albrecht Müller, E-Mail:
albrecht.mueller@mail.uni-wuerzburg.de


Institut für Medizinische Strahlenkunde und Zellforschung der Universität Würzburg, Versbacher Str. 5, 97078 Würzburg.



VERSCHIEDENES




Geräte abzugeben


Am Rechenzentrum ist ein Reprostativ mit Leuchttisch, Anschaffungsjahr 1998, abzugeben: Standfläche ca. 80 x 80 cm, Gesamthöhe 235 cm, nutzbare Tischfläche 52 x 80 cm, Durchlichtfläche 24 x 24 cm, stufenlos höheneinstellbar mit Aufnahmekopf für Kamera. Anfragen: Peter Ruff, Rechenzentrum, T (0931) 888-5093, E-Mail:
ruff@rz.uni-wuerzburg.de


Am Institut für Angewandte Mathematik und Statistik sind folgende Büromöbel abzugeben: Schreibtisch, Schrank u. Tisch. Anfragen: Karin Krumpholz, Sekretariat, Lehrstuhl für Statistik, Am Hubland, 97074 Würzburg, T 0931 888-4938, E-Mail:
krumpholz@mathematik.uni-wuerzburg.de


Am Institut für Anorganische Chemie, Lehrstuhl II, sind mehrere gut erhaltene viertürige Metallspinde, geeignet als Garderobenschränke für den Werkstattbereich o.ä., abzugeben. Anfragen: Anita Melber, Lehrstuhl für Anorganische Chemie II, T (0931) 888-5261.



Zwischenvermietung


Zimmer von Oktober 2003 bis Februar 2004 für 180 Euro mtl. (warm) in 4er-WG zu vermieten. Anfragen bitte unter T (0931) 31-2338, Claudia Lang.