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    Fünf Würzburger treffen Nobelpreisträger

    06/24/2014

    Große Ehre für fünf Nachwuchsforscher von der Universität Würzburg: Sie dürfen beim diesjährigen Treffen der Nobelpreisträger in Lindau am Bodensee dabei sein. Diesmal stehen die Fächer Physiologie und Medizin im Mittelpunkt.

    Vom 29. Juni bis 4. Juli treffen sich insgesamt 37 Nobelpreisträger mit rund 600 exzellenten Nachwuchswissenschaftlern aus aller Welt in Lindau, um über aktuelle Themen aus Medizin und Physiologie zu diskutieren. Die Teilnehmer setzen sich aber auch mit interdisziplinären Fragen und mit gesamtgesellschaftlich und global relevanten Themen auseinander.

    Für die Zusammenkunft wurden auch fünf Vertreter der Universität und des Universitätsklinikums Würzburg ausgewählt: Thomas Andreska (Klinische Neurobiologie), Henning Hintzsche (Toxikologie), Sarah Kittel-Schneider (Psychiatrie), Maria Steinke (Tissue Engineering und Regenerative Medizin) und Jianbo Xiao (Pharmazie).

    Mobilfunk: Auswirkungen auf Kinder

    Henning Hintzsche darf sich zusätzlich über eine weitere Ehrung freuen: Der Toxikologe wurde dafür ausgewählt, bei einem „Bayerischen Abend“ einen Vortrag über seine Forschungsarbeit zu halten. Er befasst sich mit möglichen Auswirkungen der elektromagnetischen Felder des Mobilfunks auf den Körper des Menschen.

    „Viele Studien haben da schon Entwarnung gegeben, aber bisher wurde kaum untersucht, ob es spezifische Wirkungen auf Kinder gibt“, sagt der Toxikologe. Und diese Frage ist offenbar berechtigt: Bestimmte Hirnstrukturen absorbieren bei Kindern eine höhere Intensität elektromagnetischer Felder als bei Erwachsenen, sagt Hintzsche. Das gelte vor allem für das Knochenmark des Schädels, in dem die Blutbildung abläuft.

    „Darum haben wir in Zellkulturversuchen erstmals elektromagnetische Felder auf blutbildende Stammzellen des Menschen einwirken lassen und deren weitere Entwicklung beobachtet“, sagt der Würzburger Forscher. Auch hier scheint glücklicherweise Entwarnung angesagt: „Bisher haben wir keine Auswirkungen beobachten können.“

    Zur Homepage des Nobelpreisträgertreffens

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