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    Wenn die Bilder verblassen

    01/29/2013

    Im Alter von 14 Jahren kam Salle Fischermann als einer von 450 dänischen Juden in das Konzentrationslager Theresienstadt. Als Kabelträger musste er dort an einem Propagandafilm der Nazis mitwirken. In einem Vortrag an der Uni berichtet er am Dienstag, 29. Januar, von seinen Erlebnissen.

    Es war eine besonders zynische Aktion der Nationalsozialisten: Im August und September 1944 ließen sie im Ghetto Theresienstadt einen Film produzieren, der die angeblich guten Lebensverhältnisse dort darstellen sollte. Der Regisseur und Drehbuchautor des Films Kurt Gerron und die meisten prominenten Mitwirkenden sowie fast alle Kinder-Darsteller wurden nach den Aufnahmen deportiert und ermordet.

    Einer der wenigen heute noch lebenden Mitwirkenden ist Salle Fischermann. Fischermann kam 1943 im Alter von 14 Jahren mit seiner Mutter und seinen drei Geschwistern ins Konzentrationslager Theresienstadt. Als Kabelträger und Beleuchter musste er bei der Filmproduktion mitwirken. Auf Einladung der Fachschaftsinitiative der Philosophischen Fakultät I der Universität Würzburg kommt Fischermann jetzt an die Uni. In einem öffentlichen Vortrag wird er unter dem Titel „Wenn die Bilder schon verblassen“ seine damaligen Erlebnisse schildern.

    Der Vortrag findet statt am Dienstag, 29. Januar, im Hörsaal 4 im Philosophiegebäude am Hubland. Beginn ist um 19.15 Uhr. Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt ist frei.

    Zu Beginn wird Rainer Schmidt, Professor für Neueste Geschichte und Didaktik der Geschichte an der Universität Würzburg, eine kurze Einführung in das Thema geben. Nach dem Vortrag besteht die Möglichkeit zur Diskussion.

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