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Elite-Universität

In Bayern nimmt die Eliteförderung einen hohen Stellenwert ein. Im Wintersemester 2004/05 startete das Elitenetzwerk Bayern als bundesweit einzigartiges Projekt. Außerdem wurde ein neues Bayerisches Eliteförderungsgesetz zur Optimierung der Hochbegabtenförderung beschlossen und ist seit dem 1. Mai 2005 in Kraft.

Zusätzlich wird der Freistaat Bayern mit dem neuen Bayerischen Eliteförderungsgesetz rund 2000 Hochbegabte an den Universitäten und Fachhochschulen künftig noch besser und gezielter fördern. Seit dem Wintersemester 2005/06 können auch hochbegabte einzelne Studentinnen und Studenten mit einem neuen Förderprogramm individuell betreut sowie fachlich und persönlichkeitsbildend unterstützt werden. Nach dem neuen Gesetz ist die Aufnahme in die Hochbegabtenförderung sowohl vor Beginn als auch während des Studiums möglich. Diese Regelung soll eine flexible Aufnahme in das Programm zu jedem Zeitpunkt ermöglichen, an dem sich eine besondere Begabung zeigt.

Erstmals schließt die Förderung auch herausragende Postdoktoranden ein. Für Doktoranden und Postdoktoranden wird die finanzielle Unterstützung dabei deutlich verbessert.

Das Bildungssystem soll auch durch neue Strukturreformen an die internationalen Gegebenheiten angepasst werden, um die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands zu gewährleisten.

Hierzu gibt es verschiedene Projektansätze für Universitäten wie der "Pakt für Forschung und Innovation" und die "Exzellenzinitiative". Beide Projekte waren im Jahr 2004 im Rahmen der Föderalismuskommission von Bund und Ländern geplant worden. Das "Exzellenzprogramm" sieht unter anderem eine Förderung von 1,9 Milliarden Euro für den Aufbau von Elite-Universitäten vor. Allerdings werden nicht alle Hochschulen in den Genuss zusätzlicher Mittel kommen. Im Moment läuft der Wettbewerb um die begehrten Fördergelder. In Bayern haben sich insgesamt vier Unis um einen Teil der 1,9 Milliarden Euro beworben: In München die TU und die LMU, die Universität Nürnberg/Erlangen und die Uni Würzburg.

Im "Pakt für Forschung und Innovation" hat man sich darauf verständigt, mehr Geld für gute Leistung, stärkere Kooperation und bessere Förderung der Nachwuchswissenschaftler bereit zu stellen.

1. Elitenetzwerk Bayern

Der Begriff Elitenetzwerk Bayern steht für ein bildungspolitisches Konzept zur Förderung von Eliten im Hochschulbereich, in dessen Rahmen derzeit 26 Studiengänge und Internationale Doktorandenkollegs gefördert werden. Der Beschluss, ein Elitenetzwerk zu begründen, wurde im Mai 2003 gefasst, bereits im Juli legten die Universitäten Projektskizzen für Elitestudiengänge und internationale Doktorrandenkollegs vor, die von einer hochrangig besetzten Expertenkommission unter Vorsitz des Präsidenten der Deutschen Forschungsgemeinschaft begutachtet wurden. Das Elitenetzwerk Bayern setzt damit einmalige Maßstäbe für Eliteförderung. Es bietet hochbegabten Studierenden und herausragenden Nachwuchswissenschaftlern beste Bildungschancen an den bayerischen Hochschulen mit dem Ziel, diese für die Spitzenforschung und für Führungspositionen in der Berufswelt zu qualifizieren.

In drei bis vier Semestern durchlaufen die Studierenden ein Masterstudium oder einen Diplom-Teilstudiengang im Anschluss an ein hervorragend abgeschlossenes Vordiplom.

Elitestudiengänge bieten ein anspruchsvolles, nach internationalem Maßstab exzellentes Lehrangebot mit einer hohen Betreuungsintensität.

Das Konzept des Elitenetzwerks Bayern beruht auf drei Säulen:

  • Elitestudiengänge (ESGs),
  • Internationale Doktorandenkollegs (IDKs),
  • Hochbegabtenförderung.

Von den 26 Elitemodulen sind 16 Elitestudiengänge und 10 Internationale Doktorandenkollegs. Dazu wurden 2 Modellversuche zur Selbstorganisation von Doktoranden eingerichtet.

2. Bayerische Eliteakademie

Die Bayerische Eliteakademie ist eine Einrichtung mit Sitz in München, die aus Mitteln der Bayerischen Wirtschaft finanziert wird. Die Bayerische Eliteakademie arbeitet eng mit den Universitäten zusammen. Um die Aufnahme in die Bayerische Eliteakademie können sich Studierende bayerischer Hochschulen bewerben. Einmal im Jahr nimmt sie 30 besonders begabte und bestqualifizierte Studenten aller Fachrichtungen aus ganz Bayern auf, die parallel zum Hauptstudium eine studienbegleitende Zusatzausbildung erhalten. Ziel ist die Vermittlung von Führungsfähigkeiten und Managementqualitäten.

Die drei wesentlichen Merkmale der Förderung sind:

Präsenzphasen: die Studenten nehmen in der vorlesungsfreien Zeit an Schulungen teil, bei denen sie mit hochrangigen Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Medien zusammentreffen,

die Beziehung zu einem persönlichen Mentor aus der Bayerischen Wirtschaft,

praxisorientierte Projektarbeit und Auslandspraktikum im Topmanagment.

3. Der Elite-Studiengang "FOKUS Physik" der Universität Würzburg

Der Elite-Studiengang "FOKUS Physik" richtet sich an Studierende der Physik und Nanostrukturtechnik. Neben der Verkürzung der Studienzeit ist das Hauptziel des Studiengangs, forschungsinteressierte und hochbegabte Studierende möglichst früh an die aktuelle Spitzenforschung heranzuführen und sie durch intensive und individuelle Förderung in Kleingruppen sowie durch Mitarbeit in verschiedenen Forschungsteams optimal auszubilden.

Der Forschungsbezug und die Vielseitigkeit der Ausbildung werden durch die unmittelbare Einbindung verschiedener Max-Planck-Institute gewährleistet. Die Verkürzung des Studiums wird vor allem durch einen modularen und umstrukturierten Aufbau erreicht. Er schließt die bestehenden Vorlesungen größtenteils mit ein, ergänzt diese jedoch durch spezielle Übungen, zahlreiche Ergänzungsveranstaltungen, Blockseminare und Forschungspraktika. Dabei wird auf eine möglichst kombinierte Ausbildung in theoretischer und experimenteller Physik bzw. in angewandter Physik und zu Ingenieursthemen Wert gelegt. Die Studienzeit verkürzt sich außerdem durch eine stärkere Ausnutzung der vorlesungsfreien Zeit, durch studienbegleitende Prüfungen und eine individuelle Betreuung.

Kontakt

Universität Würzburg
Sanderring 2
97070 Würzburg

Tel.: +49 931 31-0
Fax: +49 931 31-82600

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