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Globale Systeme und interkulturelle Kompetenz

Mode, Körper, Medien: Zur medialen Aushandlung von Modekörpern

Datum: 17.04.2018, 08:00 - 11:00 Uhr
Kategorie: (Block-)Seminare, C, D
Ort: Hubland Süd, Geb. Z6 (Zentrales Hörsaal- u. Seminargebäude), R 1.014
Veranstalter: Europäische Ethnologie/ Volkskunde
Vortragende*r: Isabella Kölz

Es rumort in den Medien: Plus-Size-Fashion-Blogger*innen sind unzufrieden mit gängiger Plus-Size-Mode, Crossdresser*innen sorgen durch modische Gender-Nonkonformität für Schlagzeilen in Boulevardblättern, in Elternforen wird hitzig über das Für und Wider „genderneutraler“ Kinderkleidung diskutiert und muslimische Cosplayerinnen* laden auf YouTube Tutorials hoch, in denen die Kopfbedeckung kreativ in das jeweilige Kostüm integriert wird. Medial vermittelte Modekörper und Kleidungspraktiken prägen unsere alltägliche Wahrnehmung und unsere Lebenswelt. Mode treibt uns an und um. Nicht nur im Netz, auch in diversen Fashion- und Frauenzeitschriften, Fernsehsendungen und nicht zuletzt im Museum. Dabei ereignet sich Mode irgendwo zwischen Alltagsleben, Konsumkultur, Kunst und Körpern. Mode ist Motor und Ergebnis kultureller Dynamiken und als Teil der visuellen und materiellen Kultur omnipräsent im Alltag vertreten. Wie ein Blick in die aktuellen medialen Diskurse um Mode zeigt, wird zeitgenössische Mode nicht einfach hingenommen – Kleidungspraktiken und ästhetische Fragen werden von unterschiedlichen Akteur*innen ausgehandelt: Die Deutungshoheit von Modemacher*innen und modischen Konsumgütern wird aktuell in Frage gestellt. Solche sozio-kulturellen Aushandlungen um Kleidungspraktiken und Ästhetik verorten sich im Spannungsfeld zwischen Mode, Körper und Medien.  Ausgehend von diesem Spannungsfeld gibt das Seminar einen Überblick über grundlegende Probleme, Positionen und Diskurse der Medienkultur, deren Geschichte und Entwicklung. Anhand konkreter Beispiele vergangener und gegenwärtiger Modekörper-Diskurse veranschaulicht die Veranstaltung Methoden und Forschungsperspektiven volkskundlich-kulturwissenschaftlicher Medientheorie und Technikforschung. Hierbei konzentriert sich das Seminar auf medien- bzw. kommunikationskulturelle Prozesse und Aushandlungen im Wirkungsdreieck von Mode, Körper und Medien.

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