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Deutsch Intern
    Institut für Pharmazie und Lebensmittelchemie

    DPhG-Vorträge (Wintersemester 2019/20)

    Vorträge in Kooperation mit der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft

    Die aktuellen Termine und Themen finden Sie unten.
    Vergangene Veranstaltungen finden Sie in unserem Vortrags-Archiv.

    DPhG-Vorträge im Wintersemester 2019/20

    Die Vorträge finden jeweils um 20.15 Uhr im Hörsaalgebäude der Chemie und Pharmazie, Hörsaal C , Am Hubland, 97074 Würzburg statt (Ausnahme: 10. Dezember 2019). Als Mitglied der Landesgruppe Bayern, Würzburg, erhalten Sie eine persönliche Einladung mit einer kurzen Erläuterung zum Thema. Die Vorträge werden von der BLAK mit 3 Punkten für das Fortbildungszertifikat anerkannt. Zu den Vorträgen laden wir Sie herzlich ein. Gäste sind jederzeit willkommen.


    Dienstag, 29. Oktober 2019

    Prof. Dr. Maria Kristina Parr

    Institut für Pharmazie, Pharmazeutische Analytik und Metabolismus, Freie Universität Berlin

    „Doping im Sport: Zu Risiken... fragen Sie Ihren Apotheker"

    Die Verbesserung der sportlichen Leistungsfähigkeit unter Zuhilfenahme von pharmakologischen Wirkstoffen o.ä. stellt eine große Versuchung dar. Die Anwendung verbotener Substanzen und Methoden im Sport wird als Doping bezeichnet und als Betrug an Sportkameraden und der Öffentlichkeit angesehen. Zusätzlich stellt Doping ein erhebliches Risiko für die Gesundheit der Sportler dar. Das Verbot von Doping leistet daher auch einen wichtigen Beitrag zum Schutz von Kindern und Jugendlichen, die als Nachwuchsathleten besonderer Fürsorge bedürfen.

    Die Verwendung von Arzneimitteln im (Spitzen-)Sport wird durch die Regularien der World Anti-Doping Agency (WADA) geregelt. Maßnahmen, die zu einer Leistungssteigerung und damit zu einem möglichen Vorteil im Wettkampf beitragen können, sind eingeschränkt. Die Liste der verbotenen Substanzen und Methoden liefert die Basis für eine Einordnung in unterschiedliche Klassen. Sie wird jährlich von der WADA überarbeitet und veröffentlicht (www.wada-ama.org).

    Der Nachweis eines Dopingvergehens erfolgt meist durch pharmazeutisch-chemische Analysen von Proben, die während eines Wettkampfs aber auch außerhalb von Wettkämpfen von Athleten abgegeben werden.

    Physiologischen Grundlagen von Leistungssteigerung werden aufgezeigt und die verbotenen Wirkstoffe und Methoden erläutert. Zusätzlich werden exemplarisch Verfahren zum Nachweis von Dopingsubstanzen vorgestellt.


    Dienstag, 19. November 2019

    Prof. Dr. Thorsten Lehr

    Klinische Pharmazie, Universität des Saarlandes, Saarbrücken

     „Arzneimittelinteraktionen 2.0 – Das komplexe Zusammenspiel von Arzneimitteln, Genetik, Nahrung und Hilfsstoffen“

    Multimorbidität und die daraus resultierende Polypharmazie ist vor allem in der geriatrischen Population eine bestehende Problematik. In den USA nehmen beispielsweise 67% der geriatrischen Bevölkerung mehr als fünf Medikamente gleichzeitig ein. Einer von sechs dieser Patienten ist einem hohen Risiko für eine schwerwiegende Arzneimittelinteraktion ausgesetzt. In klinischen Studien, welche das Ausmaß von Arzneimittelinteraktion quantifizieren sollen, werden viele Szenarien aus dem wahren Leben nicht berücksichtigt. Es werden meist nur zwei Arzneimittel gleichzeitig untersucht vor allem in jüngeren, gesunden, meist männlichen Probanden. Auch die genetische Variabilität (Polymorphismen) wird meist durch Ausschlusskriterien eliminiert und Interaktionen durch Nahrung (z.B. Grapefruit) oder neuerdings bekanntwerdende Hilfsstoffe werden nicht ausreichend untersucht. In der pharmazeutischen Realität sind Apotheker*Innen mit der genannten Kombinatorik von Risikofaktoren konfrontiert und es existieren wenige Hilfestellungen, wie dem individuellen Patienten eine optimierte Pharmakotherapie angeboten werden kann. Der Vortrag gibt eine Übersicht über bekannte und neue Mechanismen und Kombinationen bei Arzneimittelinteraktionen und zeigt Lösungsansätze zur personalisierten Pharmakotherapie auf.


    Dienstag, 10. Dezember 2019

    Jubiläumsveranstaltung der DPhG und DGGP zum 200. Geburtstag des Apotheker-Dichters Theodor Fontane (1819-1898)

    Professor Dr. Iwan-Michelaneglo D'Aprile

    Universität Postdam

     „Theodor Fontane - ein Dichter zweier Kulturen. Lesung und Autorengespräch mit dem Verfasser einer neu erschienenen Fontane-Biographie."

     Theodor Fontane war nicht nur Journalist und Schriftsteller. Geprägt durch seinen Vater und Berufskollegen Louis Henri Fontane (1796-1867) durchlief er eine Apothekenlehre, die ihn schließlich zum Beruf des Apothekers durch den Erhalt der Approbation im Jahre 1847 qualifizierte. Auch wenn er diese Tätigkeit nur wenige Jahre ausübte, so wurde der Schriftsteller und Journalist in hohem Maße durch seine pharmazeutische Ausbildung geprägt. Vielfach aus berufspolitischem Ehrgeiz erinnerten Pharmaziehistoriker immer wieder an den Dichter und Apotheker Theodor Fontane. In seiner Biographie, die kurz vor dem Jubiläumsjahr 2019 erschienen ist, beschäftigt sich der in Potsdam lehrende Professor Dr. Iwan-Michelangelo D’Aprile unter anderem intensiv mit dem Einfluss von Fontanes beruflicher Sozialisation auf die in seinen Romanen zu findende Figurenzeichnung. Die Beheimatung in diesen zwei Kulturen, nämlich der Apotheke sowie der Literatur, lassen Fontane zu einer Gestalt werden, die Leser im 21. Jahrhundert genauso interessiert wie zur Zeit des Realismus.  

    Veranstaltungsort: Akademische Buchhandlung Knodt, Textorstraße 4, 97070 Würzburg

    Beginn: 20.00 Uhr   

     


    Dienstag, 14. Januar 2020

    Dr. Björn Schurad

    Vorstandsmitglied und Leiter der Entwicklung, Luye Pharma AG

    Was man wissen sollte... transdermal therapeutische Systeme“

    Transdermale Therapeutische Systeme sind einzeldosierte Arzneiformen, welche – appliziert auf die intakte Haut – den enthaltenen Wirkstoff kontinuierlich über einen definierten Zeitraum freisetzen, so dass dieser eine systemische Wirkung entfalten kann. In diesem Vortrag erfahren Sie zum einen mehr über Transdermale Pflaster an sich und aber auch worauf bei der Entwicklung aus Sicht des pharmazeutischen Unternehmers zu achten ist. Des Weiteren werden die regulatorischen Anforderungen in der EU erläutert und Erfahrungen aus dem Markt geteilt.