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    An Unrecht erinnern

    04/23/2013

    Als Neugeborene musste Rita Prigmore Menschenversuche der Nationalsozialisten über sich ergehen lassen. Die heute 70jährige Frau kommt am Dienstag, 23. April, zu einem Vortrag an die Uni Würzburg.

    Rita Prigmore entstammt einer Würzburger Sinti-Familie. Als Neugeborene überlebte sie die Menschenversuche der Nazis, bei denen ihre Zwillingsschwester Rolanda ums Leben kam. Unter den Folgen der damaligen Ereignisse hatte Prigmore ihr Leben lang zu leiden. Ihre Mutter wurde nach der Entbindung zwangssterilisiert, andere Familienmitglieder wurden nach Auschwitz deportiert.

    Heute setzt sich Rita Prigmore (70) für ein respektvolles und friedliches Zusammenleben aller Menschen ein, unabhängig von der ethnischen, kulturellen oder religiösen Zugehörigkeit. Besonders für junge Leute hat sie eine Botschaft: „Öffne dich für deinen Nächsten, der dir noch fremd erscheint, lerne, ihn zu verstehen und mit ihm gemeinsam eine bessere Zukunft aufzubauen.“

    Am Dienstag, 23. April, ist Rita Prigmore an der Uni Würzburg zu Gast. Sie kommt um 18:30 Uhr in den Hörsaal 216 (Audimax) am Sanderring zur Veranstaltung „Unrecht erinnern – Zukunft gestalten: Für eine Gesellschaft ohne Rassismus“. Organisatoren sind das Referat gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit der Studierendenvertretung und die Gemeinschaft Sant'Egidio.

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