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    Aus der Geschichte der Mathematik

    04/30/2013

    Gauß, Perron und Poincaré: Diese drei berühmten Mathematiker stehen im Mittelpunkt einer wissenschaftshistorischen Tagung an der Uni Würzburg. Die Vorträge sind öffentlich und finden am Montag, 6. Mai, ab 16 Uhr statt.

    Spannendes über die Ursprünge des Denkens gibt es am 6. Mai am Institut für Mathematik der Universität Würzburg zu erfahren: Auf der wissenschaftshistorischen Tagung „MathematikGeschichten“ erörtern drei renommierte Fachleute mathematische Sachverhalte aus der Zeit des 19. und beginnenden 20. Jahrhundert und gehen ihnen geschichtlich auf den Grund.

    Um 1900 erfuhr die Wissenschaft einen Umbruch zur Moderne. Auf dem Internationalen Mathematiker-Kongress in Paris wurden damals die 23 Hilbertschen Probleme vorgestellt. Noch heute gelten sie zum Teil als wegweisend, zum Teil als unlösbar. Bertrand Russel brachte in dieser Zeit die starren Säulen der Logik ins Wanken – unter anderem durch seine berüchtigten Paradoxien. Er entwickelte auch Axiome und Schlussregeln, auf denen die modernen Wissenschaften aufbauen.

    Wann und wo die Tagung stattfindet

    Die Tagung findet am Montag, 6. Mai, von 16 bis 20 Uhr im Hörsaal 0.0002 des Zentralen Hörsaalgebäudes Z6 am Hubland statt. Gäste sind willkommen, der Eintritt ist frei. Der Universitätsbund fördert die Veranstaltung.

    Wer die Vorträge hält

    Den Auftakt macht um 16 Uhr Professorin Karin Reich, eine renommierte Mathematikhistorikerin aus Hamburg. Das Thema ihres Vortrags: „Meilensteine in der Entwicklung der nichteuklidischen Geometrie“. Reich ist im Ruhestand; zuletzt war sie ab 1994 Direktorin des Instituts für Geschichte der Naturwissenschaften, Mathematik und Technik an der Universität Hamburg. Sie hat unter anderem eine bedeutsame Biographie über den Mathematiker Carl Friedrich Gauß geschrieben.

    Professor Klaus Volkert vom Lehrstuhl Didaktik der Mathematik der Universität Wuppertal ist um 17:45 Uhr an der Reihe. In seinem Vortrag „Die vierte Dimension“ erklärt er, warum sich die Idee des vier- oder mehrdimensionalen Raumes erst Mitte des 19. Jahrhunderts in der Mathematik durchgesetzt hat. Volkerts Forschungsschwerpunkt ist die Geschichte der Mathematik und ihres Unterrichts. Er interessiert sich besonders für historische geometrische Fragestellungen und für die Arbeiten von Henri Poincaré.

    „Oskar Perron und der Irrtum in der Mathematik“: Diesen Vortrag hält um 19 Uhr Professor Norbert Schappacher von der Universität Straßburg. Er zeigt anhand von zwei Episoden, wie Perrons Schaffen an fundamentale Probleme der Mathematikgeschichtsschreibung rührte. Schappacher beschäftigt sich vor allem mit der Zahlentheorie und der Geschichte der Mathematik, dabei besonders mit der deutschen Mathematik im Nationalsozialismus.

    Kontakt

    Nicola Oswald, Institut für Mathematik, T (0931) 31-85848,
    nicola.oswald@mathematik.uni-wuerzburg.de

    Zur Homepage der Tagung „MathematikGeschichten“

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