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    Neue Studienplätze nach Bedarf und Leistung

    06/13/2007

    Als eine „weise Entscheidung“ hat Unipräsident Axel Haase den Beschluss des bayerischen Ministerrats bezeichnet, mit massiven Investitionen bis 2011 an den Hochschulen des Freistaats 38.000 neue Studienplätze und 3.000 zusätzliche Personalstellen zu schaffen. Allerdings bezweifelte Haase, dass diese Zahlen ausreichen werden. Kritik äußerte er auch an der geplanten Aufteilung des Geldes zwischen Universitäten und Fachhochschulen.

    Studierende in einem Hörsaal

    Bayern will Platz für weitere 38.000 Studierende schaffen (Foto Gunnar Bartsch)

    „Die Entscheidung des Ministerrats ist ein großer Erfolg für Wissenschaftsminister Thomas Goppel“, sagte Axel Haase nach der Bekanntgabe der Ministerratsentscheidung. Goppel habe seine Kollegen davon überzeugen können, dass die Studentenzahlen nicht nur weiter ansteigen werden, sondern, „dass auch der Freistaat Bayern den zukünftigen Studierenden ein attraktives Angebot machen muss, damit sie nicht in andere Regionen abwandern“, sagte der Unipräsident.

    Der Ministerrat hatte auf seiner Sitzung am vergangenen Dienstag beschlossen, die Hochschulen in Bayern mit einer Milliardeninvestition auf die steigenden Studierendenzahlen und den doppelten Abiturjahrgang des Jahres 2011 vorzubereiten. Insgesamt sollen so 3.000 zusätzliche Personalstellen aufgebaut werden, um ein attraktives Lehrangebot für 38.000 neue Studienplätze zu schaffen. Die Finanzierung der Hochschulmilliarde soll schrittweise ab 2008 aus Landesmitteln und dem Hochschulpakt von Bund und Ländern erfolgen.

    Dass diese Summe ausreichen wird, bezweifelte Haase: „Diese Entscheidung ist sehr konservativ“, sagte er. „Ich bin fest davon überzeugt, dass die Studentenzahlen in Bayern in der Spitze weit über 330.000 ansteigen werden, weil ein höherer Prozentsatz eines Jahrgangs an die Hochschulen gehen wird.“ Die Ministerrunde war bei ihrer Entscheidung davon ausgegangen, dass die Zahl der Studierenden von derzeit 259.000 bis 2012 auf über 330.000 steigen, bis 2016 auf diesem Niveau verbleiben und auch bis 2020 nicht unter 300.000 fallen werde.

    Kritik äußerte Haase auch an dem Plan der Ministerrunde, 80 Prozent der zusätzlichen Studienplätze zu gleichen Teilen an den Fachhochschulen und an den Universitäten anzusiedeln und mit den restlichen 20 Prozent flexibel auf die konkrete Nachfrage zu reagieren. „Die zusätzlichen Mittel müssen leistungs- und belastungsbezogen eingesetzt werden“, so der Unipräsident. Für eine politische Umsteuerung der Bewerber von den Universitäten an die Fachhochschulen seien sie denkbar ungeeignet. Sonst müssten viele Millionen in Werbemaßnahmen investiert werden, um Studentenströme zu beeinflussen – mit zweifelhaftem Erfolg. „Letztlich entscheiden die Studierenden, wo sie hingehen und was sie lernen“, sagte Haase. Und die gingen dorthin, wo sie attraktive Studienangebote vorfinden und damit exzellente Chancen auf eine spätere gut bezahlte Beschäftigung erhalten.

    Trotz der Kritik an Details findet Haase: „Für die Uni Würzburg ist die Entscheidung eine gute Nachricht.“ Schließlich gebe es schon heute in Würzburg attraktive Studien- und Lebensbedingungen. Wenn dann auch noch durch die zukünftige Nutzung der Leighton-Barracks in sehr kurzer Zeit und ohne große Baumaßnahmen auch neuer Wohnraum für Studierende entstehe, böten die Stadt und die Universität beste Bedingungen für den zusätzlichen akademischen Nachwuchs. Haase ist überzeugt davon: „Die Studenten werden nach Würzburg kommen – Staat und Universität haben die Aufgabe sie hereinzulassen, sie willkommen zu heißen und gut auszubilden“. Und dazu brauche es einen angemessenen Teil der Mittel, die jetzt beschlossen wurden.

    By Gunnar Bartsch

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