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Intern
Globale Systeme und interkulturelle Kompetenz

Enkeltaugliche Stadttransformation

27.04.2021

Ein Vortrag des bekannten Sozial- und Umweltwissenschaftlers Michael Kopatz an der Universität Würzburg widmet sich Fragen der nachhaltigen Stadtentwicklung.

Ein Vortrag an der Universität Würzburg widmet sich Fragen der nachhaltigen Stadtentwicklung. Der bekannte Sozial- und Umweltwissenschaftler Michael Kopatz stellt dazu in einem Onlinevortrag seine Überlegungen zu „Ökoroutinen“ und „Ökomoral“ zur Diskussion.

Wie können wir unsere Routinen verändern und Nachhaltigkeit zur Norm machen? Wie organisieren wir in Zukunft unsere Städte, sodass nachfolgende Generationen davon profitieren? Zum Einstieg des Sommersemesters nimmt das interdisziplinäre Projekt „Globale Systeme und interkulturelle Kompetenz“ (GSiK) seinen Schwerpunkt Nachhaltigkeit wieder auf. Am 28.04.2021 um 18 Uhr spricht der Sozial- und Umweltwissenschaftler Dr. Michael Kopatz in einem Vortrag über nachhaltige Stadttransformation und die Änderung von Routinen. Mit der Verbindung von ökologischen Lösungen zur Klimakrise, sozialen Fragen des Miteinanders und den Beziehungen zwischen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft spannt er damit einen Bogen um die klassischen Themenbereiche des GSiK-Projekts.

Michael Kopatz forscht am Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie. Das Institut sieht sich als führende internationale wissenschaftliche Denkfabrik im Bereich der anwendungsorientierten Nachhaltigkeitsforschung und befindet sich als gemeinnützige GmbH im Eigentum des Landes Nordrhein-Westfalen. Als Projektleiter in der Abteilung Energie-, Verkehrs- und Klimapolitik beschäftigt sich Kopatz dort unter anderem mit dem Begriff der Resilienzökonomie. Die Leitfrage dabei lautet, wie Wirtschaft nachhaltig gestaltet werden kann. In seinen Büchern „Ökoroutine. Damit wir tun, was wir für richtig halten“ (2016) und „Schluss mit der Ökomoral!: Wie wir die Welt retten, ohne ständig daran zu denken“(2019) widmet er sich großen und kleinen Lebensbereichen und stellt Ideen vor, wie sich Gewohnheiten nachhaltig verändern lassen. Dabei nimmt er unsere individuellen Alltagsentscheidungen – Essgewohnheiten, Konsum oder Mobilitätsansprüche – in den Blick und fragt nach politischen Lösungen. Wenn jede:r das richtige tun, aber niemand verzichten will, wie kann Veränderung politisch bewirkt werden? Standards und Limits sind in seinem Denken wichtige Schlagworte, denn die Verantwortung liegt nicht bei den Konsument:inn:en, sondern bei der Produktion.

Städte müssen menschengerecht werden!

Im Onlinevortrag am 28.04. wendet sich Kopatz speziell dem Thema der Stadtentwicklung zu. Im Forschungsbereich Stadtwandel entwirft er zusammen mit anderen Wissenschaftler:inne:n des Wuppertal Instituts innovative Lösungen, um eine nachhaltige Stadt- und Regionalentwicklung zu realisieren. Das Credo der autogerechten Stadt liege im Gestern, Pläne für morgen müssten vor allem soziale Komponenten in den Blick nehmen. Doch obwohl sich nach aktuellen Studien über 80 % der Bürger:innen weniger Verkehr wünschen, wird es in Bezug auf konkreten Lösungsansätze schwierig. In seinen Überlegungen berührt Kopatz aktuelle Kontroversen der Verkehrspolitik wie den Parkplatzbau, die auch in Würzburg für hitzige Diskussionen sorgen. Denn sobald es um die eigenen Parkplätze und Fahrgewohnheiten gehe, blockten die Menschen ab, so Kopatz.

Ein weiterer Transformationsansatz für die Stadt der Zukunft befasst sich mit Energie- und Wohnraumfragen. Unsere Wohnfläche wird durchschnittlich immer größer, der Energiebedarf steigt – Kopatz stellt sich die Frage, wie Politik hierbei gegensteuern kann.

GSiK-Veranstaltungen für alle Studierenden

Das interdisziplinäre GSiK-Projekt bietet für Studierende aller Studiengänge der Universität Würzburg seit 2007 ein akademisches Veranstaltungsprogramm zu den Themenfeldern Interkulturalität und seit einiger Zeit auch zum Themenfeld Nachhaltigkeit an. Vorträge sind auch für die breite Öffentlichkeit zugänglich. Der Vortrag von Michael Kopatz wird über die Plattform „Zoom“ online übertragen. Studierende und Lehrende der Universität erhalten den Zoom-Zugang über die universitätseigene Plattform WueCampus, Externe können sich per Mail anmelden (gsik@uni-wuerzburg.de). Informationen zum Vortrag und dem GSiK-Projekt sind auf der Projektwebseite https://uni-wuerzburg.de/gsik einsehbar.

 

Online-Vortrag am 28.04.2021, 18.00 Uhr.

Michael Kopatz: „Ökoroutine: Durch strukturelle Reformen zur enkeltauglichen Stadttransformation“

 

Kontakt

Dominik Egger, gsik@uni-wuerzburg.de, www.uni-wuerzburg.de/gsik

 

Bild 1: Dr. Michael Kopatz hält an der JMU einen Onlinevortrag (Foto: Julia Sellmann)
Bild 2: Das Logo des GSiK-Projekts (Bild: GSiK-Projekt)
Bild 3: Fassadenbegrünung für ein besseres Stadtklima (Foto: Victor Garcia on Unsplash)
 

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