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Globale Systeme und interkulturelle Kompetenz

Globalisierung: Transnationale Serienkultur und Nachrichtenpluralisierung in globalen narrowcast worlds

Datum: 19.10.2017, 10:00 - 12:00 Uhr
Kategorie: (Block-)Seminare, B, C
Ort: Wittelsbacherplatz 1, 1.102
Veranstalter: Allgemeine Soziologie
Vortragende*r: Dr. M. Dwelling

Wöchentliches Seminar vom 19.10.2017 bis 08.02.2018

Der Ruf des Fernsehens hat sich gewandelt: Die Serie – die einmal Fernsehserie
hieß, bevor der Inhalt das Medium überholt hat – ist zu einem zentralen Element
der Gegenwartskultur geworden. Sie wurde vom herablassend behandelten und
vom gebildeten Publikum verachteten Massenprodukt zum Repositorium für
gegenwärtige hohe Erzählkultur. Fernsehen im fortgeschrittenen 21. Jahrhundert
produziert Kult(ur)serien: Breaking Bad, The Sopranos, The Wire, Mad Men,
Buffy the Vampire Slayer, Deadwood, Doctor Who, Battlestar Galactica und Hunderte
anderer Serien münden in einer Popkultur-Alphabetisierung als Ausweis der
Zugehörigkeit zu einer Disktinktionsgruppe, die nun auch Intellektuelle und Akademikerinnen
erfasst hat.

Dabei steht die Kult(ur)serie im Rahmen einer Verschiebung von broadcast-Fernsehen, in der wenige Signale viele Menschen erreichten, zu einer narrowcast- und letztlich digitalisierten Welt vieler Übertragungswege und kleiner Publikumsgruppen; broadcast konstruiert Masse, narrowcast konstruiert Nische. Mit dieser Verschiebung gehen spezifische Arten der Inhaltsgestaltung einher, die ihrerseits stark mit US-amerikanischen Strukturen der Regulierung und der wirtschaftlichen Ordnung des Medienmarktes verwoben sind. Die so strukturierte Serienproduktion transnationalisiert und globalisiert sich.

Der Kurs untersucht diese Prozesse, um jenseits der Inhaltsanalyse die soziologisch relevanten Strukturen der Kult(ur)serie zu untersuchen.

 

Anmeldung und weitere Informationen unter: sb@home

Bereich: B, C

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