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    Würzburger Altertumswissenschaftliches Zentrum

    Theaterdonner // Die Parodos des Chores in den Wolken des Aristophanes

    Theaterdonner // Die Parodos des Chores in den Wolken des Aristophanes
    Datum: 07.01.2019, 18:15 Uhr
    Kategorie: Vorträge
    Ort: Residenzplatz 2 (Residenz), Toscanasaal (Südflügel)
    Vortragende*r: Prof. Dr. Peter von Möllendorff (Universität Gießen)

    In Aristophanes' Wolken beschließt der Bauer Strepsiades, den Schulden, die er seinem pferdenärrischen Sohn Pheidippides verdankt, dadurch auszukommen, dass er bei Sokrates die ungerechte Rhetorik lernt, mit der man alle Forderungen niederzuschlagen vermag. Unter der Ägide der Wolken, die sich als Sokratische Musen gerieren, versucht er zunächst erfolglos sein Glück als Schüler, gibt dann aber doch lieber seinen Sohn in die Lehre, und zwar, nachdem er einem Schaukampf der Gerechten und der Ungerechten Rede beigewohnt hat, beim Sieger, dem Adikos Logos. Bei Pheidippides schlägt diese Erziehung so gut an, dass er seinen Vater verprügelt und ihm noch beweist, dass das eine berechtigte pädagogische Maßnahme war. Als er noch androht, nun auch die Mutter verprügeln zu wollen, greift Strepsiades zur Selbsthilfe und steckt Sokrates' Denkerwerkstatt in Brand.

    Der heimliche und ambivalente Protagonist dieses Stücks ist der Chor der Wolken. Sie scheinen Strepsiades' betrügerische Pläne anfänglich zu favorisieren, wenden sich aber zuletzt gegen ihn. Der Vortrag will zeigen, dass diese Volte bereits in den Worten und im Verhalten des Chors bei seinem ersten Auftritt angelegt gewesen ist, und versucht dafür eine Rekonstruktion von dessen Inszenierung.


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