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Globale Systeme und interkulturelle Kompetenz

Tod an Europas Grenzen - Fotovortrag mit Erik Marquardt

Datum: 27.06.2018, 20:00 - 22:00 Uhr
Kategorie: Vorträge/Workshops, B, D
Ort: Katholische Hochschulgemeinde (KHG), Hofstallstraße 4, Würzburg
Veranstalter: Asyl-AK Mehr als 16a
Vortragende*r: Erik Marquardt

35.000 Menschen sind nach Zählungen von NGOs seit 2000 bis heute auf der Flucht nach Europa im Mittelmeer gestorben. Für ihren Tod an Europas Grenzen sind weder Naturgewalten noch Schlepperorganisationen verantwortlich. Es sind die Staats- und Regierungschef_innen der Europäischen Union, die mit ihrer Politik der Migrationsverhinderung Menschen töten. Das Sterben im Mittelmeer kann sofort beendet werden. Dafür müssen nur die bestehenden Fährverbindungen über das Mittelmeer für Menschen auf der Flucht frei zugänglich sein - das sind sie aber aufgrund der Visa Pflicht nicht. Doch statt legale Fluchtwege zu schaffen, und Menschen in Not die Nutzung von alltäglichen Transportmitteln nicht zu untersagen, kriminalisiert die EU weiterhin Migrant_innen, investiert Milliarden in die Festung Europa und arbeitet dabei Hand in Hand mit Diktatoren und Despoten. Des weiteren werden diejenigen kriminalisiert, die im Mittelmeer ehrenamtlich Seenotrettung betreiben um dem sterben im Mittelmeer nicht tatenlos zu zu sehen.

In seinem Fotovortrag schildert Erik Marquardt Eindrücke, Erlebnisse und Probleme auf der Fluchtroute. Wie sieht es momentan in Afghanistan aus? Was bewegt die Menschen dort zur Flucht und wie ist die Situation auf der Mittelmeer? Was ist von den Vorwürfen gegen die Seenotretter_innen zu halten? Auf diese und viele weitere Fragen wird er mit seinen Fotos und dem Vortrag eingehen. – Im Anschluss an den Vortrag gibt es reichlich Gelegenheit zur Diskussion.

Angaben zur Person: Erik Marquardt ist als Fotograf oft auf die Fluchtroute über den Balkan gereist und hat dort als Fotograf die Situation eindrücklich festgehalten. Anfang 2017 war er in Afghanistan und hat dort die Sicherheitslage und die Situation der Geflüchteten dokumentiert. Mehrmals war er zudem zur Seenotrettung mit der Sea-Eye auf dem Mittelmeer. Seine Fotos und Videos von der Fluchtroute wurden in verschiedenen nationalen und internationalen Medien veröffentlicht.

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