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    Kongo-Projekt erneut verlängert

    12/16/2014

    Die Else-Kröner-Fresenius-Stiftung (Bad Homburg) hat zum vierten Mal in Folge – und in weiter ausgedehnter Form – eine Förderung des Exzellenzstipendienprogramms BEBUC für die kommenden drei Jahre bewilligt.

    Drei Mitglieder des BEBUC-Vorstands bei der Planung in Kinshasa: Dr. Karine Ndjoko Ioset, die Programm-Managerin, sowie Virima Mudogo und Gerhard Bringmann. (Foto: privat)
    Drei Mitglieder des BEBUC-Vorstands bei der Planung in Kinshasa (von links): Dr. Karine Ndjoko Ioset, die Programm-Managerin, sowie Virima Mudogo und Gerhard Bringmann. (Foto: privat)

    Das Stipendienprogramm, das im Jahre 2008 von dem Chemieprofessor Gerhard Bringmann von der Universität Würzburg und seinem kongolesischen Kollegen und Partner Professor Virima Mudogo von der Universität Kinshasa (Demokratische Republik Kongo) gegründet wurde, wird vom Förderverein Uni Kinshasa e.V. organisiert. Über ihn laufen alle Aktivitäten von BEBUC in Afrika, aber auch allgemeine Managementaufgaben des Projektes in Europa, die nun ebenfalls weiter fortgeführt werden können. Von besonderer Bedeutung ist dabei die enge Kooperation mit der Universität Würzburg, die BEBUC in den letzten Jahren immer stärker unterstützt. Schließlich sind alle schon jetzt beteiligten 16 kongolesischen Universitäten (zwei davon in der Republik Kongo) und acht Schulen vertragliche Kooperationspartner der Uni Würzburg.

    Ziel des Stipendienprogramms ist es, dem Kongo eine neue Generation von exzellenten jungen Professoren zu geben und so den Teufelskreis aus Überalterung, sinkender Qualität und Hoffnungslosigkeit an kongolesischen Universitäten zu durchbrechen.

    Wie BEBUC-Stipendiaten ausgewählt werden

    Das Besondere an BEBUC ist, dass die Stipendiaten nicht nur nach Papierlage, also nur nach ihren Noten, ihrem Lebenslauf und ihrem Bewerbungsschreiben ausgewählt werden, sondern dies ist lediglich die Grundlage für die Vorauswahl. Die so in die engere Wahl genommenen Kandidaten werden dann persönlich geprüft – nicht nur zu ihrem Fachwissen, sondern auch im Hinblick auf ihre Persönlichkeit und ihre Lebensvisionen, vor allem in Bezug auf ihre geplante akademische Karriere im Kongo. Zudem werden die Stipendien grundsätzlich jahrweise vergeben, jährlich wird jeder BEBUC-Stipendiat erneut mündlich und persönlich zur Verlängerung des Stipendiums geprüft – inzwischen über 150 Schüler und Studenten aus prinzipiell allen Fächern.

    Das Exzellenzstipendienprogramm BEBUC hat auch sonst vielerlei Anerkennung erfahren, so die Einbindung in den vor ein paar Monaten gegründeten bayernweiten Verbund BRIAS (Bavarian Research Institute of African Studies), in dem die Uni Würzburg durch das Forum Afrikazentrum und BEBUC vertreten ist.

    Ausdehnung auf den ganzen Kongo als Ziel

    Die großzügig bewilligten Mittel der Else-Kröner-Fresenius-Stiftung ermöglichen es BEBUC nun, das Stipendienprogramm auf den gesamten Kongo auszudehnen, so dass sich in Zukunft jeder exzellente Schüler oder Student für eine Förderung bewerben kann, unabhängig davon, ob seine Einrichtung bereits vertraglich mit BEBUC liiert ist oder nicht. Insgesamt wird eine mittlere Stipendiatenzahl von etwa 200 angestrebt.

    Dank an die Stiftung und den Universitätspräsidenten

    „Die Bewilligung durch die Else-Kröner-Fresenius-Stiftung hat uns mit großer Freude erfüllt, wir danken ihr ganz herzlich für die intensive weitere Förderung des Projekts, aus der auch das große Vertrauen in unsere Arbeit spricht. Ohne die Förderung durch die Stiftung wäre eine solch rasche und positive Entwicklung von BEBUC niemals möglich gewesen“, so Bringmann. „Dankbar sind wir aber auch unserer Universität Würzburg für ihre nachhaltige Unterstützung als verlässlicher Kooperationspartner und hier ganz besonders dem Präsidenten unserer Universität, Professor Alfred Forchel.“

    Kontakt

    Prof. Dr. Gerhard Bringmann, Institut für Organische Chemie der Universität Würzburg,
    T +49 931 31-85323, bringman@chemie.uni-wuerzburg.de

    Prof. Dr. Virima Mudogo, Université de Kinshasa, Faculté des Sciences, T +243 99 99 30 963,
    mudogov@gmail.com

    Dr. Karine Ndjoko Ioset, Institut für Organische Chemie der Universität Würzburg,
    T +41 787 044 725, karine.ndjoko@uni-wuerzburg.de

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