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    Forum Africa Centre

    Forschungsprojekt: Arzneimittelgewinnung aus tropischen Pflanzen

     
    Inhalt und Ziel der langjährigen Zusammenarbeit mit der Universität Kinshasa ist die Nutzbarmachung tropischer Pflanzen für die Suche nach neuen Arzneimitteln, Wirkstoffen aus der Natur, gegen Infektionskrankheiten der Tropen wie Malaria, Leishmaniose, Bilharziose oder die Afrikanische Schlafkrankheit, gegen die es bislang keine oder nur unzureichende und viel zu teure Medikamente gibt.

    Ansprechpartner an der Universität Würzburg: Prof. Dr. Dr. h.c. mult. G. Bringmann
                                                             

    Ansprechpartner an der Universität Kinshasa: Prof. Dr. Dr. h.c. Virima Mudogo
     

    Gewinnung von Arneimitteln

    Gemeinsam mit den afrikanischen Kollegen wurde und wird Material von tropischen Lianen der Gattung Ancistrocladus (Hakenast) gesammelt.


    Expeditionsteam für die Suche nach tropischen Lianen.

    Die kongolesischen Pflanzen werden dann auf ihre Inhaltsstoffe hin untersucht und interessante Verbindungen, meist Alkaloide, werden isoliert.


    links: Gemeinsame Forschung an Naturstoffen, Prof. Mudogo, Prof. Bringmann, Prof. Kalenda (v.l.n.r.)
    rechts: Prof. Mudogo bei der Isolierung von Substanzen aus afrikanischen Lianen 

    Naturstoffchemiker, Pharmazeuten und Infektionsbiologen testen diese Alkaloide dann im Würzburger Sonderforschungsbereich (SFB) 630 auf ihre Wirksamkeit gegenüber Infektionskrankheiten und erforschen deren Wirkmechanismus.

    Verschiedene anti-infektive Wirkstoffe wurden 2007 als gemeinsames, vermutlich erstes kongolesisch-deutsches Patent angemeldet.

    Kultivierung tropischer Pflanzen in Würzburg

    Es gelang ebenfalls, die anspruchsvollen Lianen im Botanischen Garten der Universität Würzburg heranzuziehen. Seit vielen Jahren werden dort über 10 Ancistrocladus-Arten kultiviert, an denen intensive Forschung betrieben wird.

     
    Tropische Pflanzen aus Afrika gedeihen auch im Würzburger Gewächshaus.
    links: Ein junger Ast mit den für Ancistrocladus typischen Haken
    rechts: Blüte eines Ancistrocladus abbreviatus

    Entdeckung neuer Pflanzenarten

    Darüber hinaus wurden im Rahmen dieser Kooperationen, an denen auch Prof. G. Heubl aus München beteiligt ist, neue Pflanzenarten entdeckt und botanisch erst-beschrieben, z.B. jüngst die 'neue' Liane Ancistrocladus ileboënsis (s.u.).


    Prof. D. Kalenda, Prof. G. Heubl und Prof. V. Mudogo (v.l.n.r.) im Gewächshaus des Botanischen Gartens der Universität Würzburg, wo Ancistrocladus wächst und gedeiht.

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