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    JMU auf Mainfranken-Messe: Die digitale Welt erleben

    09/24/2019

    Mit rund 650 Ausstellern gehört die Mainfranken-Messe in Würzburg zu den großen Messe-Events in Deutschland. Auch die Uni Würzburg wird wieder vertreten sein und das Digitale für die Besucherinnen und Besucher erlebbar machen.

    Der Messestand der Uni Würzburg wird in diesem Jahr erneut in Halle 1 zu finden sein – direkt am Eingang.
    Der Messestand der Uni Würzburg wird in diesem Jahr erneut in Halle 1 zu finden sein – direkt am Eingang. (Image: Universität Würzburg)

    Digitalisierung ist inzwischen das Schlagwort schlechthin. Kein Wunder, denn sie erstreckt sich in nahezu alle unsere Lebensbereiche. Gleiches gilt auch in der Wissenschaft. Die Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) wird daher ihren Fokus auf der diesjährigen Mainfranken-Messe in Würzburg (28. September bis 6. Oktober, Halle 1) auf die Digitalisierung legen und den Besucherinnen und Besuchern praktisch und erlebbar digitale Aspekte der Wissenschaft präsentieren.

    „Wir wollen nicht nur, dass die Besucher etwas über die Uni erfahren. Wir wollen, dass sie erlebbar wird“, erklärt hierzu Rosalinde Baunach vom zuständigen Servicezentrum für Forschung und Technologietransfer der JMU. In den Bereichen Geschichte, Biologie, Geographie, Physik, Sport, Wirtschaft und Technik werden daher mehrere Stationen zum Lernen und Erleben mit dem Fokus Digitales geboten.

    Kostbare Schätze

    Zum 400-jährigen Bestehen der Universitätsbibliothek Würzburg werden zwei „begehbare Bücher“ ausgestellt. Hier können die Besucherinnen und Besucher mit interaktiven Elementen spielerisch in jahrhundertealten Schätzen stöbern, welche sonst in der Universitätsbibliothek für die Öffentlichkeit nur selten zu sehen sind.

    Der Botanische Garten wird neben einem 3-D-Modell für sehbehinderte Menschen auch eine neue App präsentieren – den Gartenfreund. Mittels QR-Code kann hiermit ein Audiorundgang durch das Tropenhaus des Gartens vorgenommen werden. „Dabei wird das hörbar gemacht, was in den Tropen zu hören wäre“, so Saschan Korder vom SFT. Bei dem Projekt HoneyCloud werden zwei sensorbesetzte Bienenstöcke zu sehen sein. Hier wird in Echtzeit das Geschehen im Stock beobachtet. Imker können so am Smartphone sehen, wie es ihren Bienen geht.

    Neue Einblicke in die Bewegung

    Kinder, Jugendliche und Junggebliebene werden in der Physik, im Sport und der Geographie etwas Besonderes erleben können. In der Physik geht es mit einem Fahrrad durch die simulierte Altstadt Tübingens – und wer besonders schnell radelt, schafft es sogar in Lichtgeschwindigkeit und lernt die Hintergründe dazu kennen. Beim Hochschulsport geht es in einem Bewegungsexperiment um Schnelligkeit und Sensoren: Wer kann passende Zahlen an einer Wand erkennen und schnellstmöglich berühren?

    In der Geographie wird es zuerst dunkel und dann bunt: mit Augmented Reality. Darunter versteht man die Erweiterung der Realität durch technische Hilfsmittel. Auf dem Stand der JMU wird ein Sandkasten zu sehen sein, dessen Sandoberfläche mit einer Kamera aufgenommen wird, während ein Beamer in Echtzeit Höhenlinien auf die Sandoberfläche projiziert – wie bei einer topographischen Karte. Ändert sich der Sand, so ändert sich auch die Karte. Für Schülerinnen und Schüler die ideale Möglichkeit, die Entstehung von Karten aus einer neuen Perspektive kennenzulernen.

    Themen für Spezialisten

    Für das Fachpublikum aus kleinen und mittleren Unternehmen besteht die Möglichkeit, aus der JMU-Wirtschaftsinformatik ein vollkommen neues Einkauf-Verkauf-Programm zu testen. Außerdem werden in einer Lounge Workshops angeboten, die sich auf „Prompt@NET“ konzentrieren. Dieses Projekt führt das Wissen aus über 200 Forschungsbereichen der JMU zusammen und macht neue Forschungsergebnisse kleinen und mittleren Unternehmen schnell verfügbar. In vier thematischen Subnetzwerken (Industrie 4.0, Digitalisierung, Gender-Medizin, Living Labs) wird dadurch ein schneller Wissenstransfer ermöglicht.

    Hinzu kommen noch aus dem Fachbereich Jura rechtliche Fragen und Antworten zum Thema Datenschutz, Urheberrecht und gewerblicher Rechtsschutz, sowie aus der Psychologie die Frage nach Hirnströmen und ökonomischen Entscheidungen oder aus der Arbeits-, Betriebs- und Organisationspsychologie das Quiz „Individualisierung digital“.

    Neben dem Stand der JMU in Halle 1 wird es dort eine weitere Ausstellung der Universität geben: Sie konzentriert sich voll und ganz auf das Leben und wissenschaftliche Wirken von Wilhelm Conrad Röntgen. Der Physiker entdeckte am 8. November 1895 am Physikalischen Institut der JMU die nach ihm benannten Strahlen, erhielt dafür 1901 den ersten Nobelpreis für Physik und war damit Wegbereiter der modernen medizinischen Diagnostik.

    Das SFT der JMU

    Das Servicezentrum für Forschung und Technologietransfer der JMU ist Ansprechpartner für Fragen zu Forschungsförderung und Existenzgründung, Patentwesen und Technologietransfer an der Universität. Zudem organisiert das SFT den Messestand auf der Mainfranken-Messe.

    Kontakt

    Rosalinde Baunach, Servicezentrum für Forschung und Technologie (SFT), Universität Würzburg, T +49 (931) 31 83434, rosalinde.baunach@uni-wuerzburg.de

    By Kristian Lozina

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