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    Sexualstrafrecht vor einer Reform

    02/24/2015

    Professor Klaus Laubenthal, Vorstand des Instituts für Strafrecht und Kriminologie der Universität Würzburg, wurde in die neu eingesetzte „Kommission zur Reform des Sexualstrafrechts“ beim Bundesjustizministerium berufen.

    Professor Klaus Laubenthal (Foto: Markus Hauck, POW)
    Professor Klaus Laubenthal (Foto: Markus Hauck, POW)

    Schon seit fünf Jahren ist der Würzburger Strafrechtsprofessor Klaus Laubenthal Missbrauchsbeauftragter des Bistums Würzburg. Jetzt wurde er von Bundesjustizminister Heiko Maas in die neu eingesetzte „Kommission zur Reform des Sexualstrafrechts“ berufen. Die Sexualkriminalität gehört zu Laubenthals Forschungsschwerpunkten; er ist Autor des Handbuchs „Sexualstraftaten“.

    Die Reformkommission soll die Vorschriften des deutschen Strafgesetzbuchs über die Delikte gegen die sexuelle Selbstbestimmung neu regeln. Ihr gehören Experten aus Wissenschaft, Justiz und Polizei an. Erstmals tagte sie am 20. Februar in Berlin.

    Eine Aufgabe der Kommission wird es sein, Empfehlungen zu erarbeiten, wie die einzelnen Strafvorschriften internationalen Vorgaben angepasst werden können. Zudem sollen Strafbarkeitslücken geschlossen werden. Solche Lücken sieht Laubenthal vor allem auf zwei Gebieten: bei der Strafbarkeit nicht einvernehmlicher sexueller Handlungen und bei sexuellen Übergriffen zum Nachteil von Menschen mit geistiger oder seelischer Behinderung.

    In die Beratungen will Laubenthal auch seine Erkenntnisse aus den Gesprächen einfließen lassen, die er als Missbrauchsbeauftragter des Bistums mit zahlreichen Opfern geführt hat.

    (Quelle: Pressedienst des Bischöflichen Ordinariats Würzburg, POW)

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