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    Hentschel-Preis 2013 geht an Carsten Deppermann

    10/29/2013

    Im Rahmen des Arzt-Patienten-Seminars "Schlaganfall" haben das Uniklinikum Würzburg und die Stiftung "Kampf dem Schlaganfall" vergangenen Samstag den diesjährigen Hentschel-Preis vergeben. Die Auszeichnung geht an Biochemiker Carsten Deppermann.

    Der Hentschel-Preisträger 2013: Dipl.-Biochemiker Carsten Deppermann. Umrahmt von Günter Hentschel, Prof. Christoph Reiners und Prof. Bernhard Nieswandt (von links). (Foto: Universitätsklinikum Würzburg)

    Deppermann untersuchte in seiner Doktorarbeit die Zusammenhänge zwischen spezifischen Thrombozytenbestandteilen und der beim Schlaganfall so fatalen Bildung von Blutpfropfen.

    Gezielte Unterstützung junger Schlaganfall-Forscherinnen und -Forscher

    Mit dieser Auszeichnung ehrt die Stiftung "Kampf dem Schlaganfall" thematisch passende wissenschaftliche Arbeiten aus der Grundlagen- oder klinischen Forschung, einschließlich Prävention, Diagnostik und Therapie.

    Der mit 4.000 Euro dotierte Preis richtet sich an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bis zu einem Alter von maximal 35 Jahren. Zudem müssen die preiswürdigen Leistungen am Würzburger Universitätsklinikum oder an der Medizinischen Fakultät der Universität Würzburg erbracht worden sein.

    Im Fokus: α-Granula und Thrombenbildung

    Der gebürtige Frankfurter Deppermann, Jahrgang 1985, arbeitet seit Oktober 2011 in der Arbeitsgruppe von Prof. Bernhard Nieswandt (Leiter des Lehrstuhls für Experimentelle Biomedizin der Uni Würzburg) an seiner Doktorarbeit. Thema ist die Thrombozyten-Degranulierung in Hämostase, Thrombose und Schlaganfall. In diesem Zusammenhang untersuchte Deppermann die Rolle von Blutplättchen und das Fehlen spezifischer Zellbestandteile, der so genannten α-Granula, in den Blutplättchen in Hinblick auf die Bildung von Thromben (Blutpfropfen) nach Gefäßverletzungen und beim Schlaganfall.

    Deppermann wies nach, dass genetisch manipulierte Mäuse, denen ein Gen zur Bildung der α-Granula fehlt, gegen die Bildung von Blutpfropfen als Folge des Schlaganfalls geschützt sind. Die Ergebnisse von Carsten Deppermann sind von therapeutischer Relevanz, da sie mithelfen, das komplexe Zusammenspiel von Blutplättchen, Thrombenbildung und Schlaganfall besser zu verstehen und damit neue Behandlungsstrategien zu entwickeln, sagte Christoph Reiners (Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Würzburg) in seiner Laudatio.

    Kontakt

    Susanne Just, Stabsstelle Vorstandsangelegenheiten Marketing & PR, Universitätsklinikum Würzburg
    T (0931) 201-59447, Just_S@ukw.de

    By Susanne Just

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