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    Magie: Texte, Praktiken, Stereotypen

    Der Zauberer von Nazareth. Frühchristliche Wunder im Spiegel heidnischer Magiekritik
    Date: 11/25/2019, 6:15 PM - 7:45 PM
    Category: Ringvorlesung
    Location: Residenzplatz 2 (Residenz), Toscanasaal
    Organizer: Würzburger Altertumswissenschaftliches Zentrums
    Speaker: Dr. theol. Johannes Pfeiff (Uni Würzburg)

    Zauberbücher, Voodoo-Puppen und die Angst vor Hass und Neid. Um diese Themen dreht sich die Ringvorlesung des Würzburger Altertumswissenschaftlichen Zentrums im Wintersemester 2019/20. Am 25.11.2019 referiert Dr. theol. Johannes Pfeiff (Uni Würzburg) um 18:15 Uhr im Toscanasaal der Residenz zum Thema "Der Zauberer von Nazareth. Frühchristliche Wunder im Spiegel heidnischer Magiekritik".

    Medusa lebt! Mit Licht wirkt die Maske, eine Kopie der hochklassischen „Medusa Rondanini“ aus dem 19. Jahrhundert, noch magischer.
    Medusa lebt! Mit Licht wirkt die Maske, eine Kopie der hochklassischen „Medusa Rondanini“ aus dem 19. Jahrhundert, noch magischer. (Image: Christina Kiefer)

    Seitdem der Mensch an göttliche Mächte glaubt, dürfte die Idee Verbreitung gefunden haben, dass diese metaphysische Welt nicht nur durch Gebete und Opfer beeinflusst werden kann, sondern auch durch Zauberei. Das Konzept der Magie, Komplement oder Pendant zur Religion, basiert auf der Annahme, dass ausgewählte Medien durch übersinnliche Fähigkeiten oder eigentümliche Rituale dazu in der Lage sind, sich Zugriff auf die transzendenten Kräfte in der Welt zu verschaffen. Nur wenige Eingeweihte (griech.: mágos = Weiser) können diese Rituale ausüben und damit Macht über das Schicksal anderer Menschen gewinnen.

    Die Ringvorlesung

    Um Magie dreht sich die neue Ringvorlesung des Würzburger Altertumswissenschaftlichen Zentrums (WAZ), die am Montag, 21. Oktober 2019 startet. Sie widmet sich dem Phänomen der Magie aus den unterschiedlichen Perspektiven der altertumswissenschaftlichen Fächer, indem Fallbeispiele aus dem je eigenen Quellenmaterial beleuchtet werden: Texte zur Anleitung von Ritualen, die an Zauberbücher erinnern; Schamanen evozierende Utensilien wie Masken, Messer und Klappern; Übel abwehrende Symbole und Bilder zum Hausgebrauch. Dabei geht sie konsequent der Frage nach, welchen Stellenwert magische Praktiken im (religiösen) Leben und Alltag der jeweiligen Kultur einnahmen.

    Zeit und Ort

    Die Vorträge finden jeweils montags im Toscanasaal der Würzburger Residenz (Südflügel, 2. Stock) statt und beginnen um 18:15. Der Eintritt ist frei.

    Das Programm

    • 21. Oktober 2019: „Ziegenkadaver, Hexenfigur und Königspuppe: Das babylonisch-assyrische Badehaus-Ritual“, Prof. Dr. Daniel Schwemer (Uni Würzburg)
    • 4. November 2019: „Altägyptische Magie – Texte, Praktiken, Stereotypen“, Prof. Dr. Hans-Werner Elfert (Uni Leipzig)
    • 25. November 2019: „Der Zauberer von Nazareth. Frühchristliche Wunder im Spiegel heidnischer Magiekritik“, Dr. theol. Johannes Pfeiff (Uni Würzburg)
    • 9. Dezember 2019: „Der böse Blick und seine Abwehr. Amulette und Abwehrmittel gegen den bösen Blick in Antike und Neuzeit“, Dr. Carina Weiß (Uni Würzburg)
    • 13. Januar 2020: „Das Charisma inszenieren. Alexander der Große und die Mantik“, Prof. Dr. Kai Trampedach (Uni Heidelberg)
    • 27. Januar 2020: „Magie und Religion in Apuleius' Metamorphosen“, PD Dr. Friedemann Drews (Uni Münster)

    Link

    Homepage des WAZ

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