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Globale Systeme und interkulturelle Kompetenz

Popmusik (2. Parallelgruppe)

Datum: 28.04.2020, 14:00 - 16:00 Uhr
Kategorie: (Block-)Seminare, C, D
Ort: Hubland Nord, Geb. 64, 01.105
Veranstalter: Europäische Ethnologie/ Volkskunde // Fachbereich: Ethnologie
Vortragende*r: Konstantin Mack

Hinweis - Coronavirus: 
Das Seminar wird vom Lehrstuhl für Europäische Ethnologie/ Volkskunde der JMU-Würzburg organisiert.
Wendet euch für aktuelle Informationen (Stattfinden/Esatztermine/Onlineangebote etc.) bitte an die verantwortliche Partnerinstitution.

Uns bekannte Änderungen werden selbstverständlich auch hier im GSiK-Veranstaltungskalender vermerkt:

Das Seminar wird in Form der digitalen Lehre stattfinden.
Für alle Informationen, das Seminar bitte auf  WueStudy im Blick behalten.
Außerdem: Aktuelle Informationen zur digitalen Lehre auf der  Homepage des Lehrstuhls für EEVK.

 

Dieses Seminar möchte sich verschiedenen Phänomenen im Kontext populärer Musik widmen. Neben der grundsätzlichen Frage, wie sich Popmusik begrifflich fassen lässt, sollen die Studierenden vor allem die Möglichkeit bekommen, sich anhand historischer und zeitgenössischer Beispiele empirisch mit diesen Phänomenen auseinanderzusetzen. Nach einem technikgeschichtlichen Überblick über die Entwicklung von Tonträgern und -geräten, in dem nicht nur die Materialität dieser Gegenstände, sondern auch ihre alltagskulturelle Bedeutung in den Blick genommen werden, werden Musik-Events und Fankulturen besprochen. Denn während Musik im Allgemeinen bereits eine identitätsstiftende Funktion zugeschrieben wird, gilt das für Konzerte, Festivals und andere Großveranstaltungen im Besonderen. Hier sollen vor allem auf Aspekte von Performativität und Körperlichkeit eingegangen werden. Insbesondere die Beschäftigung mit Fankulturen bietet einen solchen Zugriff, wobei dabei ebenfalls Prozesse der Vergemeinschaftung betrachtet werden müssen. Daneben wird das Seminar einen Schwerpunkt auf die Frage nach der politischen Sprengkraft von Popmusik legen: Roger Behrens spricht hier davon, dass die erste Welle der Popkultur im Nachkriegsdeutschland per definitionem subversiv gewesen sei: die amerikanische Identität – verkörpert von den alliierten Soldaten – bot der deutschen Jugend Entfremdung. Sie schuf eine neue, nicht-deutsche Identität, quasi eine Nicht-Identität. Popkultur war ein Akt der Rebellion – gegen die Elterngeneration und gegen deutsche Werte. Diese „Entnazifizierung durch Popkultur“ sieht Behrens jedoch als gescheitert, was er anhand des jüngsten „Popnationalismus“ nachweist, der jegliches subversive Potenzial verloren habe (vgl. Behrens, S. 24) Solche Überlegungen sollen im Seminar zu Diskussion gestellt werden. In diesem Kontext soll auch die Kulturindustrie-These von Max Horkheimer und Theodor W. Adorno rezipiert werden, die kommerzialisierten Kulturgütern ihre vermeintliche Widerständigkeit abspricht.

Das Seminar findet wöchentlich statt.

Weitere Informationen und Anmeldung auf WueStudy.

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