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Globale Systeme und interkulturelle Kompetenz

Forschungsfragen der Philosophie II - Orientalismus und Postkolonialismus

Datum: 19.04.2018, 08:00 - 10:00 Uhr
Kategorie: B, C, D, (Block-)Seminare
Ort: Residenzplatz 2 (Residenz), Raum 28
Veranstalter: Philosophie
Vortragende*r: Anna-Katharina Strohschneider

Nur die Gruppe 2 des Seminars ist für das GSiK-Zertifikat anrechenbar!

Edward Said beschreibt in seinem 1987 erschienenen Buch „Orientalism“ mit diskursanalytischen Methoden den westlichen Blick auf den Nahen und Mittleren Osten als das immer Andere, Fremde. Durch den Orientalismus konstituiert und definiert Europa sich selbst stets in Abgrenzung von einem ebenso konstruierten Gegenbild, das in jeder Hinsicht als binäres Gegenteil gesetzt wird – dem „Orient“.

Das Werk wurde eine der Begründungsschriften für das Feld des Postkolonialismus, der sich in den verschiedensten Wissenschafts- und Gesellschaftsbereichen mit der Untersuchung aller Formen kolonisierter Kulturen im weitesten Sinne beschäftigt. Die postkolonialen Studien untersuchen die Mechanismen und Folgen von Imperialismus und Kolonialisierung, oft mit Fokus auf dem afrikanischen Kontinent – und zwar dezidiert aus Sicht des kolonisierten Subjekts.

In diesem Seminar sollen grundlegende Werke zu Orientalismus und Postkolonialismus nicht als soziologische, literatur- oder politikwissenschaftliche, sondern primär als philosophische Texte gelesen und untersucht werden. Dabei soll eine historische Perspektive aufgespannt werden, aber auch aktuelle Debatten und der Theoriestatus dieser Denkströmungen in den Blick genommen werden.

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