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    Spende für die Palliativmedizin

    01/22/2013

    Das Interdisziplinäre Zentrum Palliativmedizin am Würzburger Universitätsklinikum hat vom Energiekonzern E.ON eine Spende von 2.000 Euro erhalten. Die Einrichtung wird damit ihren Palliativmedizinischen Dienst stärken.

    Konrad Straub und Alexandra Leichtl vom E.ON-Konzern (Bildmitte) überreichten eine Spende von 2.000 Euro an Roswitha Oehler vom Malteser-Hospizdienst (links) und Dr. Birgitt van Oorschot vom Interdisziplinären Zentrum Palliativmedizin des Würzburger Un
    Konrad Straub und Alexandra Leichtl vom E.ON-Konzern (Bildmitte) überreichten eine Spende von 2.000 Euro an Roswitha Oehler vom Malteser-Hospizdienst (links) und Dr. Birgitt van Oorschot vom Interdisziplinären Zentrum Palliativmedizin des Würzburger Universitätsklinikums. Foto: Universitätsklinikum Würzburg

    Viele Mitarbeiter des E.ON-Konzerns verzichten am Monatsende freiwillig auf die Auszahlung der Netto-Cent-Beträge ihres Gehalts. Das Geld fließt in den Hilfsfonds Rest Cent, aus dem von Zeit zu Zeit Mittel für gute Zwecke geschöpft werden. Dabei verdoppelt der Konzern jede Spende. So kamen für den „Förderverein Palliativstation, Strahlentherapie“ des Universitätsklinikums Würzburg 2.000 Euro zusammen, die am Freitag offiziell überreicht wurden.

    Finanzlücke schließen

    „Bei unserer Arbeit geht es darum, die Lebensqualität schwerstkranker Patienten zu verbessern – eine Aufgabe, die vor dem Hintergrund der Überalterung der Bevölkerung und der Zunahme multimorbider Kranker immer umfangreicher wird“, sagt Dr. Birgitt van Oorschot, Oberärztin des Interdisziplinären Zentrums Palliativmedizin. „Da aber die Krankenkassen bei weitem nicht alle sinnvollen und für die Patienten segensreichen palliativmedizinischen Leistungen finanziell abdecken, freuen wir uns sehr über die Unterstützung von E.ON.“

    Geld für die Arbeit auf den Stationen

    Die Spende fließt in die Arbeit des Palliativmedizinischen Dienstes. Dieser steht den Kliniken des Würzburger Großkrankenhauses bei der Übernahmeplanung, Beratung und Mitbetreuung von schwerstkranken Patienten zur Seite.

    „Wir nehmen auf Anfrage der Stationen innerhalb von 24 Stunden Kontakt mit den Kranken auf, ermitteln den palliativmedizinischen Behandlungsbedarf und erarbeiten einen individuellen Therapieplan“, berichtet Dr. Ruth Maisch vom Palliativmedizinischen Dienst. Psychoonkologische Interventionen und spirituelle Begleitungen ergänzen das Leistungsspektrum.

    Um das alles abdecken zu können, besteht der Palliativmedizinische Dienst aus einem multiprofessionellen Team. Dazu gehören neben Dr. Maisch eine Palliativ-Care-Schwester, eine Sozialarbeiterin, eine Kunsttherapeutin sowie ehrenamtliche Helfer des Malteser-Hospizdienstes.

    Empathie und Fachkompetenz

    „Was sich hier zunächst etwas therapeutisch-formal anhören mag, hat in Wirklichkeit sehr viel mit der Zuwendung eines eingespielten Teams zum Patienten zu tun“, betont Marion Baulig-Busch, leitende Palliativfachkraft am Uniklinikum.

    Diese Empathie, gepaart mit fachlicher Kompetenz, führte letztlich auch zur E.ON-Spende: Eine Konzernmitarbeiterin, deren Mutter im vergangenen Jahr in den Wochen bis zu ihrem Tod vom Zentrum betreut wurde, hat das Interdisziplinäre Zentrum Palliativmedizin für die Förderung vorgeschlagen.

    „Es ist für uns immer wieder eine besondere Bestätigung, wenn Angehörige unsere Arbeit so schätzen, dass sie in der Folge selbst spenden oder eine solche Aktion vorantreiben“, freut sich Dr. van Oorschot.

    Hintergrund

    Die „Heimatbasis“ des Palliativmedizinischen Dienstes am Würzburger Uniklinikum ist die seit 2009 bestehende Palliativstation. Sie verfügt über zehn Betten in Einzelzimmern, Übernachtungsmöglichkeiten für Angehörige, Patientencafe und -wohnzimmer sowie über einen Raum der Stille.

    Im Jahr 2012 wurden auf der Palliativstation 304 Patienten betreut, der überwiegende Teil davon mit Tumorerkrankungen. Knapp die Hälfte der Kranken starb auf der Station, die übrigen wurden nach durchschnittlich elf Tagen nach Hause, in ein Pflegeheim oder ein Hospiz entlassen.

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