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    Schmerzen: Info-Tag am Klinikum

    05/28/2013

    Ein bundesweiter „Aktionstag gegen den Schmerz“ findet am Dienstag, 4. Juni, statt. Das Interdisziplinäre Schmerzzentrum des Universitätsklinikums Würzburg beteiligt sich mit Fachvorträgen und einem Tag der offenen Tür.

    Bei der Biofeedback-Therapie lernt der Patient, den Schmerz über ein psychologisches Rückkopplungssystem zu mindern. (Foto: Universitätsklinikum Würzburg)
    Bei der Biofeedback-Therapie lernt der Patient, den Schmerz über ein psychologisches Rückkopplungssystem zu mindern. (Foto: Universitätsklinikum Würzburg)

    Über 13 Millionen Menschen in Deutschland leiden an chronischen Schmerzen. Viele von ihnen sind nach Einschätzung der Deutschen Schmerzgesellschaft medizinisch nicht gut genug versorgt; das Gesundheitssystem funktioniert hier offenbar nur unzureichend.

    Um die öffentliche Aufmerksamkeit auf diese Thematik zu lenken, veranstaltet die Deutsche Schmerzgesellschaft am Dienstag, 4. Juni, den bundesweiten „Aktionstag gegen den Schmerz“. Das Interdisziplinäre Schmerzzentrum des Universitätsklinikums Würzburg beteiligt sich daran mit einem Tag der offenen Tür: Von 16 bis 19 Uhr können sich die Besucher über das Zentrum in der Josef-Schneider-Straße informieren, besonders über dessen „individualisierte multimodale Schmerztherapie“.

    Maßgeschneiderte Therapiekonzepte

    „Individualisiert multimodal bedeutet, dass wir aus Elementen aus drei großen Therapiebereichen eine auf jeden Patienten persönlich zugeschnittene Behandlung anbieten können“, erläutert Privatdozentin Dr. Heike Rittner, Leiterin der Schmerztagesklinik. „Zur Verfügung stehen neben medizinischen Optionen wie der richtigen Einstellung mit Schmerzmedikamenten vor allem psychologische Verfahren, zum Beispiel die Einübung von Entspannungsverfahren, sowie aktivierende Physio- und Ergotherapie.“

    1.250 Schmerzpatienten pro Jahr

    Das Zentrum behandelt in der von Dr. Marc Brede geleiteten Ambulanz jährlich rund 1.000 Patienten mit allen Formen von akuten und chronischen Schmerzzuständen. Weitere 250 Kranke im Jahr nutzen die Therapieangebote der Tagesklinik. Ein Großteil leidet unter chronischen Rückenschmerzen, muskuloskelettalen Schmerzen oder Fibromyalgie – einer Erkrankung, die sich mit Schmerzen am ganzen Körper äußert und die sich bislang nur lindern lässt.

    Einige Patienten nehmen selbst Kontakt mit dem Zentrum auf – erste Anlaufstelle ist hier die Ambulanz, die nach Erstvorstellung eine ambulante oder teilstationäre Behandlung initiiert. Andere Patienten werden von ihrem Hausarzt oder vom neu eingerichteten, von Dr. Constanze Quaisser geleiteten Akutschmerzdienst des Uniklinikums an die Tagesklinik überwiesen.

    Facharzt-Odyssee beenden

    Ein Vorteil des Interdisziplinären Schmerzzentrums: Es kann vergleichsweise einfach und vor allem schnell auf die diagnostische Infrastruktur des Großkrankenhauses zugreifen. „Allerdings geht in der modernen Schmerztherapie der Trend dahin, die Patienten möglichst frühzeitig aus der Odyssee von Fachdisziplin zu Fachdisziplin herauszuholen, die ab einem gewissen Punkt fruchtlos ist. Statt zum Beispiel eine weitere überflüssige Computer-Tomografie anzusetzen, wollen wir den Menschen lieber Wege zeigen, wie sie den Schmerz selbst beeinflussen und kontrollieren können“, betont Dr. Rittner.

    Dichtes Vortragsprogramm

    Beim Aktionstag am 4. Juni halten Experten des Uniklinikums Würzburg halbstündige Vorträge zu ausgewählten Aspekten der modernen Schmerzbehandlung. Die Themen: ambulante und teilstationäre Schmerztherapien, Schmerz am Lebensende, neurologische Schmerz-Messmethoden und neurochirurgische Therapiemöglichkeiten. Veranstaltungsort ist die Schmerztagesklinik in Haus C16, am oberen Rand des Klinikgeländes an der Josef-Schneider-Straße im Würzburger Stadtteil Grombühl.

    Zum Programm des Aktionstages

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