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Qualitätssicherung

Die Bedeutung der Qualitätssicherung von Studium und Lehre wächst mit der Entwicklung eines europäischen Hochschulraumes, mit der zunehmenden Eigenverantwortung der Hochschulen und mit der Entwicklung eines globalen Wettbewerbs der Hochschulen untereinander.

Die Qualität von Studium und Lehre wird transparent und somit vergleichbar gemacht.

Maßnahmen zur Qualitätssicherung im Hochschulbereich betreffen den Bereich "Studium und Lehre", die Forschung sowie den Verwaltungsbereich.

1. Evaluation und Akkreditierung

Die zentralen Methoden der Qualitätssicherung im Bereich Studium und Lehre sind Evaluation und Akkreditierung. Beide Verfahren haben zwei Gemeinsamkeiten:

  • die interne Bestandsaufnahme (interne Evaluation bzw. Selbstdokumentation im Akkreditierungsverfahren) und
  • die externe Begutachtung ("peer review").

Bei der Evaluation werden die Prozesse und Ergebnisse einer qualifizierten Bewertung unterzogen. Dabei wird insbesondere untersucht, inwieweit der jeweilige Stand dem vorgegebenen Qualitätsstandard entspricht. Eine Evaluation ist eine Stärken-Schwächen-Analyse mit dem Ziel, Schwachpunkte abzubauen und Potenziale besser zu nutzen. Im Anschluss an Evaluationen werden häufig Zielvereinbarungen geschlossen.

Bei der Akkreditierung wird dagegen das Vorliegen bestimmter Mindeststandards geprüft. So muss bei der Einführung eines neuen Studienganges überprüft werden, ob bestimmte Qualitätsstandards erfüllt sind. Ist dies der Fall, wird dieser für einen bestimmten Zeitraum zertifiziert.

2. Rankings

Der Wettbewerb der Hochschulen untereinander nimmt zu und somit werden auch Rankings immer wichtiger. Die Rankings können sowohl Fakten zu Studium, Lehre, Ausstattung und Forschung als auch Urteile von Studierenden über die Studienbedingungen, Fächer, Lehrbeauftragten etc. enthalten. Mit dem Hochschulranking können die Stärken und Schwächen einer Hochschule offen gelegt werden.

3. "Projekt Qualitätssicherung" der Hochschulrektorenkonferenz

Das Projekt Qualitätssicherung besteht seit Januar 1998 bei der Hochschulrektorenkonferenz (HRK). Es wird aus Sondermitteln der Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung (BLK) bzw. seit Januar 2001 aus Mitteln finanziert, die das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) bereitstellt.

Ziele des Projekts sind:

  • Zusammenführung und Austausch von Erfahrungen in der Qualitätssicherung zwischen den Hochschulen,
  • Stärkung der Bereitschaft der Fachbereiche zur Qualitätssicherung und Evaluation,
  • Sicherung und Fortentwicklung gemeinsamer Standards der Qualitätssicherungsverfahren,
  • Berichterstattung gegenüber Öffentlichkeit und Politik über Ergebnisse qualitätssichernder und -verbessernder Maßnahmen.

Das Projekt betreibt u.a. einen Informationspool zum Thema Qualitätssicherung in Deutschland (EvaNet). Vergleichbare Institutionen bzw. Netzwerke gibt es auch auf internationaler Ebene.

Systeme und Verfahren der Qualitätssicherung an Hochschulen müssen ständig weiterentwickelt werden und über den Bereich der Lehre hinausgehen, um effizient und nachhaltig auf die Qualität in Studium und Lehre wirken zu können. Aufgabe der Zukunft wird es daher sein, in den Hochschulen eine umfassende Qualitätskultur zu entwickeln und die Hochschulen dabei zu unterstützen, Qualitätsentwicklung als das zentrale Prinzip der Hochschulsteuerung zu verstehen, das für alle relevanten Entscheidungen leitend sein muss.

Kontakt

Universität Würzburg
Sanderring 2
97070 Würzburg

Tel.: +49 931 31-0
Fax: +49 931 31-82600

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