Allgemeine Informationen zum Bewerbungsverfahren

Die Ausschreibung des Deutschlandstipendiums der Universität Würzburg findet grundsätzlich während der Vorlesungszeit des Sommersemesters statt.
Auswahl und Aufnahme der neuen Stipendiaten und Stipendiatinnen erfolgt daher ausschließlich zum jeweils darauffolgenden Wintersemester.


Welche Ziele werden verfolgt?

Mit dem Deutschlandstipendium unterstützt die Bundesregierung begabte und leistungsfähige Studierende; sie will herausragende Leistungen honorieren und eine neue Stipendienkultur in Deutschland anstoßen. Insbesondere ehemalige Hochschulabsolventinnen und Hochschulabsolventen, Wirtschaftsunternehmen oder Stiftungen sollen angeregt werden, talentierte Studierende mit ihrem Beitrag zu fördern.

Wer wird gefördert?

Das Deutschlandstipendium fördert an deutschen Hochschulen Studierende aller Nationalitäten, deren bisheriger Werdegang herausragende Studienleistungen erwarten lässt. Zu den Förderkriterien zählen neben besonderen Erfolgen an Schule und/oder Universität auch das gesellschaftliche Engagement zum Beispiel in Vereinen oder in der Hochschulpolitik, in kirchlichen oder politischen Organisationen sowie der Einsatz im sozialen Umfeld, in der Familie oder in einer sozialen Einrichtung. Berücksichtigt wird auch die Überwindung besonderer biografischer Hürden, die sich aus der familiären oder kulturellen Herkunft ergeben.

 


Sind bei der Auswahl der Stipendiaten herausragende Leistungen in Schule und Studium entscheidend?

Ja, die Stipendien werden nach Begabung und Leistung vergeben. Ergänzend wird jedoch auch ein besonderes gesellschaftliches Engagement oder die Überwindung biografischer Hindernisse bei den Auswahlkriterien berücksichtigt.

Insbesondere Frauen mit "weniger stringent" verlaufendem bisherigen Bildungsweg und trotzdem erreichten hervorragenden Leistungen werden hier besonders angesprochen. Obschon die Frage der Bedürftigkeit im Rahmen des Auswahlverfahrens grundsätzlich keine Berücksichtigung findet, können bei erfolgreicher Bewerbung hierfür in begrenztem Maße verfügbare "spezielle" Fördermittel eingesetzt werden. Insofern ist die Frage der Bedürftigkeit im Sinne des Bundesausbildungsförderungsgesetzes in diesen Fällen von besonderer Bedeutung.


Bewerbungsunterlagen

Folgende Unterlagen müssen im Rahmen der schriftlichen Bewerbung eingereicht werden:

  • ein aktueller tabellarischer Lebenslauf (erwartet wird in diesem Zusammenhang auch ein Passbild),
  • ein unterzeichnetes Motivationsschreiben, in dem der Bewerber/die Bewerberin darlegt, warum er/sie aufgrund der bisher erbrachten hervorragenden Leistungen in Schule, Studium oder Beruf besonders förderungwürdig ist,
  • das Zeugnis über die Hochschulzugangsberechtigung (einfache Kopie), bei ausländischen Zeugnissen eine auf das deutsche System übertragbare Übersetzung und Umrechnung in das deutsche Notensystem (in Kopie),
  • von Bewerbern eines Masterstudiengangs das Zeugnis über einen ersten Hochschulabschluss sowie ggf. weitere geeignete Leistungsnachweise entsprechend den Zulassungs- und Auswahlbestimmungen für den Masterstudiengang (in Kopie),
    Sofern bis zum Abgabezeitpunkt der schriftlichen Bewerbungsunterlagen das Zeugnis über den ersten Hochschulabschluss noch nicht vorgelegt werden kann, ist dieses bis spätestens zum Vorlesungsbeginn des jeweiligen Wintersemesters, in dem das Masterstudium begonnen wird, unaufgefordert nachzureichen.
    Die Immatrikulation für einen Masterstudiengang im Rahmen einer vorläufigen Zulassung (d.h. es sind während des WS noch Leistungen für den ersten Studiengang zu erbringen) bildet in KEINEM FALL die rechtliche Voraussetzung für eine Förderung durch ein Deutschlandstipendium!
  • ggf. Nachweise über bisher erbrachte Studienleistungen (Opens internal link in current windowsiehe Mindestvoraussetzungen),
  • ggf. Praktikums- und Arbeitszeugnisse sowie geeignete Nachweise über das anzuerkennende außerschulische oder außerfachliche Engagement oder die besonderen familiären oder persönlichen Umstände. Bitte beachten Sie, dass hier nur ein in der Vergangenheit oder aktuell bereits ausgeübtes längerfristiges Engagement berücksichtigt werden kann. Bescheinigungen müssen datiert und von der ausstellenden Person unterschrieben sein sowie eine Angabe über den Zeitraum der ausgeübten Tätigkeit enthalten. Da es sich bei der Ableistung von Praktika im Bereich der Schule oder des Studiums vielfach um Pflichtpraktika handelt, können Praktikumsbescheinigungen nur dann als besondere Leistung gewertet werden, wenn aus der Bescheinigung eindeutig hervorgeht, dass es sich um ein freiwilliges Praktikum handelt und während des Praktikums ganz besonders bemerkenswerte Leistungen erbracht wurden.

 

Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass Angaben zu den "weichen Kriterien" im Sinn von Opens external link in new window§ 2 Abs. 2 der Stipendienprogramm-Verordnung-StipV (außerfachliches Engagement, besondere persönlichen Umstände, besondere Erfolge, Auszeichnungen und Preise, eine vorangegangene Berufstätigkeit usw.) im Rahmen des Auswahlverfahrens nur dann anerkannt werden können, wenn die Angaben mit geeigneten schriftlichen Dokumenten nachgewiesen werden.

Bitte geben Sie Ihre Bewerbungsunterlagen ohne Bewerbungsmappe und Klarsichthüllen ab! Vermeiden Sie bitte auch, einzelne Dokumentenpakete mit Heftklammern zu fixieren. Verwenden Sie in diesen Fällen bitte unbedingt Büroklammern.

Bewerbungsunterlagen welche nicht in deutscher oder englischer Sprache abgefasst sind, müssen übersetzt werden. Hierbei gilt, dass für Zeugnisse und Urkunden eine amtlich beglaubigte Übersetzung erforderlich ist.

Bei sonstigen Nachweisen, wie z. B. Praktikumsbescheinigungen, genügt eine einfache (d. h. nicht beglaubigte) Übersetzung in die deutsche Sprache. In diesem Fall muss die Übersetzung nicht zwingend von einem vereidigten Übersetzer oder Dolmetscher vorgenommen werden, sondern kann ggf. auch durch eine Lehrkraft an Ihrer Schule oder durch eine/n Dozent/-in an der Universität vorgenommen werden (Verfasser der Übersetzung muss aber eindeutig identifizierbar sein).