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    Vom Schützengraben an den Schreibtisch

    03/17/2015

    Der italienische Schriftsteller Carlo Emilio Gadda steht im Mittelpunkt einer Lesung, zu der die Graduiertenschule für die Geisteswissenschaften der Universität Würzburg einlädt. Der Doktorand Julius Goldmann gibt dabei einen Einblick in Gaddas Leben und Wirken.

    Prometheus-Skulptur auf dem Dach des Gebäudes Neue Universität - Motiv der GSH.
    Prometheus-Skulptur auf dem Dach des Gebäudes Neue Universität - Motiv der GSH.

    Carlo Emilio Gadda wurde am 14. November 1893 in Mailand als Sohn eines Textilfabrikanten geboren. Nach Abschluss der Schule nahm er an der Universität Mailand ein ingenieurwissenschaftliches Studium auf, das allerdings durch den Kriegseintritt Italiens in den Ersten Weltkrieg 1915 unterbrochen wurde. Gadda meldete sich als Freiwilliger zur italienischen Armee und führte unter anderem als Leutnant der Alpen-Division eine Maschinengewehr-Truppe. Im Oktober 1917 wurde er gefangengenommen und nach Norddeutschland transportiert. Erst 1919 kehrte er nach Mailand zurück.

    Seine Erfahrungen aus dieser Zeit beschrieb Gadda in seinem Tagebuch, das er im Jahr 1955 veröffentlichte. 1924 wendete sich Gadda verstärkt der Literatur zu und veröffentlichte in den folgenden Jahrzehnten Essays, Erzählungen, Kurzgeschichten und Romane. Am 21. Mai 1973 starb Gadda in Rom.

    Die Lesung

    Einen Einblick in das Leben und Wirken Carlo Emilio Gaddas gibt jetzt Julius Goldmann, Promovierender der Graduiertenschule der Geisteswissenschaften (GSH) der Universität Würzburg. Die Lesung „Vom Schützengraben an den Schreibtisch - Carlo Emilio Gaddas Großer Krieg 1915-1919“ findet statt am Donnerstag, 26. März, um 19 Uhr im Toscanasaal im Südflügel der Residenz. Der Eintritt ist frei.

    Goldmann wird dabei – in deutscher Sprache – die Inhalte der Kriegstagebücher Gaddas mit dem Romanfragment „La Meccanica“ verknüpfen und um historische Fakten ergänzen. Er wird dabei aufzeigen, wie sich diese Kriegserfahrung in Gaddas späterem literarischem Werk nach dem Ersten Weltkrieg manifestiert. Untermalt mit italienischer Musik des Ensembles „Bell‘ arte“ und mit zeitgenössischen Bildern soll die Fronterfahrung des Autors sein literarisches Werk nach dem Ersten Weltkrieg erklären und zugänglich machen.

    Mitveranstalter der Lesung ist die Società Dante Alighieri Würzburg e.V.

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