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    Staffelmarathon gegen Krebs

    04/21/2015

    Am Sonntag, 17. Mai 2015, findet beim iWelt-Marathon auch der 2. Würzburger Staffelmarathon „Lauf gegen Krebs“ statt. Für die Benefiz-Veranstaltung werden noch Läuferteams gesucht; die Anmeldung ist bis 26. April möglich.

    Akteure für den Lauf gegen Krebs: Heike Braun und Wolfgang Meier (beide Stadtmarathon Würzburg), Gabriele Nelkenstock (Hilfe im Kampf gegen Krebs), Jan Schäffer (DJK Rimpar Wölfe), Beate Beyrich (Frauenselbsthilfe nach Krebs) und die Professoren Achim
    Akteure für den Lauf gegen Krebs (von links): Heike Braun und Wolfgang Meier (beide Stadtmarathon Würzburg), Gabriele Nelkenstock (Hilfe im Kampf gegen Krebs), Jan Schäffer (DJK Rimpar Wölfe), Beate Beyrich (Frauenselbsthilfe nach Krebs) und die Professoren Achim Wöckel und Christoph Reiners vom Uniklinikum Würzburg. (Foto: Universitätsklinikum Würzburg)

    Beim Staffelmarathon „Lauf gegen Krebs“ teilen sich pro Team drei bis acht Läufer die gut 42 Kilometer lange Strecke beliebig untereinander auf. „Diese Variante ermöglicht es auch nicht ganz so konditionsstarken Sportlern, am Marathon teilzunehmen“, sagt Günter Herrmann vom Verein Stadtmarathon Würzburg, der auch den Staffellauf organisiert.

    Die Startgebühr für den Staffellauf beträgt 200 Euro pro Team; davon gehen 125 Euro als Spende an „Hilfe im Kampf gegen Krebs“. Bei Kinder- und Jugendteams mit Teilnehmern im Alter von 10 bis 18 Jahren beträgt die Startgebühr 100 Euro.

    Bislang haben sich 20 Teams angemeldet. „Auch wenn dies schon eine tolle Steigerung im Vergleich zu den elf Mannschaften der Pilotveranstaltung im letzten Jahr ist, freuen wir uns über jede weitere Gruppe, die die gute Sache unterstützt“, sagt Vereinsvorsitzende Gabriele Nelkenstock.

    Die Anmeldung zum Staffelmarathon ist noch bis einschließlich Sonntag, 26. April, möglich. Alle Infos zu den Teilnahmekonditionen und eine Anmeldemöglichkeit gibt es unter www.wuerzburg-marathon.de/staffelmarathon.html

    Erlös für Brustkrebspatientinnen

    Die Einnahmen aus der Wohltätigkeitsveranstaltung sollen dazu genutzt werden, um den Brustkrebspatientinnen der Würzburger Universitätsfrauenklinik in Zukunft spezielle Informationsmappen zur Verfügung stellen zu können.

    Dazu Professor Achim Wöckel, Direktor der Frauenklinik: „Der Informationsbedarf unserer Patientinnen geht weit über die Möglichkeiten des Arztgespräches hinaus. Deshalb erarbeiten wir zusammen mit verschiedenen Selbsthilfegruppen eine maßgeschneiderte Unterlagensammlung, die neben praktischen Handlungsempfehlungen, die das Leben während und nach der Krebstherapie erleichtern, auch gebündelt Ansprechpartner und Kontakte benennt.“

    Breast Care Nurse aus Spendenmitteln

    Die Patientenmappen sollen auch die demnächst an der Würzburger Universitätsfrauenklinik tätige „Breast Care Nurse“ in ihrer Arbeit unterstützen. „Diese Krankenschwester hat ein vergleichsweise neues Berufsbild und begleitet Brustkrebspatientinnen vor allem auf der emotionalen Ebene“, so Wöckel. „Sie bleibt von der Diagnosestellung bis zur Nachsorge an der Seite der Patientinnen, berät, klärt Fragen, nimmt Sorgen und Nöte wahr, gibt Hinweise auf Wirkungen und Nebenwirkungen von Medikamenten und hilft mit Pflegetipps.“ Finanziert mit Mitteln des Vereins „Hilfe im Kampf gegen Krebs“ soll noch 2015 an der Würzburger Universitätsfrauenklinik eine solche Stelle geschaffen werden.

    Promi-Lauf mit Daniel Sauer

    Eine weitere Sonderaktion mit Bezug zu Krebs ist in diesem Jahr beim iWelt-Marathon der Promi-Lauf mit Daniel Sauer. Der Geschäftsführer der Handballer der DJK Rimpar Wölfe absolviert dabei mit 21 Mitgliedern und Familienangehörigen der Frauenselbsthilfe nach Krebs einen Halbmarathon. Der Handballer läuft die gesamten 21 Kilometer, die Vertreter der Selbsthilfegruppe begleiten ihn je einen Kilometer lang.

    Die Rimparer Wölfe unterstützen den Verein „Hilfe im Kampf gegen Krebs“ schon seit längerem. „Zusammen mit den Frauen und Angehörigen der Selbsthilfegruppe zu laufen, wird ein sehr emotionales Erlebnis für mich. Ich freue mich sehr, meinen Teil zu einer tollen Veranstaltung beitragen zu dürfen“, sagt Sauer.

    Laufen gegen Krebs

    Neben der Gelegenheit, laufend Gutes zu tun, und der Chance, sich über die Situation von Krebskranken zu informieren, gibt es noch einen weiteren Aspekt, der eine Brücke zwischen dem Staffellauf und der Onkologie schlägt: „Wir wissen heute, dass sportliche Aktivität jeglicher Art positive Einflüsse auf Krebserkrankungen hat. Dies gilt insbesondere für das Mammakarzinom“, so Professor Wöckel.

    „Sportarten wie Laufen und Joggen reduzieren nicht nur das Risiko, an Krebs zu erkranken, sondern können auch helfen, nach einer Krebsbehandlung das Zurückkehren der Krankheit zu verhindern.“ Schon während der Therapiephase zeigen Sport und Bewegung laut dem Direktor der Frauenklinik günstige Effekte: „Häufig treten unter einer Strahlen- oder Chemotherapie Müdigkeit und Erschöpfungssymptome auf. Studien haben klar gezeigt, dass regelmäßige Bewegung diese Symptome deutlich verringern kann.“

    Ein mustergültiges Zusammenwirken

    Das Universitätsklinikum Würzburg unterstützt den Stadtmarathon Würzburg e.V. bei der Akquise der Laufteams, beispielsweise durch die Herausgabe von Infofaltblättern oder durch Veröffentlichungen in den sozialen Netzwerken.

    „Der Staffelmarathon ist ein exzellentes Beispiel dafür, wie durch eine gute Idee die breite Öffentlichkeit, gemeinnützige Vereine und das Uniklinikum Würzburg zusammenwirken können, um einerseits das Bewusstsein für die Herausforderung Krebs zu schärfen und andererseits auf mehrfach sinnvolle Art Spenden für dessen Bekämpfung zu sammeln“, sagt Professor Christoph Reiners. Der Ärztliche Direktor des Klinikums zitiert in diesem Zusammenhang den US-amerikanischen Laufexperten John Bingham: „Das Wunder ist nicht, dass ich ins Ziel gekommen bin. Das Wunder ist, dass ich den Mut hatte, loszulaufen.“

    (Quelle: Pressemitteilung des Universitätsklinikums Würzburg)

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