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    Bewegung: Wenig ist besser als keine

    07/31/2018

    Mehr Bewegung in den Alltag bringen: Wie das gehen kann, erfuhren Beschäftigte der Universität beim Gesundheitstag im Sportzentrum. Dort konnten sie auch selbst aktiv werden – ob beim Tauziehen oder beim Yoga.

    Kräftige Arme waren beim Tauziehen gefragt. (Foto: Robert Emmerich)
    Kräftige Arme waren beim Tauziehen gefragt. (Foto: Robert Emmerich)

    „Bewegung ist Medizin“, sagt Professor Olaf Hoos, Leiter des Sportzentrums der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU). Wer sich regelmäßig bewegt, senkt unter anderem sein Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen, reduziert Stress und erhöht sein Wohlbefinden. Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt, mindestens 10.000 Schritte am Tag zu gehen – das entspricht einer Strecke von rund acht Kilometern.

    10.000 Schritte täglich? Das ist gar nicht so einfach für Menschen, die den Großteil des Tages am Schreibtisch verbringen. „Wir sitzen zu viel und zu lange am Stück“, erklärte Hoos dem Publikum. Das fördere Rückenschmerzen. Hier helfe es, die Sitzzeiten immer wieder zu unterbrechen und sich zu bewegen.

    Möglichkeiten dazu bieten sich im Büro überall – das persönliche Gespräch statt dem Griff zum Telefonhörer, Treppe statt Fahrstuhl oder ein kurzer Spaziergang in der Mittagspause. In punkto regelmäßiger Bewegung sei es wichtig, eine Routine aufzubauen, die zum Alltag passt. Wer sich selber zu hohe Ziele setze – etwa vier Mal in der Woche Sport zu machen – solle besser zurückstecken. Hier gelte: „Wenig machen ist besser als gar nichts“, so Hoos.

    Bewegungstipps aus dem Move-it-Team

    Wie sie mehr Bewegung in ihren Alltag gebracht haben, berichteten drei Beschäftigte, die im Frühling 2018 im JMU-Team bei der Move-it-Challenge mitgemacht haben. Diesen Wettbewerb hatten die Basketballer von s.Oliver Würzburg unter Federführung von Steffen Wienhold initiiert. Er erläuterte, dass es darum ging, täglich mindestens 10.000 Schritte allein oder auch gemeinsam mit anderen zu tun.

    Psychologieprofessorin Andrea Kübler zum Beispiel verschaffte sich mehr Bewegung, indem sie die Spaziergänge mit ihrem Hund ausdehnte. Sie unterbrach die Arbeit am Schreibtisch auch immer mal wieder, um zehn Minuten zu gehen. Diese „Sitzunterbrechungen“ könne sie bei Rückenschmerzen nur empfehlen.

    Thorsten Voll aus der Personalabteilung fing damit an, zu Fuß zur Arbeit zu gehen. Abends dreht er außerdem öfter mal eine Runde um den Block. Und IT-Fachmann Sven Winzenhörlein empfahl, bei einem bestimmten Bedürfnis im Büro nicht die nächstgelegene Toilette aufzusuchen, sondern die zwei Stockwerke höher.

    Ratschläge vom Sportphysiotherapeuten

    Tipps und Informationen zum Thema Bewegung bekamen die Beschäftigten der JMU auch von Profis der s.Oliver Würzburg, und zwar von Athletiktrainer Philipp Burneckas und Sportphysiotherapeut Ronny Frank. Letzterer empfahl, ein Bewegungsprogramm mit leichten regelmäßigen Aktivitäten – Spazieren, Laufen, Joggen – zu beginnen und es Schritt für Schritt auszubauen.

    Aus dem Publikum wurde Frank nach gesundheitsfördernden Alternativen zum Laufen gefragt. Seine Tipps: Kraul- und Rückenschwimmen, sofern man die Technik beherrscht. Bei Knieproblemen Radfahren mit dem E-Bike, um in Bewegung zu bleiben. Oder Yoga und Pilates, um den Körper geschmeidig zu halten.

    Starke Teams beim Tauziehen

    Dank des schönen Sommerwetters konnte diesmal der Wettbewerb im Tauziehen stattfinden, der im vergangenen Jahr wegen Regens ausgefallen war. Auf der Wiese beim Sportzentrum traten fünf Teams gegeneinander an, kräftig angefeuert von ihren Fans.

    Den von Uni-Kanzler Uwe Klug gestifteten Wanderpokal holte sich das Team „Rechenzentrum“. Auf Platz zwei landete die Mannschaft „besseralsunschlagbar“ aus der Abteilung 5 der Zentralverwaltung, auf Platz drei das Team „Otto“ aus der Personalabteilung. Die Siegerehrung nahm Vizekanzler Klaus Baumann vor.

    Bewegung für Alle

    Die Besucherinnen und Besucher konnten beim Gesundheitstag verschiedene Bewegungsaktivitäten ausprobieren – unter anderem Yoga, Disc-Golf, Slacklining, Rollstuhlbasketball, Boxen oder Bogenschießen. In einem Workshop zeigte Dr. Andreas Petko vom Sportzentrum praktikable Übungen für den Büroalltag, um Rücken- und Nackenverspannungen entgegenzuwirken.

    Fazit des Organisationsteams

    Der Gesundheitstag 2018 wurde federführend von der Sucht- und Konfliktberatungsstelle und dem Sportzentrum der JMU organisiert. Tatkräftige Unterstützung kam vom Personalrat, der Gleichstellungsbeauftragten, der Schwerbehindertenvertretung und dem Betriebsärztlichen Dienst. Das Studentenwerk sorgte für Mittagessen und Snacks.

    Die Bilanz des Organisationsteams: Die etwa 250 Besucher ließen sich durch die Hitze nicht abschrecken und waren mit guter Laune bei den Workshops sowie den Mitmach- und Schnupperkursen dabei. Schon während des Gesundheitstages erreichten viele positive Rückmeldungen das Organisationsteam – so stießen dieses Jahr insbesondere die sportlichen Angebote und die Workshops auf große Begeisterung. Auch das neue Format der Podiumsdiskussion gefiel den Besuchern gut.

    Anregungen sind willkommen

    Die Auswertung der Evaluationsbögen bestätigte dieses positive Bild. Darin wünschten sich die Befragten für die Zukunft noch mehr Themen zu Gesundheit, Ernährung und Bewegung im Büro.

    Die JMU möchte bei ihren Beschäftigten eine positive Gesundheitskultur verankern und vermitteln. Daher freut sich das Organisationsteam jederzeit über Anregungen und Ideen – für den nächsten Gesundheitstag, aber auch für ganz neue Angebote und Formate.

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    By Robert Emmerich

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