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    Cornelius P. Mayer ist Ehrenmitglied

    Für sein herausragendes wissenschaftliches Werk hat die Universität Professor Cornelius Petrus Mayer ausgezeichnet: Sie verlieh ihm die Ehrenmitgliedschaft. Mayer leitet in Würzburg das Zentrum für Augustinus-Forschung, ein An-Institut der Universität.

    Cornelius Petrus Mayer wurde am 9. März 1929 in Pilisborosjenö/Weindorf in der Nähe von Budapest geboren. Dort wuchs er auf, bis seine Familie in der Folge des Zweiten Weltkriegs vertrieben wurde. Eine neue Heimat fand sie in Walldürn, und Cornelius Mayer besuchte von nun an im unterfränkischen Münnerstadt das Gymnasium der Augustiner. Dieses schloss er 1949 mit dem Abitur ab. Noch im gleichen Jahr trat er in den Augustinerorden ein.

    Mayer studierte Theologie und Philosophie an der Universität Würzburg und wurde am 26. März 1955 zum Priester geweiht. Ein Jahrzehnt war Pater Petrus, so sein Ordensname, anschließend Präfekt und Direktor des ordenseigenen Klosterseminars St. Augustin. Dann wurde er zum Promotionsstudium freigestellt. Er spezialisierte sich auf das Werk seines Ordensvaters Augustinus von Hippo, forschte unter anderem an der Sorbonne in Paris.

    1968 promovierte Pater Petrus in Würzburg zum Doktor der Theologie. Nach der Habilitation 1973 lehrte er als Privatdozent das Fach Dogmatik und Dogmengeschichte an den Universitäten Würzburg, Frankfurt am Main und Saarbrücken, bevor er schließlich 1979 an die Universität Gießen auf die Professur für Systematische Theologie berufen wurde. Diese hatte er bis zu seiner Emeritierung 1995 inne.

    International anerkannte Standardwerke

    In der Gießener Zeit etablierte Mayer die beiden Forschungsprojekte Augustinus-Lexikon und Corpus Augustinianum Gissense, die in der Forschung als Standardwerke internationale Anerkennung genießen. Zunächst förderte die Deutsche Forschungsgemeinschaft das Projekt des Augustinus-Lexikons zehn Jahre lang. Danach wurde es als wissenschaftliches Langzeitunternehmen in die Betreuung und Finanzierung durch die Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur überführt. Am 28. August 1986, dem kirchlichen Festtag des Heiligen Augustinus, wurden die ersten beiden Faszikel des Augustinus-Lexikons der Öffentlichkeit und der Wissenschaftswelt vorgestellt.

    Das zweite wichtige Projekt ist der von Pater Petrus initiierte und edierte Corpus Augustinianum Gissense, die digitale Erfassung und Erschließung des gesamten überlieferten Schrifttums des Heiligen Augustinus. Es handelt sich dabei um eines der ersten geisteswissenschaftlichen EDV-Projekte überhaupt, die auf den Weg gebracht wurden.

    Gründung des Zentrums für Augustinus-Forschung

    Seit seiner Emeritierung führt Pater Petrus diese Projekte als wissenschaftlicher Leiter des 2001 von ihm gegründeten Zentrums für Augustinus-Forschung mit Sitz in Würzburg fort. Dem Kompetenzzentrum, in dem heute alle Forschungsprojekte von Pater Petrus koordiniert werden, wurde am 6. April 2006 die Rechtsstellung eines An-Instituts der Universität Würzburg verliehen.

    Unter dem Dach dieses Zentrums und mit Unterstützung der von Pater Petrus mitbegründeten Gesellschaft zur Förderung der Augustinus-Forschung wächst und gedeiht seit einiger Zeit auch das Internet-Forum www.augustinus.de. Es bietet aktuelle Informationen zum Leben und Werk von Augustinus.

    Ehrungen und Auszeichnungen

    Cornelius Petrus Mayer wurde für seine Forschungen vielfach geehrt und ausgezeichnet: 1969 erhielt er den Preis des Kuratoriums der Unterfränkischen Gedenkjahrstiftung für Wissenschaft, 1988 wurde ihm der Doctor of Humane Letters der Villanova University of Pennsylvania verliehen.

    Ein Jahr später zeichnete man ihn mit der Silbermedaille der Europa-Union für länderübergreifende Forschung aus, 1993 erhielt er das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, 2005 den Bayerischen Verdienstorden. Im Jahr 2009 folgte die Ehrenbürgerwürde von Pilisborosjenö/Weindorf (Ungarn). 2011 wurde Pater Petrus von Papst Benedikt XVI. in Privataudienz empfangen.