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    Rettung für ein Stück Heimat

    04/29/2014

    Sie ist sechs Quadratmeter groß, stammt aus dem Jahr 1584 und gibt einen Überblick über die damaligen Herrschaftsverhältnisse in einem Teil des Spessarts: Die historische Spessartkarte A 11. Dank einer Reihe von Spenden kann sie jetzt restauriert werden.

    Scheckübergabe im Spessart (v.l.n.r.): Dr. Gerrit Himmelsbach, Paul Reinert, Udo Weiß, Susanne Simmler (1. Kreisbeigeordnete des Main-Kinzig-Kreises), Gerhard Kleespies (Vorstandsvorsitzender Kreissparkasse Gelnhausen), Frank Soer (Bürgermeister Gemein
    Scheckübergabe im Spessart (v.l.n.r.): Dr. Gerrit Himmelsbach, Paul Reinert, Udo Weiß, Susanne Simmler (1. Kreisbeigeordnete des Main-Kinzig-Kreises), Gerhard Kleespies (Vorstandsvorsitzender Kreissparkasse Gelnhausen), Frank Soer (Bürgermeister Gemeinde Flörsbachtal), Dr. Andreas Hedwig und Professor Helmut Flachenecker. (Foto: ASP)

    Dank einer Initiative des Archäologischen Spessart-Projekts (ASP), einem An-Institut der Universität Würzburg, und des Spessartbundes konnte im Forschungszentrum Spessart des ASP in Flörsbachtal-Lohrhaupten am Samstag, 26. April, ein Scheck in Höhe von 19.000 Euro an das Hessische Staatsarchiv Marburg übergeben werden. Mit dieser Summe kann die Restaurierung der sechs Quadratmeter großen Spessartkarte des Kartenmalers Elias Hoffmann aus dem Jahre 1584 begonnen werden.

    Langjährige Spendensammlung

    Über einen Zeitraum von zweieinhalb Jahren hinweg hatten Paul Reinert und Udo Weiß aus Flörsbachtal Ausstellungen in mehreren Spessart-Orten organisiert, in denen sie ein Faksimile der Spessartkarte, sowie Kopien historischer regionaler und lokaler Karten zeigten. Dabei wurden Spenden in Höhe von insgesamt 9000 Euro gesammelt. Weitere 10.000 Euro kamen von der „Walther und Erika von Dietrich - Dr. med. Elfriede Burger-Stiftung“.

    Digitalisierung geplant

    Professor Helmut Flachenecker, Inhaber des Lehrstuhls für Fränkische Landesgeschichte an der Universität Würzburg, bezeichnete die Karte A 11 als „wichtige Momentaufnahme der Entwicklung der Kulturlandschaft der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts“. Sie eröffne den Blick auf vergangene Herrschaftsverhältnisse im Übergang der Besitzverhältnisse von der Grafschaft Rieneck zur Grafschaft Hanau. Nach erfolgter Restaurierung könne diese Karte als Scan auf dem heimischen Computer dargestellt werden, was eine unbegrenzte Zahl von Nutzern dieser Karte und damit weitere Forschungen vor Ort ermögliche.

    Dank an die Spender

    „Ein Stück Heimat ist gerettet“, so Dr. Gerrit Himmelsbach vom ASP und Vorsitzender des Spessartbundes, während der Feierstunde in Lohrhaupten. Dr. Andreas Hedwig, der Leiter des Hessischen Staatsarchivs Marburg, bedankte sich für das große Engagement der Menschen im Spessart, das nun den Grundstein zur Restaurierung und für weitere Forschungen lege.

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