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Intern
Globale Systeme und interkulturelle Kompetenz

Migration, biografisch

Datum: 12.04.2018, 16:00 - 18:00 Uhr
Kategorie: (Block-)Seminare, A, B, C, D
Ort: Hubland Süd, Geb. PH1 (Philosophiegebäude), Übungsraum 12
Veranstalter: Europäische Ethnologie/ Volkskunde
Vortragende*r: Prof. Dr. Hermann Heidrich

Der Diskurs über Arbeitswanderungen ab den 1950er Jahren und aktuell über Migrantinnen und Migranten aus Krisenregionen wurde und wird begleitet von einer beharrlichen (politischen) Verweigerung, das Phänomen als Teil der eigenen (deutschen oder europäischen) Geschichte mit entsprechenden inhärenten gesellschaftlichen Veränderungspotenzialen zu begreifen. Vielmehr werden i.d.R. angesichts des Zusammentreffens unterschiedlicher Kulturen und Normensysteme Angst, Devianz und Differenz betont. Neuerdings wird für einen Perspektivenwechsel plädiert, der die eigenen Diskurse der Betroffenen ernst nimmt und thematisiert – für ein genaues Hinsehen und einen neuen Realismus. Uns beschäftigen vor allem Fragen nach der Alltagssituation von Migrantinnen und Migranten, deren Facetten wir im Rahmen eines Feldforschungsprojekts mit leitfragengestützten Interviews (der Fragenkatalog wird gemeinsam entwickelt) aufschlüsseln wollen. Uns interessieren ebenso Fragen nach den Bedeutungsgehalten von Begriffen wie Integration, Parallelgesellschaft, Multikulturalismus, nach unterschiedlichen Vorstellungen und Kategorien des Fremden und des Eigenen, nach unterschiedlichen Milieus und den inkludierten Werten, Normen und Verhaltensregeln, nach Exklusionsmechanismen, Stereotypen, Wirklichkeitswahrnehmungen und gesellschaftlichen Perspektiven.

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