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    Shakespeare zwischen den Treppen

    10/30/2018

    Eine Theateraufführung der besonderen Art ist am 7. November im Philosophiegebäude der Uni am Hubland zu sehen: Richard II. – in einer Inszenierung ohne Regisseur und ohne Kulissen.

    Sie waren bereits an verschiedenen Orten in Großbritannien zu sehen sowie in Venedig. Jetzt kommt die Truppe um die Schauspielerin und Shakespeare-Forscherin Elena Pellone für ein einmaliges Gastspiel an die Universität Würzburg. Im Rahmen einer Initiative des Lehrstuhls für Englische Literatur- und Kulturwissenschaft wird sie am Mittwoch, 7. November, eine eher ungewöhnliche Theateraufführung präsentieren.

    „Ungewöhnlich“ bedeutet in diesem Fall: Die Schauspielerinnen und Schauspieler haben die Inszenierung selbst erarbeitet – ohne die ordnende und leitende Hand eines Regisseurs. Es gibt keine Kulissen; stattdessen wird das Schauspiel den jeweils wechselnden Aufführungsorten immer neu angepasst. Außerdem muss das Geschlecht der Schauspieler mit dem ihrer Rolle nicht unbedingt übereinstimmen. Man kann diese Aufführung somit also auch als eine Art dramaturgisches und theaterhistorisches Experiment betrachten.

    Zeit, Ort und Stück

    Ungewöhnlich ist nicht nur die dramaturgische Logik der Inszenierung, sondern auch der Aufführungsort. Denn es wird zwischen den beiden ausladenden Treppenanlagen im Foyer des Philosophie-Gebäudes am Hubland gespielt; die Zuschauer gruppieren sich auf den beiden als Tribünen dienenden Treppen. Der Eintritt ist frei. Anmeldungen oder Reservierungen sind nicht notwendig. Beginn: 18.30 Uhr. Aufführungssprache ist Englisch.

    Gespielt wird „Richard II“ von William Shakespeare, eines der Königsdramen Shakespeares, in dem sich alles um den Niedergang König Richards II. und parallel dazu den Aufstieg seines Widersachers Henry Bolingbroke, Herzog von Hereford, dreht, entstanden vermutlich um das Jahr 1595 herum.

    Einführung durch einen Shakespeare-Experten

    Die Aufführung wird von dem renommierten Shakespeare-Forscher David Schalkwyk eingeleitet. Schalkwyk zählt zu den international führenden Shakespeare-Forschern; er lehrt derzeit an der Queen Mary University in London.

    In seinem wissenschaftlichen Werk beleuchtet er immer wieder und vor allem Shakespeares Werke – und zwar aus einer Perspektive heraus, die zum einen durch philosophische Fragestellungen geprägt ist, zum anderen aber durch das Interesse an der Lebendigkeit gesprochener Sprache und an den Resonanzen des Theaters in den politischen und sozialen Räumen der Gegenwart. Durch sein Interesse für das lebendige Theater kam es zur Zusammenarbeit mit Elena Pellone und in der Folge zur Produktion von „Richard II.“.

    Kontakt

    Lehrstuhl für englische Literatur- und Kulturwissenschaft
    T: +49 931 31- 86587, karin.kernahan@uni-wuerzburg.de

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